|
Der Skythenkongress: Reiternomadische Eliten der eurasischen Steppe
vom 05.07. - 07.07.2007
im Otto-Braun Saal der Staatsbibliothek zu Berlin.
Pressetext als PDF
Pressemeldung: Gibt es Kultur ohne Tod?
Die archäologischen Funde, die mit den Reiternomaden der Skythenzeit in Verbindung gebracht werden, haben von jeher viel Aufmerksamkeit erfahren. Das liegt zum einen an den monumentalen Grabkonstruktionen der Zeit. Bis heute sind zahlreiche Kurgane bereits von weitem sichtbar und regen die Phantasie des Betrachters an:
Wie war es möglich, solche Bauten zu errichten? Wer waren die Menschen, die das veranlasst haben? Welche Rückschlüsse über Machtrepräsentation und Charisma früher Eliten ermöglichen sie? Und nicht zuletzt, welche religiöse Motivation trieb die Erbauer dazu, einen solchen Aufwand zu betreiben?
Auf der anderen Seite stehen die Funde den Bauten in nichts nach. Die Region um das Altaigebirge in der heutigen Mongolei trat beispielsweise im vergangenen Jahr ins Licht der Öffentlichkeit, nachdem dort in einem Eiskurgan die Mumie einer männlichen Bestattung geborgen wurde.
Dem öffentlichen Interesse an den Ausgrabungen der skythenzeitlichen Gräber und den darin enthaltenen Funden wird nun durch die Ausstellung "Im Zeichen des goldenen Greifen. Königsgräber der Skythen" im Martin-Gropius Bau Rechnung getragen.
Das Deutsche Archäologische Institut und die Staatlichen Museen zu Berlin veranstalten vom 05.-07.07.2007 - dem Jahr der Geisteswissenschaften - einen an die Ausstellung angegliederten Kongress, der durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanziert wird. Hier soll die bereits begonnene Suche nach Antworten auf internationaler Ebene fortgesetzt werden.
Im Zentrum des Kongresses steht die Idee, die Ergebnisse zahlreicher interdisziplinärer Projekte zusammenzuführen und zu vertiefen, sowie einen Überblick über aktuelle Forschungen zu liefern. Dabei werden nicht nur archäologische Grabungen ins Blickfeld genommen, sondern in besonderem Maße auch Erkenntnisse anderer Disziplinen wie beispielsweise der Naturwissenschaften präsentiert. In einer abschließenden Podiumsdiskussion mit Historikern, Ethnologen, Kulturwissenschaftlern und Soziologen wird der 'Blick über den Tellerrand' unter dem Titel Gibt es Kultur ohne Tod? Fragen um Totenkult und Herrschaftsrepräsentation abgerundet. Gerade diese Interdisziplinarität zeichnet aktuelle archäologische Forschung aus, und der geplante Kongress bietet den angemessenen Rahmen für weiterführende Diskussionen.
Es konnte ein großer Kreis namhafter Wissenschaftler aus dem In- und Ausland für die Tagung gewonnen werden. Interview- und Gesprächstermine können unter der unten angegebenen Kontaktadresse vereinbart werden. Ein detailliertes Programm und weiterführende Informationen finden sich unter www.skythenkongress.de
Die Teilnahme am Kongress ist für Interessierte frei; es wird jedoch um Anmeldung gebeten.
Ort: Otto-Braun-Saal in der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33.
Zeit: 05.07. - 07.07.2007 (Uhrzeiten entnehmen Sie bitte dem Programm)
Kontakt: Deutsches Archäologisches Institut, Patricia Rahemipour (Organisation)
Podbielskiallee 69-71
14195 Berlin
Tel.: +49 (0)1888 - 7711 - 101
Fax: +49 (0)1888 - 7711 - 190
skythenkongress@dainst.de
|