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Deutschland hat seit 1. Januar 2007 für sechs Monate die Präsidentschaft des Rates der Europäischen Union inne.

Das Deutsche Archäologische Institut setzt sich in zahlreichen Forschungsarbeiten mit dem Thema Europa und seiner Entwicklung in den verschiedenen Epochen auseinander. Hierbei wird das Zusammenspiel der Kulturen im europäischen Kontext aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleucht: das Forschungsspektrum reicht von Siedlungsgrabungen zur Klärung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte jungsteinzeitlicher Bevölkerungen bis hin zur Analyse politischer Machtdemonstration an Bauten der jüngsten Vergangenheit. In gezielten Einzeluntersuchungen bis hin zu großräumigen Verbundprojekten wird den vielseitigen Wurzeln und Verflechtungen europäischer Entwicklung auch abseits der "Wiege Europas" nachgespürt. Sie steuern ihre ganz eigenen Erkenntnisse zum Thema Europa bei und helfen so, die ganze Vielfalt europäischer Einflüsse und Geschichte(n) zu begreifen. Der europäische Gedanke spielt allerdings nicht nur inhaltlich eine große Rolle: ein Großteil der Forschungsprojekte ist nur im Verbund mit zahlreichen Partnern aus den europäischen und angrenzenden Gastländern realisierbar.

Einige dieser Projekte möchten wir Ihnen auf dieser Seite vorstellen.
Ferner finden Sie hier Hinweise und Links zu weiterführenden Informationen und Veranstaltungen zum Thema.

Kontakt

Deutsches Archäologisches Institut
Zentrale - Pressestelle
Podbielskiallee 69-71
Tel.: + 49-(0)1888-7711-120
Fax: + 49-(0)1888-7711-191

Ansprechpartnerin: Tatjana Petersen
Mobil: 0160 - 93 76 81 17
EMail: presse@dainst.de
www.tatjanapetersen.de

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Posterserie "Europa"

Unsere neue Posterserie illustriert das Thema Europa anlässlich der deutschen EU-Ratspräsidentschaft mit Motiven aus der wissenschaftlichen Arbeit des DAI.

Die Poster können Sie bestellen unter presse@dainst.de.
Bitte geben Sie Verwendungszweck und Ihre Adresse an.


EU-Ratspräsidentschaft:
Weiterführende Informationen zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 finden Sie auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes
und auf der offiziellen Homepage: www.eu2007.de

unter anderem:
Tagungskalender mit Informationen zu den wichtigsten Veranstaltungen im Januar und Februar 2007,
Hinweise zu Anreise und Kontaktadressen,
Registrierung für den Newsletter und den News-Alert,
Medienvertreter können sich zu den Veranstaltungen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 anmelden.

Anfragen können an die mail-Adresse info@eu2007.de gerichtet werden.


 
CAA 2007:
Vom 2. bis zum 6. April 2007 findet in Berlin die 35. Internationale Jahreskonferenz für Computeranwendungen und quantitative Methoden in der Archäologie (CAA) unter der Schirmherrschaft von Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier statt.

Organisatoren sind das Deutsche Archäologische Institut (DAI), das Interdisziplinäre Zentrum Alte Welt (IZAW) der Freien Universität Berlin, die Antikensammlung Berlin (Pergamonmuseum, Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz) und die CAA Deutschland.

Ziel der Konferenz ist es, internationale Experten verschiedener Disziplinen zusammenzubringen, um neue Entwicklungen im Bereich archäologischer Computeranwendungen zu diskutieren.


 
Frühe Menschenbilder - Felsbilder im Latmosgebirge
Eine Ausstellung im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.
Die in den letzten Jahren von Dr. Anneliese Peschlow-Bindokat im Latmos-Gebirge der Westtürkei gefundenen Felsbilder zählen zu den großen Neuendeckungen der prähistorischen Archäologie Anatoliens. Aufgrund der einzigartigen Bildersprache und des homogenen Repertoires tragen diese Materialien dazu bei, die rituelle Gedankenwelt sesshaft gewordener früher Gemeinschaften besser zu verstehen.Die viersprachig konzipierte Wanderausstellung wurde in Deutschland, in Italien sowie in Istanbul gezeigt. Im Anschluss an die Präsentation in Ankara wird die Ausstellung der Türkei als Geschenk übergeben und an ihrem endgültigen Ort, dem Museum von Muğla, aufgestellt. >>>

Ausgewählte Projekte des DAI



Projekte der Zentrale:
Rom, Palatin: Die antike Bezeichnung palatium für die Residenz der römischen Kaiser auf dem Palatin in Rom fand Eingang in zahlreiche europäische Sprachen: das italienische Wort palazzo, das französische palais, das englische palace und der deutsche Begriff Palast zum Beispiel lassen sich darauf zurückführen. Ein Projekt des DAI widmet sich der baugeschichtlichen Erforschung der Entwicklung dieser namensgebenden Kaiserpaläste.
Pompeji: Dokumentation und Erforschung der Casa dei Postumii sowie von Hauskomplexen der Insula 16.


Projekte der Abteilung Athen:
Athen, Kerameikos: Der Kerameikos von Athen war ein antikes Produktionszentrum der Athener Töpfer. Die hier hergestellte Keramik wurde wegen ihrer hervorragenden Qualität schon in der Antike bis nach Spanien im Westen und bis nach Georgien im Osten exportiert. Vom griechischen Begriff für Töpfer (Kerameus), leiten sich die modernen Worte Keramik, frz. céramique, engl. ceramics ab.
Entlang der antiken Straßen, die das Grabungsgelände durchqueren, entstanden schrittweise vor den beiden Stadttoren repräsentative Grabanlagen, deren Denkmäler durch günstige Bedingungen hervorragend erhalten sind. Die Erforschung der Straßen mit den Gräbern von Reichen und Armen, Botschaftern und Sklaven, Fremden und Athenern gibt Einblick in das reale Funktionieren der athenischen Demokratie, die als Vorbild für das politische System der meisten europäischen Länder gedient hat. Entlang der Kerameikosstraße, die die größte und prächtigste Straßenanlage Athens war, lagen Staatsgräber für Gefallene, aber auch die Gräber bedeutender historischer Persönlichkeiten und begnadeter Künstler. Die Grabdenkmäler des Kerameikos sind seit dem 19. Jh. auf vielen Friedhöfen Europas nachgeahmt worden. Sie regen bis heute Künstler und Literaten aus vielen europäischen Ländern zu neuen Interpretationen und eigenem Schaffen an.
Olympia: Ort der antiken Olympischen Spiele mit bis heute internationaler Bedeutung.
Tiryns: Bedeutendste Festungsanlage der mykenischen Zeit in Griechenland. Im Mythos besonders mit den Kyklopen und Herakles verbunden.


Projekte der Abteilung Rom:
Selinunt: Eine griechische Koloniestadt aus Sizilien zwischen den Kulturen.
Paestum: Die griechischen Tempel als architektonische Idealbilder des europäischen Klassizismus
 
Rom: Forum Romanum, Basilika Aemilia, antike Bauten als Vorbilder eines neuen Baustils in der Renaissance
 


Projekte der Abteilung Istanbul:
Netzwerk zum Thema "Manifestationen von Macht und Hierarchien in Stadtraum und Landschaft".
Das Staatsgebiet der heutigen Türkei war im Laufe einer mehrtausendjährigen Geschichte Ort vielfältiger kultureller und politischer Entwicklungen, die für die Ausprägung Europas von zentraler Bedeutung waren. Vor diesem Hintergrund untersucht das wissenschaftliche Netzwerk, wie die Gestaltung von Stadtraum und Landschaft zur Manifestation von Macht und Hierarchien eingesetzt wurden.
 
Hattusha/Bogazköy: Die Ausgrabungen des DAI in Hattusha widmen sich der Hauptstadt eines der wichtigsten Großreiche im östlichen Mittelmeer-Raum, an der Schnittstelle zwischen Europa und Orient. Darüber hinaus wurden die königlichen Archive mit zehntausenden Keilschrifttafeln zu Tage gefördert, die die Erforschung einer der ältesten bekannten indo-europäischen Sprachen ermöglichen.
 
Milet: Bedeutende antike Hafenstadt, u.a. bekannt für seine streng rasterförmige Stadtstruktur nach den städtebaulichen Lehren des Ideen des Hippodamos von Milet, die prägenden Einfluß auf die europäische Stadtbaukunst haben.
 
Pergamon: Als best erhaltene und erforschte Residenzstadt einer hellenistischen Dynastie (3.-1. Jh. v. Chr.) liefert Pergamon ein frühes Beispiel für das Nebeneinander von Herrschersitz und Bürgerstadt, eine Verbindung, die seit der Antike das Bild zahlreicher europäischer Metropolen prägt.
 
Elaia: Die Hafenstadt des antiken Pergamon steht für die weitreichenden militärischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen der hellenistischen Metropole, die die Ägäis und das Mittelmeer als Kommunikationsraum im Südosten Europas nutzte.
 


Projekte der Römisch- Germanischen Kommission (RGK) Frankfurt a.M.:
EU Projekt NetConnect (im Aufbau): Multimediale Präsentation archäologischer Projekte.
Okolište und Butmir: Ausgrabungen an jungsteinzeitlichen Siedlungsplätzen in Zentralbosnien. Die Auswertung der Siedlungsfunde soll Auskunft über die technologischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen jungsteinzeitlicher Bevölkerungen am Übergang zur Kupferzeit geben. Innnerhalb Südosteuropas ist dabei Zentralbosnien das Bindeglied zwischen den unterschiedlich ablaufenden Entwicklungen von Zentralbalkan und östlichem Adriaraum.


Weitere Projekte:
Beispielgeben für die Brücke zwischen Europa und Asien sind die Forschungen zu den Skythen.
Barsučij Log: Forschungen zu skythenzeitlichen Eliten in der südsibirischen Steppe (Projekt der Zentrale).
Arzhan: Eine skythische Fürstennekropole in Tuva, Südsibirien (Projekt der Zentrale):
   
   

 
 

Aktualisiert: 18.01.2007

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