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Verabschiedung des Ersten Direktors der Römisch-Germanischen Kommission (RGK).

 
Dr. Friedrich Lüth
 
Prof. Dr. Dr. h.c. mult.
Siegmar von Schnurbein

Am 31.10.2006 findet um 16 Uhr im Frankfurter Römer die Verabschiedung des Ersten Direktors der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) des Deutschen Archäologischen Instituts, Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Siegmar von Schnurbein, und die Amtseinführung seines Nachfolgers, Herrn Dr. Friedrich Lüth, statt.

Der Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, Herr Prof. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, wird vor mehr als 500 in- und ausländischen Gästen die Verdienste beider Archäologen würdigen. Als dienstältestes Mitglied der Kommission wird Herr Prof. Dr. Dieter Planck sprechen, der zugleich Präsident des Präsidiums der deutschen Verbände für Archäologie ist.

S. von Schnurbein ist seit 1978 an der RGK tätig, war mehrere Jahre Zweiter Direktor und leitet das Haus seit nunmehr 16 Jahren, in denen er sich vor allem für das Zusammenwachsen der archäologischen Forschung in Deutschland nach der Wende eingesetzt und das Engagement der RGK im Ausland verstärkt hat. Während seiner Amtszeit fanden Grabungen der RGK in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Portugal, Rumänien, Serbien, Spanien und in der Türkei statt; internationales Aufsehen hat vor allem das deutsch-französische Projekt in Alesia (Frankreich) erregt.

Das Hauptinteresse von Schnurbeins galt und gilt der Archäologie der Römischen Provinzen und den Kontakten mit den Germanen. Mit seinen Ausgrabungen in Waldgirmes bei Gießen, der ersten römischen Stadtgründung im unbesetzten Germanien, hat er alte Lehrmeinungen ins Wanken gebracht und der Römerforschung neue Impulse verliehen. Seine Mitarbeit in zahlreichen in- und ausländischen Gremien, sein wissenschaftliches und über das Normalmaß hinausgehende persönliche Engagement im In- und Ausland, gepaart mit einem außergewöhnlichen diplomatischen Geschick, waren Anlass für zahlreiche Ehrungen.

Sein Nachfolger, Dr. Friedrich Lüth, der zum 1. November sein Amt antritt, ist seit 1992 Landesarchäologe von Mecklenburg-Vorpommern und damit Leiter des Landesamtes für Bodendenkmalpflege und des Archäologischen Landesmuseums.

Zuletzt hat er den gesamten Bereich des Kulturerbemanagements einschließlich der Bau- und Kunstdenkmalpflege geleitet.
Auch er ist in zahlreichen Gremien tätig, so ist er etwa Beauftragter des Verbandes der Landesarchäologen in Deutschland für Europäische Angelegenheiten und Vertreter der ständigen Kultusministerkonferenz bei den Verhandlungen zur UNESCO-Charta zum Schutze des kulturellen Erbes unter Wasser; seit 2004 steht er dem Europarat in Straßburg in Fragen des Kulturerbe-Managements beratend zur Seite. Er ist Gründungsmitglied des Europae Archaeologiae Consilium und hat einige Jahre der Kulturerbe-Kooperation im Ostseerat vorgestanden (www.baltic-heritage.net).

Sein wissenschaftliches Interesse gilt u.a. dem Ostseegebiet, wo er sich insbesondere mit der Zeit zwischen dem 6. und 4. Jahrtausend v. Chr. auseinandersetzt.

Kontakt: Dr. Susanne Sievers
Zweite Direktorin
Römisch-Germanische Kommission
des Deutschen Archäologischen Instituts

Palmengartenstr. 10-12
D-60325 Frankfurt
Tel. 069 / 97 58 18 27
Fax 069 / 97 58 18 40
E-Mail sievers@rgk.dainst.de

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Deutsches Archäologisches Institut
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Im Juli und August ist die Pressestelle Di von 9.00-15.30 Uhr und Mi von 9.00-15.00 Uhr besetzt.

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updated: 11/15/06

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