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Contents and Abstracts (english)
Inhalt
und Zusammenfassungen
Inhalt
A.
Scholl ΑΝΑΘΗΜΑΤΑ
ΤΩΝ
ΑΡΧΑΙΩΝ.
Die Akropolisvotive aus dem 8. bis frühen 6. Jahrhundert v.
Chr. und die Staatswerdung Athens
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A.
Schwarzmaier »Ich
werde immer Kore heißen« – zur Grabstele
der Polyxena in der Berliner Antikensammlung. Mit einem Anhang zu den
Schmuckgarnituren aus der Großen Blisniza auf der Halbinsel
Taman >>
H. Gans Der antike Isthmos von Syrakus.
Der topographische und städtebauliche Befund nach antiken,
mittelalterlichen und neuzeitlichen Quellen
>>
V. M. Strocka Aeneas, nicht Alexander! Zur
Ikonographie des römischen Helden in der pompejanischen
Wandmalerei. Mit zwei Anhängen zur Aeneas-Ikonographie
außerhalb der Wandmalerei >>
K.
Lippold Die Terrakottastatue der Eirene
des Kephisodotos von der Tonwarenfirma March
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Andreas Scholl,
ΑΝΑΘΗΜΑΤΑ
ΤΩΝ
ΑΡΧΑΙΩΝ.
Die Akropolisvotive aus dem 8. bis frühen 6. Jahrhundert v.
Chr. und die Staatswerdung Athens
Gegenstand der vorliegenden Untersuchung sind die Weihungen
der geometrischen und früharchaischen Zeit von der Athener
Akropolis. Die Betrachtung setzt mit den ältesten erhaltenen
Votiven aus mittelgeometrischer Zeit ein und endet mit der Beschreibung
eines radikalen Wechsels der Votivpraxis im frühen 6.
Jahrhundert. Dabei erweist es sich als möglich, die
Grundzüge der Votivpraxis im wichtigsten Heiligtum Athens und
Attikas seit der Mitte des 8. Jahrhunderts an Hand des
archäologischen Materials präziser zu beschreiben und
zu analysieren, als dies bislang geschehen ist. Kurze
Entwicklungsskizzen geben Einblicke in die für die Geschichte
des Heiligtums besonders aussagefähigen Votivgattungen. Dabei
wird der Versuch gemacht, die Akropolisvotive zur historischen
Situation Athens und Griechenlands in der Zeit vom 8. bis zum
frühen 6. Jahrhundert in Beziehung zu setzen. Es zeigt sich,
daß die Athener Akropolis bereits in der zweiten
Hälfte des 8. Jahrhunderts zum Zentralheiligtum der
entstehenden Polis aufstieg und diese Position im 7. Jahrhundert
festigen konnte.
Schlagwörter: Athen,
Akropolis – Votive, geometrisch-archaisch –
Poliswerdung – Religionsgeschichte – Forschungs-
und Rezeptionsgeschichte ▲
Agnes
Schwarzmaier, »Ich werde immer Kore
heißen« – zur Grabstele der Polyxena in der
Berliner Antikensammlung. Mit einem Anhang zu den Schmuckgarnituren aus
der Großen Blisniza auf der Halbinsel Taman
Die Grabstele der Polyxena in Berlin gilt bisher als
Darstellung einer
Priesterin, obwohl ihre Bekleidung gegenüber sicheren Bildern
derartiger Personen vollkommen isoliert steht. Eine detaillierte
Untersuchung, die alle Komponenten der Ikonographie in die Betrachtung
einbezieht, ergibt, daß Polyxena als Braut charakterisiert
ist, die in einem Heiligtum von Artemis oder einer anderen für
den Übergang vom Mädchen zur Frau
zuständigen Göttin eine Korenfigurine und ihren
Gürtel weiht. Letzterer dürfte, aus Metall bestehend,
in ihrer rechten Hand angestiftet gewesen sein.
Der Grabstein kennzeichnet Polyxena als unverheiratet verstorbenes
Mädchen, dem die nicht erlebte Hochzeit mit Hilfe des Reliefs
sozusagen nachgereicht werden sollte. Vergleichbare Grabstelen aus
Boiotien und Athen sowie Grabbeigaben aus Kindergräbern in
Athen und Süditalien bezeugen die weitverbreitete Vorstellung,
daß die verpaßte Hochzeit im Jenseits gefeiert werden
mußte.
Der Anhang zu den Juwelengarnituren aus der Großen Blisniza
auf Taman untersucht die Ikonographie der Schmuckstücke und
kommt zu dem Ergebnis, daß es sich jeweils nicht um einen
Priesterinnenornat, sondern um Brautschmuck gehandelt haben
dürfte, der zumindest im ›Grab der Dritten
Dame‹ einem Kind mitgegeben wurde. Bei der
›Demeterpriesterin‹ besteht ebenfalls die
Möglichkeit, daß die Grabinhaberin jung und
unverheiratet starb.
Schlagwörter:
Grabrelief, attisch – Ikonographie
– Braut – Schmuck ▲
Henning
Gans, Der antike Isthmos von Syrakus. Der topographische und
städtebauliche Befund nach antiken, mittelalterlichen und
neuzeitlichen Quellen
Die Rekonstruktion der Topographie des antiken Syrakus ist in
dem Punkt
zu korrigieren, der den Übergang von den
festländischen Teilen (Achradina) auf die Insel (Ortygia)
betrifft. Bislang nahm man an, daß der antike Isthmos nicht an
der Stelle gelegen habe, über den man heute die Stadtinsel
betritt, sondern viel weiter östlich auf dem Gelände
des Kleinen Hafens (Porto Piccolo), genauer zwischen Casanova (an der
Nordseite der Insel) und Scalo di Santa Lucia (auf dem Festland). In
dem vorliegenden Beitrag wird diese Lokalisierung zuvorderst durch
bisher unbeachtet gebliebene Geschichtsquellen aus der Antike bis in
die Neuzeit widerlegt. Das Hauptargument ist die Wiederauffindung des
Kastells Marchetto auf dem heutigen Isthmos, an dem zwischen 1528 und
1553 Funde gemacht wurden, die belegen, daß zumindest das bis
zum Marchetto reichende Stück des heutigen Isthmos bereits im
Altertum bestanden hat. Der antike Isthmos mit der
Steinbrücke, die Cicero und Strabon überliefern, ist
im Areal der heutigen Landenge und nicht im Kleinen Hafen zu suchen.
Schlagwörter:
Syrakus – Isthmos –
Topographie – Friedrich II. von Hohenstaufen ▲
Volker
Michael Strocka, Aeneas, nicht Alexander! Zur Ikonographie des
römischen Helden in der pompejanischen Wandmalerei. Mit zwei
Anhängen zur Aeneas-Ikonographie außerhalb der
Wandmalerei
Es gibt in den
Häusern Pompejis weit mehr Bilder mit Themen
der römischen Mythologie als bisher bekannt. Die hier
behandelten Aeneasbilder belaufen sich auf 21 Beispiele, von denen die
Hälfte übersehen wurde oder umstritten war. Sie
werden ikonographisch und im Rahmen der jeweiligen Bildprogramme
gedeutet. Es schließen sich Beobachtungen an, welche Themen
auf Vergils Aeneis zurückgehen und welche nicht, ferner wie
die Maler ihren eigenen Gesetzen folgen, auch wenn sie sich
bemühen, eine bekannte Vergilstelle zu illustrieren.
Schlagwörter:
Wandmalerei, pompejanisch –
Ikonographie – Aeneas
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Katharina Lippold, Die
Terrakottastatue der Eirene des Kephisodotos von
der Tonwarenfirma March
Die Eirene-Plutos-Gruppe in der Sammlung des Deutschen
Archäologischen Instituts aus der Berliner Terrakotta-Firma
March ist eine der schönsten gebrannten Tonstatuen des 19.
Jahrhunderts und gehört zu den bedeutendsten neuzeitlichen
Nachbildungen des verschollenen Bronzeoriginals von Kephisodotos. Die
gelb-beige Terrakotta wurde getreu der römischen Marmorkopie
in der Münchner Glyptothek reproduziert. Das Werk entstand
1871 im Auftrag des liberalen Politikers Georg von Bunsen, der die
Statue in den unruhigen Zeiten des Deutsch-Französischen
Krieges bewußt als Friedenszeichen für die Fassade
seines Hauses in Berlin-Schöneberg wählte. Dabei
konnte er auf die neuesten Forschungen von Heinrich Brunn
zurückgreifen, der im Katalog der Münchner Glyptothek
die Plastik erstmals als Eirene-Plutos-Gruppe des Kephisodotos
ausführlich beschrieb. Dank dieser Deutung und eines Gipses,
den Bunsen für March als Vorlage besorgte, erstellte der
Terrakotta-Unternehmer die genannte künstlerisch beachtliche
Nachbildung in Ton als »Der Frieden«. Sie besitzt
zudem eine herausragende technische Qualität, die v. a. in
ihrer Größe und hohen Wetterbeständigkeit
zum Ausdruck kommt. Die Gruppe zählt zu den wenigen noch gut
erhaltenen großplastischen Terrakotten und somit zu den
Meisterwerken der Irdenkunst in Europa.
Schlagwörter:
Antikenrezeption – Eirene des
Kephisodotos – Terrakottaplastik, neuzeitlich –
March, Paul ▲
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