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MACHU - MAnaging Cultural Heritage Underwater

EU-Projekt "Culture 2000": MACHU - MAnaging Cultural Heritage Underwater. Developing, implementing and combining techniques to locate, monitor and protect the underwater cultural heritage and making it accessible for the benefit of the people

Entwicklung, Erprobung und Kombination von Techniken zur Lokalisierung, Beobachtung und zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser. Aufbau einer länderübergreifenden europäischen GIS-Datenbank für Forschung und Öffentlichkeitsarbeit

Lage

Im Projekt werden die archäologischen Fundstellen unter Wasser an der Ostseeküste des Landes Mecklenburg-Vorpommerns erfasst. Dazu gehören neben Wrackfunden auch Reste von Hafenanlagen, überflutete steinzeitliche Siedlungsplätze und andere Hinterlassenschaften. Gezielte Untersuchungen zu Zerstörungsvorgängen an archäologischen Fundstellen sollen in zwei Kernregionen durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um die Wismarbucht im westlichen und die Küstengewässer der Insel Rügen im östlichen Landesteil, für die bereits als Schwerpunktregionen des SINCOS-II-Projektes umfassende Informationen vorliegen.

Abteilungen:
Römisch-Germanische Kommission (RGK) Frankfurt a.M.

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

 

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Geschichte

Archäologische Denkmale unter Wasser sind aufgrund ihrer Unsichtbarkeit und Unzugänglichkeit lange Zeit unberücksichtigt geblieben. Dabei stellen sie wichtige und einzigartige Quellen für die europäische Kulturgeschichte dar, insbesondere für die Erforschung der Nutzung maritimer Ressourcen, der Verkehrswege und des Handels entlang der Küsten durch die Jahrhunderte hindurch. Durch die besonderen Erhal-tungsbedingungen im "feuchten Milieu" können sich unter Wasser und in den Meeressedimenten wertvolle Kulturgüter aus sonst bereits zerfallenden Materialien erhalten. Sowohl von prähistorischen Siedlungsstätten als auch von mittelalterlich / frühneuzeitlichen Schiffswracks und Hafenanlagen konnten wertvolle, z.T. einmalige Fundstücke geborgen werden.
Aber gerade diese natürliche Umwelt, der wir das Bestehen dieser Kulturgüter verdan-ken, gefährdet und zerstört sie auch wieder durch dynamische Prozesse, die am Meeresboden besonders an den Küsten ablaufen. Diese Prozesse, die auch teilweise durch menschliche Eingriffe hervorgerufen werden, gilt es zu erkennen und zu verstehen, um geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln.
Voraussetzung dafür ist die möglichst vollständige Erfassung der bekannten archäologischen Denkmale unter Wasser und die Beobachtung ihres Erhaltungszustandes. 

Ziele

    
   

Das Hauptziel des MACHU-Projektes ist deshalb der Aufbau einer länderübergreifenden europäischen GIS-Datenbank, in der alle Unterwasserfundplätze an den Küsten der beteiligten Länder registriert werden. In dieser GIS-Datenbank werden die archäologischen und historischen Informationen mit denen über die Umwelteinflüsse am Fundplatz und über mögliche Gefahrenquellen, die zur Zerstörung führen können, verknüpft.
Diese Datenbank soll Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden, um so den internationalen Austausch wesentlich zu erleichtern. Über das Internet sollen die wichtigsten Informationen auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, die großes Interesse an diesem Teil unseres gemeinsamen Kulturerbes zeigt. Durch die Teilhabe an diesem Wissen und die ablaufenden Zerstörungsprozesse wird sie Schutzmaßnahmen stärker befürworten. Nicht zuletzt soll die Datenbank Kulturpolitikern und Denkmalpflegern dabei helfen, geeignete Strategien und Gesetzesgrundlagen für den Schutz des Kulturerbes unter Wasser zu entwickeln. 

Methoden

Da die Zerstörungen an Unterwasserfundstellen häufig nicht direkt sichtbar und die Ursachen nicht ausreichend erforscht sind, müssen Erkenntnisse über den Ablauf der Zerstörungsprozesse gesammelt werden, damit für den praktischen Schutz und Erhalt der Denkmäler neue Konzepte entwickelt werden können.
Dafür werden an zwei Fundstellen an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns Datalogger aufgestellt. Diese Messgeräte erfassen chemische und physikalische Parameter wie die Salinität, Temperatur, Strömung und Sedimentationsrate in ihrer Umgebung, so dass Änderungen erkannt werden und eventuelle Zerstörungen an der Fundstelle auf die Umwelteinflüsse zurückgeführt werden können. 

Kooperationen

    
   

Project leader:
Rijksdienst voor Archeologie, Cultuurlandschap en Monumenten (RACM), Niederlande, www.racm.nl
Co-organiser in Niederlanden: Rijkswaterstraat (RWS), www.rijkswaterstaat.nl
Co-organiser in Belgien: Vlaams Instituut voor Onroerend Erfgoed (VIOE), www.vioe.be
Co-organiser in Polen: Centralne Muzeum Morskie / Polish Maritime Museum, www.cmm.pl
Co-organiser in Portugal: Instituto Porgtuguês de Arqueologia / Centro Nacional de Ar-queologia Náutiqua e Subaquática (IPA/CNANS)
Co-organiser in Schweden: Statens Maritima Museer
Co-organiser in Großbritannien: English Heritage, www.english-heritage.org.uk 

Ansprechpartner

Dipl. Prähist. Stefanie Klooß

Telefon: 0385 5214 563
Telefax: 0385 5214 199
Email: stefanie.klooss@web.de

Dr. rer. nat. Harald Lübke

Telefon: 0385 5214 563
Telefax: 0385 5214 199
Email: harald.luebke@imail.de

Prof. Dr. phil. Friedrich Lüth

Telefon: 069-975818-26
Telefax: 069-975818-40
Email: direktion@rgk.dainst.de
weitere E-Mail Adresse: lueth@rgk.dainst.de

externe Ansprechpartner

N.N., Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, Mecklenburg-Vorpommern, Postadresse: Domhof 4/5, 19055 Schwerin

Förderung

EU-Projekt:
"Culture 2000 Framework Programme"
(Project Ref. N° CLT/2006/A2/NL-2031)  


 
 

Aktualisiert: 08.02.2007

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