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Deutsche Archäologen entdecken Monumentalinschrift im Reich der Königin von Saba

 
 

Bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Sirwah (Jemen) wurde eine über sieben m lange Steininschrift entdeckt. Es handelt sich dabei um die bislang monumentalste Inschrift, die in Südarabien bei wissenschaftlichen Ausgrabungen gefunden wurde. Der Stein lag im Heiligtum des sabäischen Gottes Almaqah mit der Inschriftenseite verdeckt im Sand.


Die Ausgrabung stand unter der Verantwortung von Dr. Iris Gerlach, der Leiterin der Außenstelle des DAI in Sanaa. Wie Dr. Iris Gerlach, mitteilt, wurde der sieben Tonnen schwere Steinblock bei einem Erdbeben von seinem ursprünglichen Podest gestürzt. Dank der logistischen Unterstützung von jemenitischer Seite konnte der Stein unversehrt wieder aufgerichtet werden.


Nach Auskunft des Jenaer Epigraphikers Norbert Nebes, stellt die Inschrift das bedeutendste historische Dokument für den südarabischen Raum in der Mitte des 1. Jahrtausends v. Chr. dar. Der Text berichtet von Kriegen, die ein sabäischer Herrscher gegen seine unmittelbaren Nachbarn im Südosten und Norden des Jemen führt. Er ist ein erstes Zeugnis dafür, dass die Sabäer zu diesem Zeitpunkt nach wie vor den Handel auf der Weihrauchstraße kontrollierten.

Tagesspiegel vom 20.4.2006

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updated: 04/17/08

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