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In der oberägyptischen Königsmetropole von Abydos stießen Forscher der Abteilung Kairo offenbar auf Überreste des Osiris-Kults. Im Grab des Königs Djer (um 2950 v. Chr.) entdeckten der Direktor der Abteilung Kairo, Günther Dreyer, und seine Mitarbeiter Kalksteinfragmente, die wohl von einem Sarkophag und seinem Deckel stammen. Dieses Grab war ein zentrales Osiris-Heiligtum im Mittleren Reich (um 2057-1795 v. Chr.). Weil der Gott als einer der ersten Könige galt, suchten die alten Ägypter sein Grab in Abydos und identifizierten das Grab des Djer als das des Osiris. Schon Ende des 19. Jahrhunderts war der französische Archäologe Emile Amélineau dort auf eine Skulptur gestoßen, die Osiris auf einem Bett ruhend darstellt. Die Hieroglyphen mit dem Namen des Stifters waren aber herausgehackt worden; lediglich das Zeichen für den Gott Re, Teil vieler Königsnamen, hatte man geschont. Genau so war auch der Sarkophag behandelt worden- ein Indiz dafür, dass zwischen beiden Kultobjekten ein Zusammenhang besteht.
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