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Der Stadthügel von Munigua
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Die Kupfermine von La Pepa
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Im Zentrum der Sierra Morena
50 Jahre Ausgrabungen in dem römischen Munizipium von Munigua (Provinz Sevilla/Spanien)
Munigua, etwa 50 km nordöstlich der Provinzhauptstadt Sevilla in der Sierra Morena gelegen, gehört zu den ältesten Grabungsunternehmungen der Abteilung Madrid. Begonnen wurden die Arbeiten dort im Jahr 1956.
Hatte das Interesse zunächst dem höchst bemerkenswerten Terrassenheiligtum und den übrigen sakralen und öffentlichen Bauten auf dem Stadthügel gegolten (Abb. 1), wandte sich die Forschung der siebziger bis neunziger Jahre dem privaten Wohnungsbau zu und den Nekropolen.
Seit 1999 geht es in einer neuen Etappe darum, den Blick auf die Wirtschaftsgrundlage der Stadt zu lenken.
Ein Thema, das sich zunehmend als Schlüssel zum Verständnis der römischen Stadt, ihrer Anlage und sogar ihrer Gründung erweist.
Munigua ist der derzeit größte bekannte Eisenproduzent der westlichen Baetica. Neben Eisen wurde Kupfer verhüttet. Das Erz wurde unter (Abb. 2) und über Tage abgebaut. Das Munizipium weist einige besondere Merkmale auf. Dazu gehört seine geringe Stadtgröße und die kleine Zahl der Wohnhäuser. Im Gegensatz dazu finden sich aufwendige und große öffentliche Bauten. Erklären lässt sich dies mit der Tatsache, daß es sich um einen Zentralort handelt, der für die gesamte Region der mittleren Sierra Morena als Bezugspunkt diente. Es handelt sich um eine Siedlungsform, die sich in den zahlreichen Bergbauregionen der Iberischen Halbinsel häufig findet, die jedoch in Munigua zum ersten Mal systematisch untersucht wurde.
Festveranstaltungen zum Jubiläum
Am Freitag, dem 19. Mai, wird dem breiten Publikum im Archäologischen Museum (Museo Arqueológico) von Sevilla eine ganztägige Vortragsreihe geboten, die Einblick in die verschiedenen Themen und Fragestellungen gibt, welche im Laufe der Jahre in Munigua behandelt worden sind.
Die beteiligten Archäologen, Bauforscher, Denkmalpfleger, Epigraphiker, Geologen, Metallurgen und Geophysiker aus Spanien, Deutschland, Portugal und England werden berichten.
Programm zum download (PDF, 9 KB)
Eine Ausstellung, die am Abend durch die andalusische Kultusministerin und den deutschen Generalkonsul in Sevilla eröffnet wird, rundet diese Veranstaltung ab.
Zu dem Ereignis wird ein Heft erscheinen, das Ausstellung und Berichte zusammenfasst.
Am Samstag, dem 20. Mai wird vormittags in dem Ort Villanueva del Río y Minas, in unmittelbarer Nähe von Munigua, in der Casa de Cultura eine weitere Ausstellung eröffnet, in der sich das Deutsche Archäologische Institut und besonders die Abteilung Madrid mit einigen ihrer Projekte präsentiert.
Am Nachmittag folgt der Besuch und die Führung durch die Ruine.
Alle sind herzlich eingeladen.
Place : Sevilla
begins : 19.05.2006
finish date : 20.05.2006
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