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Sensationsfund: 2500 Jahre alte Skythenmumie aus mongolischem Eiskurgan geborgen.
Grabkammer eines Kriegers enthält prächtigen Pelzmantel und vergoldeten Kopfschmuck.

Einem internationalen Team um den DAI-Präsidenten Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger gelang Ende Juli 2006 im Permafrostboden des mongolischen Altai ein Sensationsfund.

In einer unzugänglichen Gebirgsregion in 2600 Meter Höhe im Dreiländereck Mongolei, China und Rußland entdeckten die Wissenschaftler einen intakten Eiskurgan (Grabhügel). In dessen Grabkammer war ein skythenzeitlicher Reiterkrieger bestattet. Das Grab konnte geöffnet und die bis auf das Gesicht teilweise noch sehr gut erhaltene Mumie des Kriegers unbeschadet geborgen werden. Der Fund stammt aus dem 4./3. Jahrhundert vor Christus und kann der skythenzeitlichen Pazyryk-Kultur im Altai zugeordnet werden. Etwa 2500 Jahre hatte der Verstorbene im ewigen Eis überstanden und ist auf diese Weise vorzüglich konserviert worden. Er trug noch einen prächtigen Pelzmantel und einen kunstvoll verzierten und vergoldeten Kopfschmuck.

Das Team der Skythenforscher, zu denen auch Prof. Molodin, Vize-Präsident der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften in Novosibirsk, und Prof. Ceveendorz, Direktor des Instituts für Archäologie der Mongolischen Akademie der Wissenschaften in Ulan Baator gehören, vergleichen den Fund mit früheren spektakulären Entdeckungen in Eiskurganen der Altai-Region.

Nach ihrer Bergung werden die Fundstücke nach Ulan Baator gebracht und dort konserviert und restauriert. Das ZDF berichtet in seiner Reihe "Schliemanns Erben" in allen Einzelheiten über den Sensationsfund. Ein "Schliemanns Erben"-Team war während der Ausgrabungen anwesend. Sendetermin ist der 19. Dezember 2006 um 20.15 Uhr.

DAI-Präsident Parzinger berichtete ausführlich über die Entdeckung der Skythenmumie aus dem mongolischen Eiskurgan auf der Pressekonferenz am 24. August 2006 im Auswärtigen Amt. Zu diesem Anlass wurden aktuelle Pressefotos vorgestellt, die hier eingesehen werden können. Hochauflösende Bilder können unter Angabe der Bildnummer zu den marktüblichen Konditionen beim DAI bestellt werden: orient.photothek@dainst.de

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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Aufnahme des Kopfbereiches
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Gesamtansicht des Grabes mit dem teilmumifizierten Leichnam.
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Gräberfeld Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: nach dem Reinigen der Steinaufschüttung.
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Landschaft am Olon-Kurin-Gol im mongolischen Altaj. Links am rechten Ufer des Sees ist das Camp der deutsch-russisch-mongolischen Grabungsmannschaft zu erkennen.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: nach dem Entfernen der Steinaufschüttung, in der Mitte ist die ungestörte Grabgrube zu erkennen.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: die freigelegte Grabkammer aus mächtigen Lärchenbalken, am oberen Rand sind die Reste von zwei Pferden zu sehen.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Zwei aus Holz geschnitzte Greifenköpfe vom Riemenschmuck der Pferde; die Holzschnitzereien waren ursprünglich mit dünner Zinnfolie überzogen.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Oberkörper der skythenzeitlichen Kriegermumie mit Pelzmantel, tierstilverziertem Holzhalsreif und hölzerner Gürtelplatte (im Vordergrund) unmittelbar nach dem Öffnen der Grabkammer.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Beine der skythenzeitlichen Kriegermumie mit Pelzmantel und Filzstiefeln sowie mit dem hölzernem Stiel eines Streitpickels vor den Knien und Resten eines hölzernen Köchers hinter den Beinen.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Gefäße aus Holz und Horn links neben dem Kopf des Verstorbenen.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Reinigen und Probenentnahme in der Grabkammer.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: hölzerne Pferdefigur vom Kopfschmuck der skythenzeitlichen Kriegermumie; das Pferd war ursprünglich mit dünner Goldfolie überzogen und trug goldene Hörner eines Steinbocks, was die für den skythischen Tierstil typische Wandlungsfähigkeit der Tiere verdeutlicht.
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Olon-Kurin-Gol 10, Kurgan 1: Grab mit skythenzeitlicher Kriegermumie (Endzustand vor Beginn der Objektbergung).


Pressestimmen zum Fund:
                                                   

Kontakt

Deutsches Archäologisches Institut
Zentrale - Pressestelle
Podbielskiallee 69-71
Tel.: + 49-(0)30-18 77 11-120
Fax: + 49-(0)30-18 77 11-191
mobil: +49-(0)1522-870 49 62

Ansprechpartnerin: Nicole Kehrer, M.A.
EMail: presse@dainst.de

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Aktualisiert: 18.06.2009

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