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E. Archiv
5. Kloster Qara - Restaurierungen

Qara, Mittelalterliche Wandmalereien im Kloster Mar Yakub (Jacques le Mutilé).

Reinigung, Sicherung und Dokumentation der mittelalterlichen Wandmalereien im Kloster Mar Yakub.

Das Projekt wird seit 1999 von der Außenstelle Damaskus der Orient-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts betreut.

Lage

Das dem Jakobus Intercisus ('dem Zerschnittenen'), einem persischen Märtyrer, geweihte Kloster liegt ca. 2 km westlich von Qara, einem Dorf im Qalamun-Gebirge rund 100 km nördlich von Damaskus.

Abteilungen:
Außenstelle Damaskus der Orient-Abteilung

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

Karte

 

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Geschichte

Über die Frühzeit des Klosters im 5. und 6. Jh. wie auch über einen möglichen Verfall nach der arabischen Eroberung im 7. Jh. ist nur wenig bekannt. Das der melkitischen (griechisch-orthoxen) Kirche unterstellte Kloster wird wahrscheinlich im 10. oder 11. Jh. grundlegend restauriert, als das Patriarchat von Antiocheia infolge der byzantinischen Reconquista einen Aufschwung erfährt. Dieser Zeit gehört auch die in lokaler Bauweise aus Lehmziegeln errichtete Kirche an. 1266 wird die christliche Bevölkerung gezwungen, Qara und das Kloster für längere Zeit zu verlassen. Eine Neubesiedlung erfolgt erst in osmanischer Zeit. Anfang des 20. Jhs. wird das Kloster erneut aufgegeben. Nach einem weitgehenden Verfall wird es seit 1994 wieder hergerichtet, so auch die Kirche, in der die Wandmalereien aufgedeckt wurden.  

Ziele

Ziel des Projekts ist zum einen die Bestandssicherung der stark vom Verfall gefährdeten Wandmalereifragmente, zum anderen deren Dokumentation und wissenschaftliche Bearbeitung.  

Ergebnisse

    
  Mar Yakub zu Qara, Apostel Markus  

Seit 1999 förderte das DAI vier Kampagnen, in deren Verlauf ein internationales Team von deutschen, syrischen und ägyptischen Restauratoren den stark gefährdeten Bestand an Malereifragmenten vollständig aufgedeckt, fixiert und weitgehend gereinigt hat. Zusammen mit weiteren Fragmenten, die seit 1972 in den Museen von Damaskus und Deir Atiye aufbewahrt werden, bilden die Malereien aus Mar Yakub ein Ensemble, dem für die Kenntnis von der christlichen Wandmalerei im syrisch-libanesischen Raum ein hoher Stellenwert einzuräumen ist. Zwei Malschichten sind zu unterscheiden. Für die erste Malschicht (erste Hälfte des 11. Jahrhunderts) ist ein in der Region bislang einzigartiger Christuszyklus bemerkenswert. Von der zweiten Malschicht (spätes 12. Jahrhundert) kann aus den Fragmenten die Apsiskomposition mit Engeln, Propheten und Aposteln zusammengesetzt werden.  

Kooperationen

Die Arbeiten werden in Kooperation mit der Generalverwaltung der Antiken und Museen (Damaskus) und dem Metropoliten von Homs, Hama und Yabrud sowie dem 'Paul van Moorsel Centre for Christian Art and Culture in the Middle East' (Universität Leiden, Niederlande) und Prof. Dr. Andrea Schmidt (Katholische Universität Louvain la Neuve, Belgien) durchgeführt.  

externe Ansprechpartner

Dr. Stephan Westphalen
Pfaffenstück 25
D-37077 Göttingen
E-Mail: lembke.katja@t-online.de.

Literatur

Andrea Schmidt - Stephan Westphalen, Christliche Wandmalereien in Syrien: Qara und das Kloster Mar Yakub, mit Beiträgen von Sebastian Brock, Mat Immerzeel und Christine Strube (Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients, Verlag Dr. Ludwig Reichert, Wiesbaden 2005).  

 


 
 

Aktualisiert: 11.06.2008

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