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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger besiegelt mit Prof. Dr. Volker Nienhaus und Prof. Dr. Helmut Brückner (v.l.) den Kooperationsvertrag. Foto: Philipps-Universität Marburg
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Das DAI und die Philipps-Universität Marburg stärken mit diesem Vertrag die institutionalisierte Zusammenarbeit und können auf diese Weise voneinander profitieren. "Dadurch werde der profilbildende Schwerpunkt Geoarchäologie an der Universität Marburg weiter gefördert", so Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Nienhaus. DAI Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger nannte den Kooperationsvertrag einen "sinnvollen Schritt auf dem Weg der dringend nötigen Vernetzung von deutschen Forschungsinstitutionen, die international tätig sind."
Die gemeinsamen Forschungsprojekte zwischen der Philipps-Universität Marburg und dem DAI haben sich in den letzten fünfzehn Jahren erheblich verstärkt. Das DAI ist direkt dem Auswärtigen Amt zugeordnet und unterhält 15 Zweigstellen im In- und Ausland. Es ist damit eines der weltweit größten und bedeutendsten archäologischen Institute. Der Forschungsverbund Geoarchäologie erhält über die Kooperationsvereinbarung somit eine weltweite Anbindung an die Forschungsstätten des DAI.
Der Präsident des DAI, Prof. Dr. Dr. h.c. mult.Hermann Parzinger, betonte, dass es für beide Seiten vorteilhaft sei, gemeinsame Ziele offensiv nach außen zu vertreten. Mit dem Vertrag eröffne sich für das DAI der Zugang zur geoarchäologischen Forschung: "Für unsere Archäologen ist es wichtig zu wissen, wie sich die Landschaft geändert hat, um ihre eigenen Grabungsfunde besser deuten zu können." Mit dem Kooperationspartner Philipps-Universität erhält das DAI Unterstützung auf dem Gebiet der Rekonstruktion früherer Landschaften, die Möglichkeit der Prospektion auch in Gebieten, in denen Grabungen unmöglich sind (z.B. bei hohem Grundwasserstand) und auch Zugriff auf effektive, kostengünstige und schnelle Methoden zur Untergrunderkundung. "Durch unsere verstärkte Zusammenarbeit werden wir bei vielen Fragestellungen einen umfassenderen Lösungsansatz verfolgen können, zum Beispiel zur Ursache und Chronologie von Siedlungen oder deren Aufgabe", so Parzinger.
Derzeit laufen bereits zehn gemeinsame Projekte, (siehe Karte und Projekt-Verzeichnis).
Gemeinsame Publikation in internationalen Fachzeitschriften
"Durch unsere gemeinsamen Publikationen in international anerkannten Zeitschriften stärken wir unsere internationale Wahrnehmung einerseits und erhöhen unsere Chancen bei der Bewilligung gemeinsamer Forschungsprojekte andererseits", erklärt Prof. Dr. Helmut Brückner, Fachbereich Geografie des Marburger Forschungsverbundes. Über den Kooperationsvertrag können die Marburger Geoarchäologen die Logistik und Infrastruktur des DAI nutzen, das in vielen Ländern (vorwiegend Mittelmeerraum und Orient, z.B. in Athen, Madrid, Damaskus, Sana'a) vertreten ist. Die Teilnutzung der Grabungshäuser (z.B. Milet, Priene) erleichtert wesentlich den Aufenthalt der Marburger Arbeitsgruppe vor Ort, zudem hilft das DAI beim Transport von Geräten und Proben von und nach Deutschland.
Von der Kooperation profitiert die Nachwuchsförderung, insbesondere die Studierenden des Masterstudiengangs Geoarchäologie/Geoarchaeology, dem deutschlandweit ersten Studiengang dieser Art.
Seite der Universität Marburg
Kooperationsprojekte des Forschungsverbundes Geoarchäologie der
Philipps-Universität Marburg mit dem Deutschen Archäologischen Institut (PDF)
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Karte der Kooperationsprojekte
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