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Hermann Parzinger
Die Frühen Völker Eurasiens
Vom Neolithikum bis zum Mittelalter
Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung
1045 Seiten mit 266 Abbildungen, davon 14 in Farbe, sowie 28 farbigen Tafeln und 3 beigelegten Klapptafeln
Leinen 98,-[D] / sFr 155,- / 100,70[A]
Der Prähistoriker Herman Parzinger legt mit diesem Band eine eindrucksvolle Synthese der Forschung zu den frühen Völkern Eurasiens vor - und mithin jenes schier unermesslichen Raumes, der von Osteuropa über den Vorderen Orient und Zentralasien bis nach China reicht.
Der Fokus seiner Darstellung liegt auf dem Gebiet zwischen Ural und Pazifik sowie zwischen Südlichen Randgebirgen und Nordmeer.
Wer die geschichtlichen Entwicklungen in Asien und Europa besser verstehen will, der muß sich auch mit den frühen wirkungsmächtigen Prozessen befassen, die die Kulturen und Völker dieses gewaltigen Gebietes über Jahrtausende hinweg prägten:
Im Lichte archäologischer Erkenntnisse über das Neolithikum erscheint diese Epoche als erste Phase der Regionalisierung Nordasiens - ein Vorgang, der kennzeichnend ist für die gesamte Vor- und Frühgeschichte. Im Frühmittelalter hatte sich schließlich zwischen Ural und Pazifik jene ethnische Gliederung herausgebildet, die teilweise bis heute fortlebt.
Das vorliegende Werk, das den neuesten Forschungsstand präsentiert, ist dem Ziel gewidmet, diese komplexen Entwicklungen von der Jungsteinzeit bis zum Mittelalter nachzuzeichnen und verständlich zu machen.
Das besondere Augenmerk des Autors gilt dabei stets der Verbreitung beweglichen und unbeweglichen archäologischen Fundmaterials, den Zeugnissen der materiellen Kultur, der Chronologie, dem Siedlungswesen, der Wirtschaftsweise, dem Grabbrauch sowie den künstlerischen Ausdrucksformen der Völker.
Um dem Leser die kulturelle Vielfalt der Frühzeit Eurasiens möglichst anschaulich und facettenreich vor Augen zu führen, hat der Autor diesem Buch zahlreiche farbige Karten, Farbtafeln und insgesamt über zweihundertfünfzig Abbildungen beigegeben. So entwirft er ein lebendiges und zugleich differenziertes Bild von der Kulturentwicklung Nordasiens und seiner Nachbargebiete.
Hermann Parzinger ist Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts; er war Gründungsdirektor und von 1995 bis 2003 Leiter der Eurasien-Abteilung des DAI.
Er wurde 1998 mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet und sorgte international für Aufsehen mit seinen Grabungserfolgen in der sibirischen Steppe.
Von ihm ist bei C.H.Beck lieferbar: Die Skythen (bsr 2342, 2004).
Diese Publikation entstand mit großzügiger Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung.
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VERLAG C.H.BECK
MÜNCHEN
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