Start   DAI   Forschung   Recherche   Kontakt   Infos   Aktuell   Jahresbericht 
English   

Workshop zu Produktionszentren archaischer Keramik von großem Interesse

Der interdisziplinäre Workshop »Produktionszentren archaischer und klassischer Keramik« veranstaltet vom Institut für Klassische Archäologie und dem Interdisziplinären Zentrum Alte Welt, (IZAW), der Freien Universität Berlin sowie der Abteilung Eurasien des Deutschen Archäologischen Instituts stieß auf große öffentliche Resonanz.

Mehr als 80 Teilnehmer folgten kürzlich der Einladung in die Räume des DAI.

Eröffnet wurde das kleine, aber auf gebündelte Fragestellungen konzipierte Programm mit den Begrüßungsworten von PD Dr. Mayke Wagner, der zweiten Direktorin der Abteilung Eurasien des DAI.
Daran schlossen sich die Begrüßungsworte des Veranstalters Dr. Martin Langner im Namen des Instituts für Klassische Archäologie und des IZAW der Freien Universität Berlin an sowie eine kurze Einführung in das Thema durch Dr. Udo Schlotzhauer von der Abteilung Eurasien des DAI.

Der erste Vortrag von Dr. Michael Kerschner (ÖAI, Wien) beinhaltete neben grundsätzlichen methodischen Fragen zur Archäometrie und solchen der Interpretation naturwissenschaftlicher Herkunftsuntersuchungen auch einen kurzen Überblick über neu entdeckte Töpferzentren der Aiolis und Nordionien.
Für diese konnte eine überraschende Produktionsvielfalt aufgezeigt werden. Letzteres wurde im folgenden Beitrag von Dr. R. Posamentir (DAI, Istanbul) für einen vermutlich am Hellespont zu lokalisierenden Produktionsort bestätigt.
Dr. Udo Schlotzhauer (DAI Eurasien-Abteilung, Berlin) stellte die seit über hundert Jahren als stilistisch zusammengehörig erkannten sog. samischen Kopfkantharoi zur Diskussion.
Frau Dr. M. Daskiewicz (Firma Archea, Warschau) stellte eine Probeserie aus Selinunt auf Sizilien vor. Aus diesem Gebiet liegen bislang erst wenige Ergebnisse zu lokalen Keramikprodukten vor.
Der Vortrag von Dr. M. Langner (Institut für Klassische Archäologie, FU Berlin) hatte die sog. Kertscher Vasen zum Thema. Eine Reihe von beprobten Beispielen, die sich heute in den Staatlichen Berliner Museen befinden, haben ergeben, dass auch solche Stücke die aufgrund ihrer schlechten Qualität als lokale Nachahmungen galten, in Athen selbst hergestellt wurden. Dennoch wurden sie beispielsweise bis ins nördliche Schwarzmeergebiet verhandelt.

In der Abschlussdiskussion wurde resümierend hervorgehoben, dass archäometrische Analysen eben der archäologischen Interpretation bedürfen, um aussagefähig zu sein. Außerdem wurde der Aspekt der unterschiedlichen Qualitätsstufen archaischer und klassischer Zeit thematisiert.

Kontakt

Deutsches Archäologisches Institut
Zentrale - Pressestelle
Podbielskiallee 69-71
Tel.: + 49-(0)30-8 300 8-120
Fax: + 49-(0)1888-7711-191

Ansprechpartnerin: Tatjana Petersen
Mobil: 0160 - 93 76 81 17
EMail: presse@dainst.de
www.tatjanapetersen.de

Seite drucken
   
   
 
 

Aktualisiert: 01.08.2006

Copyright 2002-2008 Deutsches Archäologisches Institut | Impressum & Disclaimer  Sitemap