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Corpus Inscriptionum Latinarum II2

Neuedition der ca. 23000 lateinischen Inschriften des antiken Hispanien von der römischen bis zur arabischen Eroberung

Abteilungen:
Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik München

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

 

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Geschichte

Mit der sukzessiven Integration der Iberischen Halbinsel in den römischen Herrschaftsbereich fand dort auch die Sitte, mit Inschriften versehene Monumente aus dauerhaften Materialien zu errichten, Verbreitung. Seit den Anfängen der römischen Eroberung 218 v. Chr., in bedeutender Zahl dann erst seit Augustus die ganze Kaiserzeit hindurch spiegeln sich in den Inschriften die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Verhältnisse in den hispanischen Provinzen Roms. Für die altertumswissenschaftliche Forschung ist ein möglichst vollständiger Zugriff auf alle Inschriften dieser Region unverzichtbare Voraussetzung, was nur durch die Sammlung und textkritische Edition in Corpora zu gewährleisten ist. Für die Iberische Halbinsel hat bereits im 19. Jahrhundert Emil Hübner mehr als 6500 lateinische Inschriften in zwei Bänden des Corpus Inscriptionum Latinarum vorgelegt. Da sich seitdem die Zahl bekannter Inschriften nahezu vervierfacht hat und zudem für nicht wenige Texte verbesserte Lesungen vorliegen, entstand 1981 das Projekt zur Neuedition der lateinischen Inschriften des antiken Hispanien.  

Ziele

An der Neuedition der etwa 23.000 lateinischen Inschriften aus der Epoche von der römischen bis zur arabischen Eroberung (218 v. Chr. - 711 n. Chr.) sind rund 45 Wissenschaftler, vorwiegend aus Spanien, Deutschland und Portugal, aber auch aus Frankreich und den USA, beteiligt. Das Projekt verfügt über eine laufend aktualisierte Kartei mit über 250.000 Karten, auf denen einschlägige Publikationen und epigraphische Handschriften erfaßt sind, sowie über eine Foto-, Abklatsch- und Sonderdrucksammlung. Die Kartei kann nach Vereinbarung auch von nicht am Projekt beteiligten Wissenschaftlern konsultiert werden. 1997 wurden Kartei und Arbeitsstelle im Rahmen eines Kooperationsabkommens von der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik in das neu gegründete Centro CIL II an die Universität von Alcalá de Henares bei Madrid verlegt. Ein neuer Kooperationsvertrag zwischen dem Deutschen Archäologischen Institut und der Universität Alcalá de Henares von Anfang 2009 bekräftigt die Fortführung des Projektes.

Das Corpus Inscriptionum Latinarum II 2 wird im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben von G. Alföldy, J.M. Abascal Palazón, M. Mayer Olivé und A.U. Stylow. Das Werk ist in Faszikel gegliedert, die in der Regel jeweils die Inschriften eines antiken Conventus iuridicus umfassen. Geplant sind mindestens 14 Faszikel samt einem abschließenden Indexband.

 

Aktuelle Arbeiten

Die gesamte graphische Dokumentation der erschienenen Faszikel (Fotos und Zeichnungen) ist über die Webseite des Centro CIL II zugänglich, ebenso Vorarbeiten zu den in Bearbeitung befindlichen Faszikeln (Inschriften der CAM: Conv. Caes. et Carth.; Inschriften von Celti/Peñaflor; Conv. Hisp.). Epigraphisch-Archäologische Dokumente aus dem privaten Nachlaß von F. Fita werden als Datenbank in der Biblioteca Virtual Miguel de Cervantes publiziert.

 

Kooperationen

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Akademievorhaben 'Corpus Inscriptionum Latinarum' ( http://cil.bbaw.de)
Universidad de Alcalá, Centro CIL II ( http://www2.uah.es/imagines_cilii

Ansprechpartner

Dr. phil. Peter Rothenhöfer

Lateinische Epigraphik
Telefon: +49-(0)89 286767-60
Telefax: +49-(0)89-286767-80
Email: rothenhoefer@aek.dainst.de

Externe Ansprechpartner

Dra. Helena Gimeno Pascual
Centro CIL II
Universidad de Alcalá
Colegio de los Trinitarios
c/ Trinidad 1
28801 Alcalá de Henares (Madrid)
Telefon: +34-91 885 4425
cilii@uah.es

Dr. Armin U. Stylow
Deutsches Archäologisches Institut Madrid
Serrano 159
28002 Madrid
armin.stylow@gmail.com

Literatur

CIL II2/5: Conventus Astigitanus, 1998.
CIL II2/7: Conventus Cordubensis, 1995.
CIL II2/14, Teil 1: Conventus Tarraconensis Süd, 1995.
A.U. Stylow, Von Emil Hübner zur Neuauflage von CIL II. Madrider Mitteilungen 36, 1995, 17-29.
 

 


 
 

Aktualisiert: 21.01.2009

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