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Die detaillierte Bauaufnahme ergab aufgrund der Beobachtung von durchgehenden Baufugen sowie einem statisch nicht begründbaren Materialwechsel im Sockelbereich erste Hinweise auf unterschiedliche Bauphasen im Bereich der scaenae frons. Diese lassen sich auch entlang der analemmata nachweisen, wo Mauerzungen offensichtlich erst zu einer späteren Zeit angefügt wurden. Eine genaue Datierung der einzelnen Phasen steht jedoch noch aus. Die ersten Beobachtungen legen die Vermutung nahe, dass das ursprüngliche Bühnengebäude abweichend vom heutigen Istzustand gestaltet war. Denkbar wäre hier eine erste Bauphase ohne zugangsbetonende 'Anten'. Auf eine weitere umfassende Bauphase weisen die Marmorverkleidungen hin. Aufgrund verschiedener Indizien, wie beispielsweise die seitlich in den Stufen eingehauenen 'Kanäle', in die die Marmorplatten und -sockel eingelassen werden konnten, können nicht zum Ursprungsbau gehören. Sie sind vielmehr einer späteren Umbauphase zuzuordnen, die in der Literatur oft als "Marmorisierungsphase" angesprochen wird. Sicher ist, dass der Sockel des Bühnengebäudes ursprünglich nur aus Granit bestand, der, wie noch heute Putzspuren vor allem an der analemmata und an den Pilaster der aditus maximi belegen, mit einer vermutlich farbigen Putzschicht überzogen war. Da die Kapitelle der marmornen Säulenordnung aufgrund der Bauornamentik eindeutig in claudische Zeit zu datieren sind, ist anzunehmen, dass das ursprüngliche Bühnengebäude ein reiner Granitbau war. Beobachtungen an dem Inschriftenarchitrav vor dem westlichen aditus maximus ergaben, dass die Lage beider Architrave - sowohl im Westen als auch im Osten - falsch rekonstruiert wurde: Die Putzreste auf der Unterseite weisen auf eine völlig andere ursprüngliche Lage der Blöcke. Zudem finden sich an den zum Bühnengebäude hin gerichteten Stoßflächen grob bearbeitete 'Bossen', die darauf hinweisen, dass die Blöcke mit diesen Enden in ein anschließendes Mauerwerk gefügt waren. Eine detaillierte Bauaufnahme in diesen Bereichen soll die exakte Lage der Architravblöcke, die vermutlich um etwa 5,50 m weiter nach hinten verschoben zu rekonstruieren ist, bestätigen.
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