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Ausgedehnte mittelalterliche Stadtwüstung im Orchon-Tal
Aktuelle Ausgrabungen in der Hauptstadt Dschingis Khans in Partnerschaft mit dem Historischen Institut der Mongolischen Akademie
Lage
Das Orchon-Tal im Herzen der Mongolei ist die Wiege spätnomadischer Stadtkultur und die bedeutendste spätnomadische Stadtlandschaft im nördlichen Zentralasien. Hier in den Weidegebieten seines dritten Sohnes und Thronfolgers Ögödej (1229-1241) gründete Dschingis Khan 1220 die Stadt Karakorum, nach Marco Polo "die erste Gründung der Tartaren seit ihrem Auszug aus den Stammlanden".
Im Orchon-Tal, am Fuße des Hanggai auf 1500m ü. NN gelegen, erstreckt sich auf 1,5 km Länge nördlich des Klosters Erdene Zuu die Stadtwüstung des mittelalterlichen Karakorum. Aus dem verhältnismäßig flachen Relief der nur etwa 2 qkm großen Wüstung heben sich neben dem drei Meter hochragenden Palasthügel (ca. 100 x 45 m) etliche Wohnpodeste und Wallanlagen heraus.
Stadtanlage
Viertorige, rechteckig umrissene, von einem Erdwall umgebene Stadtanlage; über ein zentralaxiales Straßenkreuz Nord-Süd/ Ost-West in Quartiere gegliedert: mutmaßlich national/ funktionale Viertel u.a. der Muslime (Bazar), der Chinesen und Europäer (Handwerker/ Manufakturen); sakrale Bereiche mit buddhistischen, taoistischen Tempeln, mit Moscheen und einer nestorianischen Kirche; eine Stadt in der Stadt bildet der durch Mauern und Wälle abgetrennte Palastbezirk (etwa 250 x 260 m) im Südwesten Karakorums.
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