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Jetzt soll die Mumie aus dem Eis in der Abteilung Anatomie und Embryologie des Bereichs Humanmedizin der Universität Göttingen paläopathologisch und anthropologisch untersucht werden.
Aus diesem Grund laden wir zu einem Pressegespräch Thema:
"Eismumie aus der Mongolei"
Montag, 18. Dezember 2006, um 12:30 Uhr
Abteilung Anatomie und Embryologie
Kleiner Hörsaal
Kreuzbergring 36, 37075 Göttingen
Parkmöglichkeiten: Parkplatz zwischen Abt. Biochemie/Biophysiologie und Abt. Anatomie
oder: Parkhaus Goßler Straße
Prof. Dr. Dr. Michael Schultz leitet die Untersuchungen. Die Göttinger Abteilung genießt auf dem Gebiet der Paläopathologie international eine hohe Expertise und setzt Untersuchungstechniken ein, die es anderenorts nicht gibt. "Unser Ziel ist es, den Gesundheitszustand dieses skythischen Kriegers zu rekonstruieren, Hinweise auf seine Lebensgewohnheiten zu erlangen und möglicherweise die Todesursache festzustellen. Da sich der Körper dieses skythischen Kriegers gut erhalten hat, hoffen wir, wesentliche biografische Fakten dieses eisenzeitlichen Mannes aus dem Altaigebirge aufzudecken", sagt Professor Schultz.
Bei den Untersuchungen kommen makroskopische, lupenmikroskopische, endoskopische und radiologische Techniken zum Einsatz. Außerdem werden licht- und rasterelektronenmikroskopische sowie biochemische (Proteomik) und molekularbiologische Verfahren (alte DNA) durchgeführt:
Die Mumie ist dank des Dauerfrostbodens in der Höhe bis auf das Gesicht und den Oberkörper gut erhalten geblieben. Der Mann ist jung, zwischen 30 und 40 Jahre alt, blond und gehört vermutlich der Oberschicht an. Der "Krieger aus dem Eis" trägt einen prachtvollen Pelzmantel und vergoldeten Kopfschmuck, dazu Hosen, Filzstiefel, im Köcher die Pfeile für seinen Bogen, am Gürtel Dolch und Streitaxt. Das Grab enthielt sogar 2.500 Jahre alte Fleischreste und Geschirr.
Der skythische Krieger könnte der Wissenschaft neue Erkenntnisse über Ernährung und Krankheiten der Vergangenheit liefern. "Der Fund erlaubt uns damit einen einzigartigen Einblick in die Welt dieser Menschen", erläuterte Professor Parzinger.
Ihre Gesprächspartner während des Pressetermins sind:
Dr. Tuvdendorjiin Galbaatar, Botschafter der Mongolei
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Präsident des Deutschen Archäologischen Institutes
Prof. Dr. Cornelius Frömmel, Vorstand Forschung und Lehre, Bereich Humanmedizin - Universität Göttingen
Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Geschäftsführende Direktorin des Zentrums Anatomie, Bereich Humanmedizin - Universität Göttingen
Prof. Dr. Christoph Viebahn, Direktor der Abteilung Anatomie und Embryologie, Bereich Humanmedizin - Universität Göttingen
Prof. Dr. Dr. Michael Schultz, Abteilung Anatomie und Embryologie, Bereich Humanmedizin - Universität Göttingen
Pressemeldungen zum Thema:
Bericht und Video über die Forschungsarbeiten an der Mumie durch die Universität Göttingen von Focus Online.
Kontakt:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stefan Weller
Robert-Koch-Str. 42
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