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Libanon, Baalbek Museum

Ständige Ausstellung in Baalbek (Beqaa-Ebene)

Im November 1998 wurde eine ständige Ausstellung zur hundertjährigen Wiederkehr des Besuchs von Kaiser Wilhem II. in Baalbek eröffnet. Das Projekt wird von der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts betreut.

Lage

Baalbek liegt in der nördlichen Beqaa-Ebene zwischen den Gebirgsketten des Libanon und des Antilibanon.

Abteilungen:
Orient-Abteilung

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

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Geschichte

    
  Das Museum in den Substruktionen des Jupitertempels.  

Der Bereich der heutigen Stadt Baalbek wurde zu Beginn des 3. Jt. v. Chr. erstmals besiedelt. Ein Siedlungshügel mit Resten von Wohnhäusern ist unter dem noch erhaltenen Jupiter-Heiligtum festgestellt worden. Wahrscheinlich im 1. Jh. v. Chr. wird der Siedlungshügel durch ein großes Heiligtum ersetzt. Mit der Gründung der römischen Colonia Iulia Augusta Felix Berytus 15 v. Chr. erhält Baalbek eine Ansiedlung von römischen Kriegsveteranen. Das Heiligtum wird neu konzipiert und in einer vorher nicht gekannten Monumentalität ausgebaut. Begonnen wird mit einem Tempel für Jupiter Heliopolitanus, im 2. Jh. n. Chr. wird direkt daneben der heute sog. "Bacchus-Tempel" und im 3. Jh. n. Chr. der heute sog. "Venus-Tempel" errichtet. Während des 4.-7. Jh. erhielt Baalbek mehrere christliche Kirchen, die aber die alten Kulte nur langsam verdrängen konnten. 635 wurde Baalbek dem islamischen Reich einverleibt und im 12.-14. Jh. n. Chr. die noch erhaltenen römischen Tempelanlagen in eine große Burg umgewandelt. Die Burg diente der Sultansfamilie des ayyubidischen und mamelukischen Damaskus als Grenzfeste gegen die Kreuzfahrerstaaten. 

Ziele

    
  Museumsräume im mittelalterlichen Südturm.  

Das Museum befindet sich in den Substruktionen des großen Jupitertempels sowie mit einem zweiten Teil im Südturm der mittelalterlichen Befestigung, mit der die römischen Tempel zu einer Burg umgebaut wurden.
Die ständige Ausstellung informiert über die ca. 5000 jährige Geschichte der Stadt und die Wiederentdeckung und Ausgrabung der römischen Tempel. Gesonderte Teile (im Südturm) sind den römischen Nekropolen und dem mittelalterlichen Baalbek gewidmet. 

Kooperationen

Die Organisation und Konzeption fand in enger Kooperation mit der Direction Générale des Antiquités du Liban statt. Von deutscher Seite lag sie in den Händen von Dr. Margarete van Ess, von libanesischer Seite bei Dr. Camille Asmar (ehemals Generaldirektor der Antikenverwaltung) und Prof. Dr. Hélène Sader, American University Beirut. 

Ansprechpartner

Dr. phil. Margarete van Ess

Vorderasiatische Altertumskunde
Telefon: 01888-7711-0
Telefax: 01888-7711-189
Email: orient@dainst.de

Literatur

Margarete van Ess, Heliopolis - Baalbek 1898-1998: Forschen in Ruinen (Libanon 1998); Hélène Sader - Thomas Scheffler - Angelika Neuwirth (Hrsg.), Baalbek: Image and Monument 1898-1998, Beiruter Texte und Studien Bd. 69 (Beirut 1998); Margarete van Ess - Thomas Weber, Baalbek. Im Bann römischer Monumentalarchitektur (Mainz, Philipp von Zabern 1999); Margarete van Ess - Next Vision Beirut - LibanCell, Heliopolis - Baalbek 1898 - 1998 (Interaktive CD-ROM 2001).  

 


 
 

Aktualisiert: 20.03.2008

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