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Schadenskartierung der Ghuta von Damaskus |
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Unter den verschiedenen Quellen, vor allem Einträge in Jahresberichten, ragt ein Augenzeugenbericht über das Erdbeben von 1759 heraus. Den Bericht verfaßte im Jahr der Katastrophe ein anonymer Autor, der die entstandenen Schäden dokumentierte und systematisch beschädigte öffentliche Gebäude wie Moscheen, Madrasen, Bäder, Karawansereien u. a. in Damaskus und as-Salihiyya auflistet. Vor allem der Omayyadenmoschee, dem zentralen religiösen Bauwerk der Stadt, und ihrer Beschädigung werden ausführliche Beschreibungen gewidmet. Es handelt sich um den äußerst seltenen Fall einer Bestandsaufnahme von Schäden zu einem exakten Zeitpunkt, die möglicherweise noch unbekannte Gebäude enthält und einen terminus ante quem für Zerstörung bzw. post quem für Errichtung, Renovierung oder Anbau von Gebäuden bzw. Gebäudeteilen geben kann. Der Text stellt gewissermaßen einen Schadenskatalog offizieller Bauten in Damaskus um die Mitte des 18. Jhs. dar. Er wurde vollständig ediert und übersetzt und mit den übrigen Berichten zum Erdbeben ausgewertet. Diese Auswertung diente zunächst als Grundlage zur Kartierung der Zerstörungen im Umland von Damaskus und der Stadt selbst. Sie gibt ein Bild der Katastrophe vom Standpunkt von Damaskus aus, dem zu dieser Zeit am dichtesten besiedelten Zentrum in Bilad ash-Sham, und zeigt, in welchem Radius Zerstörungen in und um Damaskus in der Stadt wahrgenommen wurden bzw. von Bedeutung waren.
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