Ziele
Die Neuedition der etwa 23.000 lateinischen Inschriften des antiken Hispanien von der römischen bis zur arabischen Eroberung (218 v.Chr. - 711 n.Chr.), mit der die über ein Jahrhundert alten Editionen E. Hübners (CIL II und Inscriptiones Hispaniae Christianae) ersetzt werden sollen, läuft seit 1981. Mitarbeiter sind rund 45 Wissenschaftler, vorwiegend aus Spanien, Deutschland und Portugal, aber auch aus Frankreich und den USA. Die Arbeiten werden von Armin U. Stylow koordiniert. Das Projekt verfügt über eine laufend aktualisierte Kartei mit über 250.000 Karten, auf denen einschlägige Publikationen und epigraphische Handschriften erfaßt sind, sowie über eine Foto-, Abklatsch- und Sonderdrucksammlung. Die Kartei kann nach Vereinbarung auch von nicht am Projekt beteiligten Wissenschaftlern konsultiert werden. 1997 wurden Kartei und Arbeitsstelle im Rahmen eines Kooperationsabkommens von der Kommission an die Universität von Alcalá de Henares bei Madrid verlegt (Centro CIL II). Gefördert wird das Projekt durch Mittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Universidad de Alcalá, des spanischen Ministerio de Ciencia y Tecnología sowie der Comunidad Autónoma de Madrid.
Das Corpus Inscriptionum Latinarum II2 (Verlag W. de Gruyter, Berlin) wird im Auftrag der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften herausgegeben von G. Alföldy, M. Mayer Olivé und A.U. Stylow. Das Werk ist in Faszikel gegliedert, die in der Regel jeweils die Inschriften eines antiken Conventus iuridicus umfassen. Geplant sind mindestens 14 Faszikel samt einem abschließenden Indexband.
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