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Forschungsstelle Ulaanbaatar des DAI
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Bibliothek der Forschungsstelle
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Ulaanbaatar, Stadtansicht
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Qarabalgasun, Luftaufnahme
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Teilnehmer der Konferenz zur Archäologie in der Mongolei
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Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) arbeitet seit 1999 in der Mongolei. In enger Kooperation mit dem Institut für Archäologie der Mongolischen Akademie der Wissenschaften führt die Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des DAI in Bonn im Rahmen der Mongolisch-Deutschen Karakorum-Expedition Ausgrabungen im sog. Palastbezirk der altmongolischen Hauptstadt Karakorum durch. Ein weiteres erfolgreiches Projekt der Zentrale des DAI in Zusammenarbeit mit russischen und mongolischen Wissenschaftlern bildete die Ausgrabung eines Eiskurgans im mongolischen Altaj (Olon Guuriin Gol) im Sommer 2006. Zudem arbeiten Wissenschaftler des DAI seit 2007 auch in der altuighurischen Hauptstadt Harbalgas.
Auf Grund dieser vielfältigen Unternehmungen faßte das DAI gemeinsam mit dem Institut für Archäologie der Mongolischen Akademie der Wissenschaften den Beschluß, eine eigene Forschungsstelle in Ulaanbaatar einzurichten. Dank einer großzügigen Spende der Theodor-Wiegand-Gesellschaft konnte diese Forschungsstelle am 21. August 2007 durch den Präsidenten des DAI, Prof. Dr. H. Parzinger, in Anwesenheit des Präsidenten der Mongolischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. B. Chadraa, sowie des deutschen Botschafters, Herr Pius Fischer, eröffnet werden. Sie soll ein Zeichen setzen für die Präsenz des DAI in der Mongolei und den erklärten Willen, auch bis in fernere Zukunft an der archäologischen Erforschung der Mongolei kontinuierlich mitzuwirken.
Bezeichnend dafür ist das neue, längerfristig angelegte Orchon-Projekt des DAI, das im wesentlichen der Erforschung der uighurischen Hauptstadt Harbalgas im Orchon-Tal dienen soll. Im Rahmen der Eröffnung wurde ein entsprechendes Kooperationsabkommen in seiner mongolischen Vertragsfassung von den Präsidenten der Mongolischen Akademie und des DAI unterzeichnet -sichtbarer Ausdruck einer hervorragenden und zukunftsträchtigen Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten.
Ende August fand in Ulaanbaatar die erste Internationale Konferenz zur Archäologie in der Mongolei statt.
Ausrichter des Symposiums waren von mongolischer Seite die Akademie der Wissenschaften und das Nationalmuseum für Mongolische Geschichte, auf deutscher Seite das DAI sowie die Universität Bonn. Ermöglicht wurde die Konferenz durch das finanzielle Engagement der Gerda Henkel Stiftung, die zudem seit 2004 ein spezielles Programm zur Förderung junger ausländischer Kollegen auf dem Gebiet der Zentralasienarchäologie eingerichtet hat.
Im Rahmen der Tagung wurden erstmals mehr als 40 Forschungsprojekte zu allen Epochen präsentiert. Etwa 100 Teilnehmer aus der Mongolei und aus 12 weiteren Nationen verfolgten die Präsentationen in insgesamt acht Sektionen vom Paläolithikum bis zum Mittelalter sowie zu naturwissenschaftlichen Analysenverfahren. Schwerpunkte lagen auf der Eisenzeit, dem Frühmittelalter und den Prospektionsergebnissen ganzer Regionen.
Eine willkommene Bereicherung bot am Mittwochnachmittag eine Exkursion zum berühmten Fundort Noyon Uul. Dieses Gräberfeld nördlich von Ulaanbaatar wird seit einigen Jahren erneut untersucht. Im Mittelpunkt der letztjährigen Kampagne des mongolisch-russischen Forscherteams stand die Untersuchung eines mehr als 18 m eingetieften Prunkgrabes.
Die Veranstalter hoffen, mit dieser Konferenz einen internationalen Wissenschaftsdialog zur Archäologie in der Mongolei initiiert zu haben, der in den nächsten Jahren mit thematisch enger gefassten Veranstaltungen fortgesetzt werden soll.
Pressemitteilung Forschungsstelle_U-B.pdf
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