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Starkes Interesse bei Kaukasus-Symposium zur Archäometallurgie
"Von Maikop nach Trialeti - Gewinnung und Verbreitung von Metallen und Obsidian in Kaukasien im 4.-2. Jt. v. Chr." Eine Zusammenfassung der Ergebnisse
Vom 1.-3. Juni fand im Ethnologischen Museum Berlin-Dahlem das Symposium "Von Maikop nach Trialeti - Gewinnung und Verbreitung von Metallen und Obsidian in Kaukasien im 4.-2. Jt. v. Chr. -" statt.
Es wurde vom Deutschen Archäologischen Institut, Eurasien-Abteilung (Prof. Dr. Svend Hansen, Dr. Ingo Motzenbäcker), dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum (Prof. Dr. Andreas Hauptmann), sowie der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, (Prof. Dr. Ernst Pernicka) veranstaltet und durch die Volkswagen Stiftung gefördert.
Mit der organisatorischen Durchführung des Symposiums waren Frau M.A. Patricia Rahemipour und Dr. Ingo Motzenbäcker betraut; sie wurden dabei von den studentischen Hilfskräften Juliane Lippok und Michael Müller tatkräftig unterstützt.
An dem Symposium nahmen 28 Referenten aus Armenien, Azerbaidschan, Deutschland, Frankreich, Georgien, Iran, Russland und den USA teil. Die Vorträge wurden von 4 Diskutanten (Prof. Dr. Evgenij Chernykh, Moskau; Prof. Dr. Philip Kohl, Wellesley; Prof. Dr. Stephan Kroll, München; Prof. Dr. James Muhly, Athen) geleitet.
Insgesamt besuchten rund 100 Personen, darunter zahlreiche Studenten aus den Berliner Universitäten und Stipendiaten aus verschiedenen Ländern die Veranstaltung.
Das Symposium ist die Fortsetzungsveranstaltung einer Tagungsreihe, die das in Georgien überaus wichtige Thema der Archäometallurgie zum Inhalt hatte. Das letzte Symposium wurde 1996 in Sighnagi organisiert.
Vor allem die Georgier hatten darauf gedrängt, nach Ablauf von nunmehr zehn Jahren, ein weiteres Symposium zu organisieren. Dabei wurde von den Veranstaltern Berlin als Tagungsort gewählt, um die noch immer politisch brisanten Aspekte in den Kaukasus-Ländern zu neutralisieren. So konnten wir neben den georgischen Kollegen vor allem auch solche aus Russland, Azerbaidschan und Armenien einladen. Nur auf diese Weise war es möglich, die erforderlichen überregionalen Aspekte des Kaukasus-Gebietes und Vorderasiens befriedigend auszuleuchten.
Die Tagung wurde mit einer Reihe von Vorträgen über Obsidian eingeleitet, wobei naturgemäß Forschungen in Armenien im Vordergrund standen. Die Vorträge spiegelten eine intensive internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet wieder, wobei die Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden und Konzepte deutlich wurde - und damit spürbare interdisziplinäre Kooperationen.
Einen Schwerpunkt bildeten die Vorträge über die frühe Metallurgie, die überregional, von Iran und Ostanatolien bis in die Gebiete nördlich des Kaukasus, die Gewinnung und Verbreitung von Metallen in den Kaukasusländern umfassend beschrieben. Aufgrund seines Reichtums an Erzlagerstätten war Georgien Mittelpunkt der meisten dieser Vorträge.
Es zeigte sich, dass dies ein außerordentlich fruchtbares Forschungsgebiet für weitere wissenschaftliche Zusammenarbeiten darstellt.
Auf besonderes Interesse stießen die Vorträge des DBM, die sich mit dem Goldbergbau in Georgien befassten und die neuesten Forschungsergebnisse referierten. Die Eurasien-Abteilung war mit drei Vorträgen an der Tagung beteiligt.
Schließlich rundeten Überblicksvorträge zur Metallurgie in den Regionen rings um Kaukasien, also im Nord- und westpontischen Raum, Iran und Anatolien ab.
Die Tagung bot wie erhofft genügend Anlässe, Aspekte von Nachwuchsförderung und Kooperationen zu verfolgen und die traditionelle Zusammenarbeit deutscher (Nachwuchs-)Wissenschaftler mit Kollegen aus den o.g. Ländern, besonders aber mit Georgien zu vertiefen und zu intensivieren.
Place : Berlin
begins : 03.06.2006
finish date :
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