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Der Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, DAI, Prof. Dr. Hermann Parzinger, ist zum neuen Mitglied in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften berufen worden.
Von Mai 2005 bis Mai 2006 wurden 14 Mitglieder in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften neu gewählt. Ihr gehören damit 156 Ordentliche und 49 entpflichtete Ordentliche Mitglieder, 70 Außerordentliche Mitglieder sowie ein Ehrenmitglied an, 23 Mitglieder sind Frauen. Die neuen Mitglieder wurden am 5. Mai 2006 in der Wissenschaftlichen Sitzung zum Leibniztag der Akademie vorgestellt.
Hermann Parzinger
Jg. 1959, Vor- und Frühgeschichte, Prähistorische Archäologie
Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI)
Geisteswissenschaftliche Klasse
Ordentliches Mitglied
aus der Begründung der Akademie für seine Wahl:
"Hermann Parzinger hat Vor- und Frühgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Provinzialrömische Archäologie in München, Saarbrücken und Ljubljana studiert und 1985 in München promoviert. 1991 erfolgte die Habilitation und Ernennung zum Privatdozenten an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1995 wurde er zum Gründungsdirektor der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin berufen. Seit dieser Zeit leitet er Ausgrabungen in Türkisch-Thrakien, in der Russischen Föderation, in Kasachstan, in Uzbekistan, in Tadjkistan und im Iran. 2003 wurde er zum Präsidenten des DAI gewählt. 1998 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sein wissenschaftliches Engagement und sein Erfolg zeichnen sich durch eine außerordentliche Breite der Interessen in geographischer und chronologischer Hinsicht aus. Seine Dissertation behandelt den mitteleuropäischen Raum in der Eisenzeit, die Habilitation widmet sich Südosteuropa und Vorderasien vom Neolithikum bis zur frühen Bronzezeit. Mitte der 1990er Jahre erweitert sich der Radius seines Wirkens weit nach Osten bis hin nach Südsibirien und Mittelasien."
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