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NETconnect

NETconnect-Projekt, gefördert durch die Europäische Union

NETconnect erstellt mithilfe von 3D-Rekonstruktionen virtuelle Ansichten von drei ei-senzeitlichen Siedlungsplätzen in Europa. Beteiligt sind die Siedlungen Glauberg (Deutschland), Biskupin (Polen) und die Magna Graeca (Italien).

Lage

Glauberg, Kreis Wetterau, Hessen

Abteilungen:
Römisch-Germanische Kommission (RGK) Frankfurt a.M.

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

 

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Geschichte

siehe Projekte "Frühkeltische Fürstensitze" der RGK:
"Fürstensitze" & Umland
Fürstensitz Glauberg
 

Ziele

    
   

Der Projektteil, der in Frankfurt ausgearbeitet wird, umfasst die Erstellung eines 3D-Szenarios des keltischen Glaubergs unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Ziel der Darstellung ist eine Rekonstruktion des prähistorischen Natur- und Kulturraums, die Anschaulichkeit und Imaginationskraft mit wissenschaftlich vertretbarer Darstellung verbindet. Als Ergebnisse sollen virtuelle Szenarien für unterschiedliche Medien entstehen:
- Für das neu zu errichtende "Keltenmuseum" am Glauberg wird ein, dem Ausstellungskonzept angepasstes virtuelles Szenario entstehen.
- Zur Erschließung des Außengeländes wird ein mobiler Guide erstellt.
- Eine Internetplattform bietet dem Laien die Möglichkeit, den Glauberg virtuell zu erschließen, Experten und Wissenschaftlern wird die Plattform als Forum und Medium zum Austausch über neue Technologien und die mit einer virtuellen Darstellung von Archäologie eng verknüpfte theoretische Diskussion liefern.
Neben der anschaulichen Darstellung kulturgeschichtlicher Zusammenhänge soll auch der Nutzen der virtuellen 3D-Rekonstruktion für die wissenschaftliche Interpretation er-forscht werden. Sie bietet beispielsweise hervorragende Möglichkeiten, den gesicherten Befund von wissenschaftlicher Interpretation und der für die verständliche Darstellung notwendigen Spekulation abzugrenzen. Ein Vorteil gegenüber realen Rekonstruktionen, bei denen die Kenntlichmachung von Beobachtetem und Fiktion schwieriger ist. 

Forschungsgeschichte

    
   

Seit über 100 Jahren ist der vor- und frühgeschichtliche Glauberg das Ziel archäolo-gischer Forschungsanstrengungen. Das Auffinden mehrerer reicher Gräber sowie der bekannten Grabstele im Jahr 1994 hat die Forschung abermals beflügelt und zu zahlreichen spektakulären Erkenntnissen geführt. Mittlerweile sind interdisziplinäre Forschungsprojekte mit der Aufarbeitung des Siedlungsplatzes und seines naturräumlichen Umfeldes betraut. Zwei dieser Projekte sind im Rahmen des DFG-Schwerpunktprojektes "Fürstensitze und Umland" ebenfalls bei der RGK angesiedelt. 

Kooperationen

    
   

Archäologische Partner sind die Universität Warschau und die Universität Consenza mit ebenfalls eisenzeitlichen Zentralorten:
Biskupin (Polen) und die griechischen Kolonien der Magna Graeca
Für die technische Umsetzung sind die Firmen VicomTech (San Sebastian), GraphiTech (Trento), das "Digital Design Studio" der Glasgow School of Arts und das Darmstädter "Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung" (IGD) zuständig. 

Ansprechpartner

 Ruth Beusing M.A.

Telefon: 069-975818-43
Telefax: 069-975818-38
Email: beusing@rgk.dainst.de

Förderung

Das Projekt wird durch die Europäische Union gefördert.  


 
 

Aktualisiert: 01.02.2007

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