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Istanbuler Mitteilungen 57

Profil der
Zeitschrift:

Erscheinungsverlauf: Jährlich
Beiträge zur Archäologie und Kulturgeschichte Kleinasiens und angrenzender Gebiete von der Frühgeschichte bis in die Osmanische Zeit.

Herausgeber:

PD Dr. Felix Pirson, Dr.-Ing. Martin Bachmann

Beirat:

Prof. Dr. Haluk Abbasoğlu (Istanbul)
Prof. Dr. Franz Alto Bauer (München)
Prof. Dr. Albrecht Berger (München)
Prof. Dr. François Bertemes (Halle)
Doç. Dr. Yaşar Ersoy (Ankara)
Prof. Dr. Ralf von den Hoff (Freiburg)
Prof. Dr. Mehmet Özdoğan (Istanbul)
Prof. Dr. Peter Pfälzner (Tübingen)
Prof. Dr. Christopher Ratté (Ann Arbor)
Prof. Dr.-Ing. Klaus Rheidt (Cottbus)
Prof. Dr.-Ing. Dorothée Sack (Berlin)
Prof. Dr. Martin Zimmermann (München)

verantwortliche
Redaktion:

Deutsches Archäologisches Institut
Abteilung Istanbul (türkçe)
Gümüşsuyu / İnönü Caddesi 10
34437   Istanbul
Tel : NEU! +90-(0)212-393 76 00
Fax : NEU! +90-(0)212-393 76 40 (Verwaltung)
Fax2: NEU! +90-(0)212-393 76 14 (Sekretariat)
E-Mail :

Richtlinien für
Publikationen:

Autoren werden gebeten, sich bei der Abfassung von Beiträgen am Merkblatt für die Autoren der Istanbuler Mitteilungen zu orientieren.

Verlag:

Verlag Ernst Wasmuth
Fürststr. 133
D-72017 Tübingen

Standardnr.:

ISSN 0341-9142

aktueller Band:

IstMitt 57, 2007


Inhalt:

THOMAS ZIMMERMANN, Kalınkaya-Toptaştepe, eine chalkolithisch-frühbronzezeitliche Siedlung mit Nekropole im nördlichen Zentralanatolien: Die Grabfunde der Kampagnen von 1971 und 1973

Zusammenfassung: Der folgende Artikel behandelt die in den Jahren 1971 und 1973 ergrabenen frühbronzezeitlichen Bestattungen der extramuralen Nekropole von Kalınkaya-Toptaştepe, Bezirk Çorum. Im Zuge der vom Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara initiierten Rettungsgrabungen konnte der am Fuße des Toptaştepe beim Dorf Kalınkaya gelegene, bereits teilweise durch mehrere Raubgrabungen zerstörte Friedhof vor dem vollständigen Verlust bewahrt werden. Pithosgräber repräsentieren hier die am häufigsten vertretene Bestattungsform, jedoch sind in geringer Anzahl auch Steinkisten und einfache Erdgräber vertreten. Keramik, Schmuck und Metallbeigaben, die größtenteils in das späte dritte Jt. zu datieren sind, zeigen erwartungsgemäß deutliche Affinitäten zum frühbronzezeitlichen Fundbestand des unmittelbar benachbarten Alaca Höyük, aber auch Fertigungstraditionen weiter entfernt liegender zentralanatolischer Fundplätze wie Resuloğlu oder Balıbatı kommen in den Grabfunden aus Kalınkaya zur Geltung. Von besonderem Interesse sind mehrere »rituelle« Gegenstände in Form von Stierstatuetten sowie einer abstrakt gestalteten Standarte, die Zeremonialgut, wie es beispielsweise aus Alaca Höyük oder Horoztepe bekannt ist, in einfacherer Form imitieren.


JÜRGEN SEEHER, Sägen wie die Hethiter: Rekonstruktion einer Steinschneidetechnik im bronzezeitlichen Bauhandwerk

Zusammenfassung: Die Hethiter haben für die Zurichtung der im Bau benötigten Steinblöcke hin und wieder Sägen benutzt. Es gibt Spuren von geraden Sägen, aber interessanter sind konkav gebogene Sägespuren, die ganz ähnlich auch im mykenischen Bereich vorkommen. Diese Parallele wurde verschiedentlich als Beleg für eine Kulturverbindung genannt, da sie auf einen komplizierten Arbeitsgang mittels einer pendelförmig aufgehängten Säge zurückzugehen schien. In diesem Beitrag wird gezeigt, daß die konkaven Sägeschnitte nicht von einer Pendelsäge stammen können. Die Analyse der Spuren und Versuche haben ergeben, daß sie das Resultat der Arbeit mit einer Rückensäge mit einem kurzen, weit vorspringenden Blatt sind. Mit solch einem Gerät lassen sich die Seitenflächen von großen Steinblöcken auch ohne lange Rahmensägen zuschneiden und begradigen, da man mehrere Schnitte hintereinander setzen kann - das Sägeblatt dringt von oben in die Fläche ein und muß nicht den ganzen Block in einem Arbeitsgang schneiden.


ALESSANDRA GILIBERT, Fünf Quadersteine aus Karkemisch. Eine unbekannte eisenzeitliche Bestattung an der Herald's Wall?

Zusammenfassung: Im Mittelpunkt dieses Artikels stehen fünf Basalt-Zylinder, die an der sogenannten »Herald's Wall« in Karkemisch liegend aufgefunden wurden. Hier wird die These aufgestellt, dass es sich bei diesem von der Forschung bisher weitgehend unbeachteten Befund um die Abdeckung eines Grabes handelt. Die vorgeschlagene Interpretation basiert auf (a) der Analyse der noch vorhandenen Überreste an der »Herald's Wall«; (b) einem vergleichbaren Befund in Zincirli; und (c) ergänzenden Indizien aus Karkemisch, darunter innerstädtische Begräbnisse und andere Spuren der Ahnenverehrung. Die vorgeschlagene Interpretation führt zu wichtigen Schlussfolgerungen, die zum Verständnis des eisenzeitlichen Karkemisch beitragen und insbesondere die Inszenierung des Ahnenkultes auf Freiflächen mit zeremoniellem Charakter innerhalb der Stadtmauern betreffen.


HANS LOHMANN, Forschungen und Ausgrabungen in der Mykale 2001-2006
Mit Beiträgen von Hermann Büsing, Frank Hulek, Georg Kalaitzoglou, Gundula Lüdorf, Marc Müllenhoff und Philipp Niewöhner


Zusammenfassung: Der vorliegende Bericht behandelt die allgemeinen naturräumlichen Gegebenheiten im Mykale-Gebirge, 61- 67 (Müllenhoff), die Ergebnisse eines extensiven Survey der Mykale unter historisch-topographischen und siedlungshistorischen Gesichtspunkten, 67-113, die Umdeutung des »Kastells« bei Güzelçamlı als Turmgehöft, 114-124 (Hulek), das mittelbyzantinische Kloster von »Hagios Antonios«, 125-129 (Niewöhner), die Ausgrabung des archaischen Panionion in den Jahren 2005 und 2006 einschließlich der Funde, 129-167 (Kalaitzoglou 141-157, Büsing 157-167) und die Ergebnisse eines Rastersurvey im Siedlungsareal von Melia sowie auf der Ebene zwischen Çatallar- und Belenkuyu Tepe unterhalb, 168-176 (Lüdorf). Im Zuge eines extensiven Survey in der Mykale (h. Dilek Dağları / Westtürkei) in den Jahren2001-07 wurden 2004 am Çatallar Tepe die befestigte karische Siedlung von Melia und das archaische Panionion, der zentrale Kultplatz des Ionischen Bundes, entdeckt. Von dieser Entdeckung fällt neues Licht auf die karisch-ionischen Beziehungen in archaischer Zeit, besonders da es klare Anzeichen für die Übernahme eines älteren karischen Kultes durch die Ionier im Panionion gibt. Die alte Hypothese von U. von Wilamowitz-Moellendorff, Melia und das archaische Panionion fielen topographisch möglicherweise zusammen, scheint sich somit zu bestätigen, während die Gründung des Ionischen Bundes und der Meliakos Polemos ans Ende des 7. Jhs. v. Chr. rücken. Nach der Zerstörung von Melia und seines Kultplatzes in Form eines kleinen früharchaischen Naiskos wurde um 570/60 v. Chr. über diesem ein Hekatompedos errichtet, das erste Panionion. Der Tempel verbindet einen achtsäuligen Pronaos mit einer annähernd quadratischen Cella und einer großen Lesche, offenbar dem Versammlungsraum des Ionischen Bundes. Ein intensiver Survey in der Umgebung des Tempels belegt, dass die karische Höhensiedlung Melia von 670 bis gegen 600 v. Chr. existierte, aber bereits zerstört war, als der Hekatompedos gebaut wurde.


RICHARD POSAMENTIR - SERGEY SOLOVYOV, zur Herkunftsbestimmung archaisch-ionischer Keramik: die Funde aus Berezan in der Eremitage von St. Petersburg II

Zusammenfassung: Nachdem im Vorjahr eine erste große Beprobungsserie an archaisch-ionischer Keramik aus Berezan mit zum Teil ganz überraschenden Ergebnissen durchgeführt und umgehend vorgestellt wurde, soll nun der Versuch unternommen werden, diese gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen. Vor allem zwei Fragen stehen dabei im Mittelpunkt: lassen sich Produkte der neu entdeckten milesischen Filialwerkstätte(n) am Hellespont auch optisch von den Erzeugnissen der Mutterstadt scheiden und welches Warenspektrum wurde in dieser Dependance hergestellt? Letztere Frage war auch an die bereits bekannten nordionischen bzw. möglicherweise äolischen Werkstätten zu richten, um ebenso hier Kriterien für äußerliche Unterscheidungsmerkmale zu entwickeln. Gleichzeitig sollte nun auch nach einer anzunehmenden nordionischen Filialwerkstatt Ausschau gehalten werden. Grundsätzlich konnten mit der neuen Probenserie viele der sich im Vorjahr abzeichnenden Tendenzen bestätigt werden, wodurch ein weiterer Schritt zum besserenVerständnis von archaisch-ionischer Keramikherstellung und -verhandlung gemacht werden konnte.


AENNE OHNESORG - MUSTAFA BÜYÜKKOLANCI, Ein ionisches Kapitell mit glatten Voluten in Ephesos. Dem Andenken von B. F. Weber

Zusammenfassung: Das kleine ionische Kapitell mit glatten Fronten und Polstern, das hier vorgestellt wird, wurde bei Straßenbauarbeiten in der Nähe der Isa Bey Moschee entdeckt. Es befindet sich jetzt im Depot der Johanneskirche, das zum Museum von Selçuk gehört. Obwohl es relativ schlecht erhalten ist, ist es möglich, eine Rekonstruktion seines ursprünglichen Aussehens vorzuschlagen, und es damit grob zu datieren. Dabei bleiben Ungewißheiten: es ist nicht klar zu entscheiden, ob die glatten Fronten der Voluten plastisch gestaltet oder nur aufgemalt waren, und ob die Voluten Augen hatten; ebenso unsicher ist, ob es einen Abakus gab, da er abgeschlagen wurde. Auch die Frage, ob das Kapitell fertiggestellt - und versetzt - war, kann nicht beantwortet werden. Trotzdem sind die Hauptproportionen klar: das Verhältnis Volute : Echinus : Volute beträgt ziemlich genau 1 : 1 : 1, das Verhältnis von Breite : Tiefe ca. 2,75 : 1. Unter gewissen Voraussetzungen kann das rekonstruierte glatte Kapitell aus Ephesos mit besser erhaltenen Exemplaren aus Samos, Milet, Thasos, Chios und insbesondere Halikarnassos verglichen werden; weitere Beispiele von anderen Stätten sind vor allem darin ähnlich, daß sie ebenfalls glatt sind. Die nächsten Parallelen zu unserem Kapitell - einschließlich des großen Kekrops-Kapitells auf der Athener Akropolis - legen eine Datierung um 500 v. Chr. nahe. Wegen seiner langgestreckten Form war es wahrscheinlich ein Votivkapitell - für eine Sphinx? -, obwohl keine Spuren einer Befestigung existieren. Die Studie wird abgeschlossen mit einer Auflistung ephesicher Kapitelle des 6. bis 4. Jhs. v. Chr. (außer denen aus dem Artemision), die verstreut publiziert und mit verschiedenen Numerierungen versehen sind.


HÜSEYIN CEVIZOĞLU, Becken und Ständer der klassischen Zeit in Klazomenai: Ein Zwischenbericht

Zusammenfassung: Der folgende Artikel befasst sich mit einer Serie von fragmentarischen Becken und Ständern der klassischen Zeit, die in Relieftechnik ausgeführt und im Stadtgebiet bzw. in der Umgebung des antiken Klazomenai gefunden wurden. Aufgrund der Datierung in das 4. Jh. v. Chr. stellen sie späte Beispiele der Gattung der Reliefvasen dar, die jedoch noch nicht umfassend bearbeitet wurden; typologisch unterscheiden sie sich grundlegend von denen der archaischen Periode.


ERHAN ÖZTEPE, Zu den Formen der Liegefalten und eingeritzten Linien in der griechischen Plastik

Zusammenfassung: Die in der hellenistischen Plastik häufig auftretenden Ritzlinien sind zum ersten Mal an weiblichen und männlichen Gewandstatuen in der klassischen Zeit am Parthenon nachgewiesen. Im 4. Jh. v. Chr. kommen die ritz- oder furchenartigen Linien sowohl in der Frei- als auch in der Reliefplastik vor. Im Hellenismus treten ritzartige oder erhabene plastische Linien gleichzeitig auf. Sie gewinnen besonders im Hellenismus an Bedeutung und weisen dann verschiedene Formen auf.


ULRICH RUPPE, Neue Forschungen an der Stadtmauer von Priene - Erste Ergebnisse

Zusammenfassung: Die in den Kampagnen 2002, 2003 und 2006 durchgeführten Untersuchungen an der Stadtmauer von Priene haben eine Fülle an neu erkannten Strukturen und Details erbracht, die geeignet sind, das Bild der Anlage zu vervollständigen. Außerdem wurde deutlich, dass der seit der Wiegand-Grabung Ende des 19. Jhs. vorherrschenden Meinung, die Stadtbefestigung von Priene zeige in bautechnischer Hinsicht ein weitgehend einheitliches Bild, eine differenziertere Einschätzung gegenübergestellt werden muss. Die Überlegungen basieren dabei sowohl auf der Beobachtung bautechnischer Details als auch auf der Analyse des strategischen Konzeptes vor dem Hintergrund der Entwicklung der Poliorketik, auf welche neu errichtete Befestigungen zwangsläufig antworten mussten. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Errichtung der Mauer der Unterstadt wohl in mehreren zeitnah zur Ausführung gekommenen Bauabschnitten, deren System heute teilweise nachvollzogen werden kann, weitgehend in einem Zuge erfolgte. Die Befestigung der Akropolis (Teloneia) scheint dagegen etwas später und sukzessive verwirklicht worden zu sein. Durch diese schrittweise Errichtung der Wehranlage konnten die jeweiligen Neuerungen in der Militärarchitektur einfließen. Aber auch nach ihrer Fertigstellung kam es zu umfangreichen Reparaturen, Ergänzungen und Ausbauten an der Befestigung, die sich anhand der Mauertechnik in vier Hauptgruppen einteilen lassen, deren Datierung allerdings Gegenstand weiterer Untersuchungen sein muss. Deutlich wird jedoch, dass zuletzt in spätbyzantinischer Zeit der gesamte Mauerring instand gesetzt und weiter ausgebaut wurde - eine Maßnahme, die wohl am plausibelsten mit der kurzen Herrschaft des Sabbas Asidenos zu Beginn des 13. Jhs. n. Chr. verbunden werden kann.


CORNELIE PIOK ZANON, Dank an Demeter: Neue Gedanken zu Architektur und Bedeutung des Demeter-Kultes in Pergamon im späten 3. Jh. v. Chr.

Zusammenfassung: Das Demeter-Heiligtum zählt zu den ältesten und am besten erhaltenen Kultstätten Pergamons. Wohl im 4. Jh. v. Chr. gegründet wurde das Heiligtum im Hellenismus in zwei Bauabschnitten zu einer Monumentalanlage ausgebaut, zunächst durch Philetairos, dem Begründer der Attalidendynastie, danach durch Königin Apollonis, der Ehefrau Attalos I. In dieser Arbeit soll der archäologische Befund zur Rekonstruktion der beiden Bauphasen neu betrachtet werden. Insbesondere die genaue Untersuchung der unteren Nord-Stoa und des daran anschließenden Theatrons ergeben, daß diese nicht zum philetairischen Temenos gehören, sondern im Zuge der Ausbauarbeiten des Heiligtums unter Apollonis errichtet wurden, und daher der Plan der philetairischen Kultterrasse neu rekonstruiert werden muß. Der zweite Teil der Arbeit befaßt sich mit der Erweiterung des Heiligtums unter Apollonis. Eine genaue Lesung der Weihinschrift auf dem von ihr gestifteten Torgebäude zeigt, daß sie den Ausbau des Heiligtums als Frau des Attalos vornahm und nicht als dessen Witwe. Der Vergleich der Architektursprache des Propylons mit jener des Zeus Tempels Attalos I. zeigt ferner, daß die beiden Bauvorhaben im Einklang geplant wurden, als gemeinsames Projekt sozusagen, dessen Ziel es war, eine einzigartige Architektursprache für das neue Herrscherhaus zu formulieren.


ADOLF HOFFMANN - MUSTAFA H. SAYAR, Vorbericht zu den in den Jahren 2003 bis 2005 auf dem Berg Karasis (bei Kozan / Adana) und in seiner Umgebung durchgeführten Untersuchungen
mit Beiträgen von Martina Andreoli, Redha Attoui, Martin Bachmann, Mathias Döring, Günter Hell, Roman Koch, Gergely Jost Kovacs, Harald Kürschner, Dominik Lorentzen, Gerald Parolly, Silvia Polla, Timm Radt, Dorothea Roos, Thorsten Schwing, Kerstin Thauer, Mariette de Vos


Zusammenfassung: Zwischen 2003 und 2005 wurden auf dem bis zu 1056 m hohen Berg Karasis bei Kozan / Adana, einem allseitig isolierten, wie eine Landmarke die Umgebung beherrschenden Ausläufer des mittleren Taurus, von einem Team internationaler Wissenschaftler interdisziplinäre Untersuchungen durchgeführt. Sie dienten der Dokumentation, der Analyse und dem Verständnis einer bis dahin unerforschten Festung mit ihren gut erhaltenen Ruinen auf der Spitze des Berges. Einheitlich entworfen und bis auf wenige Modifikationen in einem Zuge errichtet, nutzt die Festung in wohl überlegter, rational gesteuerter Planung und entsprechender Organisation des Bauablaufs nicht nur die extremen Bedingungen der Geomorphologie, sondern auch die natürlichen Ressourcen des Berges. Bestimmt von strategischen Gesichtspunkten gliedert sich die Anlage mit einer Konzentration der verteidigungstechnischen Anlagen in einen tiefer gelegenen Teil, die Unterburg, und den Kernbereich in der auf dem Gipfelgrat gelegenen Oberburg mit repräsentativen Gebäuden für Gastempfang und Wohnen sowie umfangreichen Versorgungs- und vor allem Vorratsbauten. Parallelen für eine vergleichbar komplexe und differenzierte Anlage, die allerdings weitgehend auf schmückende Details verzichtet, sind bisher unbekannt. Unmittelbare Datierungsanhaltspunkte fehlen, doch deuten verschiedene Indizien auf eine Entstehungszeit im früheren 2. Jh. v. Chr., ein Zeitrahmen, der den adäquaten politischen Hintergrund für ein derart aufwendiges und entsprechend kostspieliges Bauvorhaben bieten würde. Neben der perfekt gesicherten Rückzugsmöglichkeit ist die Karasis-Festung auf eine raffiniert inszenierte Präsentation der Architektur in ungewöhnlichem Umfeld ebenso ausgerichtet wie auf deren Fernwirkung, so daß mit diesem Projekt neben den bisher erzielten und noch zu vertiefenden kultur- und militärhistorischen sowie typologischen Ergebnissen neue Aufschlüsse zu Fragen der Raumdefinition und der Herrschaftssymbolik zu erwarten sind.


SEMRA MÄGELE - JULIAN RICHARD - MARC WAELKENS, Ein späthadrianisches Nymphäum in Sagalassos (Pisidien, Türkei): Ein Zwischenbericht

Zusammenfassung: In der pisidischen Stadt Sagalassos wurde in den Jahren 2004 und 2005 ein bereits am Ende des 19. Jhs. dokumentiertes Nymphäum freigelegt. Hierbei wurde nicht nur ein Großteil des architektonischen Bestandes, sondern auch ein beträchtlicher Teil der Skulpturenausstattung gesichert. Wie auch der Bau kann die Ausstattung in den wesentlichen Grundzügen rekonstruiert werden. Fast alle Funde einschließlich der epigraphischen Quellen, die in Form von Ehreninschriften auf Statuenbasen überliefert sind, können der ursprünglichen Bauphase zugewiesen werden. In der Zusammenschau von Architektur, Skulptur und epigraphischen Quellen ist es möglich, das an einem markanten Punkt zwischen Ober- und Unterstadt errichtete Nymphäum in den Gesamtkontext der Stadt einzuordnen. Der Bau wurde in späthadrianischer Zeit errichtet und verweist durch seine Lage und den eklektisch geprägten Skulpturenschmuck ostentativ auf ein Mitglied der lokalen Führungschicht. Visuell manifestiert sich dieser Bezug im Besonderen durch das kolossale Bild des Apollon Kitharodos, das zugleich die erste großplastische, kaiserzeitliche Nachbildung des hellenistischen Kultbildes in Klaros darstellt. Neben der Dokumentation der Statuen und einem Vorschlag zur Statuenaufstellung wird auf die Bedeutung des Nymphäums innerhalb des Stadtbildes eingegangen sowie eine Einordnung in Bezug zu den kaiserzeitlichen Brunnenanlagen in Kleinasien vorgenommen. Das Nymphäum bietet durch die außerordentlich gute Überlieferung eine der seltenen Möglichkeiten, ein Monument mitsamt seinen inhärenten Dimensionen zu erfassen.


ELIFE KIRAZ, Aphrodite-Statuetten aus Kleinasien: Zu Ikonographie, Funktion und Deutung

Zusammenfassung: Thema des folgenden Aufsatzes ist die Analyse von 35 Aphrodite-Statuetten aus Terrakotta, die aus Kleinasien stammen, deren exakte Fundorte und Fundkontexte jedoch unbekannt sind. Die Mehrheit dieser Statuetten erscheint in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts überraschend auf dem Kunstmarkt und wurde von europäischen Museen und vor allem Privatsammlungen käuflich erworben. Aufgrund ihrer Herkunft aus dem Kunsthandel und ihres eigentümlichen Stils sowie ihrer technischen Merkmale sind sie für Fälschungen erklärt worden. Die Untersuchung von vier Terrakotten mittels der Thermolumineszenzanalyse hat jedoch ihre Echtheit bewiesen. Die Aphrodite-Statuetten zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus: Sie sind ungewöhnlich groß, halbbekleidet, standunfähig und flach; sie sind auf Frontalität hin konzipiert, die Rückseite ist flach und summarisch, der Kopf von allen Seiten ausgearbeitet. Alle Statuetten tragen eine Modefrisur. Einige der Terrakotten halten Kamm und Spiegel in den Händen. Andere sind zusätzlich mit Beifiguren dargestellt. Der Typus der Terrakotten erscheint singulär im geläufigen Typenrepertoire der Aphrodite, greift aber in einzelnen Aspekten sowohl auf den Aphrodite-Typus Louvre/Neapel als auch auf die Aphrodite Anadyomene zurück. Alle analysierten Terrakotten wurden in sieben Varianten typologisch untergliedert. Innerhalb dieser Varianten sind motivische und typologische Veränderungen zu beobachten, die sich durch den individuellen Geschmack des Koroplasten erklären lassen. Weder die Modefrisuren noch vereinzelt porträthafte Gesichtszüge erlauben, die Statuetten als Porträt und demzufolge als eine Vergöttlichung der Verstorbenen zu interpretieren. Die Modefrisuren grenzen die Entstehungszeit des Grundtypus in die trajanische Zeit ein, der bis in die Mitte des 3. Jhs. n. Chr. immer wieder modifiziert und variiert wird.


KARL STROBEL - CHRISTOPH GERBER, Tavium (Büyüknefes, Provinz Yozgat) - Bericht über die Kampagnen 2003-2005
mit Beiträgen von E. Christof, G. Koiner, A. Puhm, S. De Martino und D. Müller


Zusammenfassung: Die im Jahr 1997 begonnene Erforschung von Tavium und seiner Umgebung im NW der Provinz Yozgat konnte in den Jahren 2003-2005 fortgeführt werden. In den vorgelegten Ergebnissen zum Straßennetz und zu den Inschriften sind auch bereits die Ergebnisse der Kampagne 2006 verwertet. Die Feldarbeiten konzentrierten sich 2003-2005 auf die archäologische und epigraphische Erkundung der Region. Die archäologische Erfassung ist so weit fortgeschritten, dass ein vorläufiges Gesamtbild der Besiedlungsgeschichte und Infrastruktur der Region entworfen werden kann. Im Stadtgebiet wurden weitere geophysikalische Testprospektionen durchgeführt und die topographische Geländeaufnahme fortgesetzt. Die Architektur- und Spoliendokumentation von Tavium/Büyüknefes und Umgebung wurde abgeschlossen, ebenso die Bearbeitung des Materials im Rahmen eines Projektes am Archäologischen Institut der Universität Graz. Die Aufnahme der Inschriften wurde 2006 weitgehend abgeschlossen und mit der Endbearbeitung des Inschriftencorpus begonnen. Seit 2004 sind die Universitäten Udine, Trieste und Verona als Partner Teil des »Tavium/Tawinija - International Research Project« unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. K. Strobel (Universität Klagenfurt, Österreich).


PETER BAUMEISTER - DOROTHEA ROOS - TURGUT SANER, Die Keloşk Kale. Ein spätantiker Gebäudekomplex im türkischen Euphratbogen. Studien zu Osrhoene in der Spätantike I

Zusammenfassung: Der folgende Beitrag über die Arbeiten an der sog. Keloşk Kale versteht sich als Vorbericht eines umfangreicheren Projektes zur Erforschung der spätantiken Landschaft Osrhoene. In ihm soll bereits vorab ein Gebäudekomplex vorgestellt werden, der von den Verf. im Jahr 2004 untersucht wurde. Die Anlage liegt im türkischen Euphratbogen unweit des modernen Euphratübergangs Birecik. Der Komplex besteht aus drei Gebäuden, die einst von einer Mauer umschlossen waren. Markantester Bau ist ein Steinfachwerkgebäude, das in seinem zweigeschossigen Teil noch bis zu einer Höhe von 6,60 m aufrecht steht. Bautypologische Vergleiche mit der spätantiken Architektur Nordsyriens sowie enge Parallelen in der Konstruktionsweise zu den Bauten in den >Toten Städten< machen deutlich, daß die Anlage auf der Keloşk Kale mit großer Wahrscheinlichkeit im 5. oder spätestens im 6. Jh. n. Chr. entstanden ist. Am wahrscheinlichsten ist es, in dem Gebäudeensemble eine Art villa rustica zu erkennen, also einen Wohn- und Wirtschaftskomplex, der im weitesten Sinne der agrarischen Produktion diente. Der Vergleich mit den zahlreichen Klöstern im nordsyrischen Kalksteinmassiv macht jedoch deutlich, daß es sich bei dem Bauensemble auch durchaus um ein Koinóbion handeln könnte.


LORENZ KORN, Einige abbasidische Inschriften aus der Gazīra

Zusammenfassung: Einige Inschriften auf den Stadtmauern von Diyarbakır aus der Regierungszeit des Abbasidenkalifen al-Muqtadir (r. 295-320/908-932) zeichnen sich durch ihren besonderen Schriftduktus aus. Hierzu existieren Parallelen in mehreren Inschriften, die hier erstmals vorgestellt werden: Einige Beispiele mit ähnlichem Duktus gehören zur Ausmalung einer vermutlich als Moschee genutzten Höhle in Şuayp Şehir (Prov. Şanlıurfa); eine diese Inschriften ist auf 297/909-10 datiert. Obwohl nur wenige Parallelen in der abbasidischen Epigraphik erhalten sind, könnte man einen Gebrauch dieses Schriftstils im Irak postulieren. Drei weitere Inschriften, die sich heute im Museum von Urfa befinden, stellen einen Sonderfall dar. Sie stammen aus derselben Zeit und aus einer angrenzenden Region in der Gazīra; eine ist auf 299/911-12 datiert. Ihr epigraphischer Stil, der in Grundzügen mit den vorher besprochenen Inschriften übereinstimmt, zeichnet sich durch die Ähnlichkeit mit der syrischen Schrift aus. Zeitgenössische arabische Quellen liefern Hinweise, dass die syrische Schrift mit der naturwissenschaftlich-philosophischen Schule von Harran assoziiert wurde und somit ein >Image< wissenschaftlicher und möglicherweise esoterischer Kenntnisse besaß. Man kann vermuten, dass die Inschriften aus Urfa, obwohl in arabischen Buchstaben geschrieben, absichtsvoll in syrischer Manier gestaltet wurden. Diese Hypothese kann sich allerdings nur auf Indizien stützen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über die religionspolitische Interpretation von Stilwandel in der arabischen Epigraphik sollten keine übereilten Schlüsse gezogen werden. In jedem Fall tragen die besprochenen Inschriften dazu bei, das Bild von der stilistischen Spannweite des abbasidenzeitlichen Kufi deutlich zu erweitern.


KURZMITTEILUNGEN


Christoph Gerber, Zur Datierung der Frühbronzezeit I in Hassek Höyük.
Nachtrag zu IstForsch 47


Martin Seyer, Ein neu entdecktes Felskammergrab in der Kibyratis

Zusammenfassung: Im Jahr 2005 wurde in der Kibyratis unweit von Çavdır ein in Mischbauweise errichtetes Kammergrab entdeckt. Das Grabmal, das im darauffolgenden Jahr aufgenommen werden konnte, weist in seiner architektonischen Gestaltung lykischen Einfluss auf und zeichnet sich durch eine hohe Qualität der handwerklichen Arbeit aus.

davor:

IstMitt 56, 2006

Inhalt:

Vierzig Jahre in der Türkei - Vortrag zum Abschied von Istanbul von Wolfgang Radt

Michael BLÖMER - Engelbert WINTER, Der Dülük Baba Tepesi bei Doliche und das Heiligtum des Iupiter Dolichenus. 2. Vorbericht (2004 - 2005)

Kutalmış GÖRKAY, Ankaras unbekanntes Stadium

Alexander HERDA, Panionion - Melia, Mykalessos - Mykale, Perseus und Medusa. Überlegungen zur Besiedlungsgeschichte der Mykale in der frühen Eisenzeit

Oliver HÜLDEN, Ein Felsheiligtum mit Dreifigurenrelief im nördlichen Yavu-Bergland (Lykien)

Fahri IŞIK, Von der anatolischen Halle zur griechischen Stoa

Bruno JACOBS - Anke SCHÜTTE-MAISCHATZ, Statue eines Bogenschützen aus dem Stadtgebiet von Urfa

Michael KERSCHNER, Zur Herkunftsbestimmung archaisch-ostgriechischer Keramik: die Funde aus Berezan im Akademischen Kunstmuseum der Universität Bonn und im Robertinum der Universität Halle-Wittenberg

Abuzer KIZIL - Frank RUMSCHEID, Ein neugefundenes Pfeilerkapitell aus dem frühhellenistischen Mylasa

Ulrich MANIA, Eine neue Werkstatt früher türkischer Keramik - Miletware aus Pergamon

Gabriele MIETKE, Studien zur frühbyzantinischen Bauornamentik im Rauhen Kilikien: Vorbilder und Datierungsmöglichkeiten von Kapitellen

Hans MOMMSEN - Michael KERSCHNER - Richard POSAMENTIR, Herkunftsbestimmung von 111 Tonproben aus Berezan mit Hilfe von Neutronenaktivierungsanalysen

Philipp NIEWÖHNER, Frühbyzantinische Steinmetzarbeiten in Kütahya. Zu Topographie, Steinmetzwesen und Siedlungsgeschichte einer zentralanatolischen Region

Richard POSAMENTIR - Mustafa Hamdi SAYAR, Anazarbos - ein Zwischenbericht aus einer kilikischen Großstadt

Richard POSAMENTIR - Sergey SOLOVYOV, Zur Herkunftsbestimmung archaischostgriechischer Keramik: die Funde aus Berezan in der Eremitage von St. Petersburg

Richard POSAMENTIR - Michael WÖRRLE, Der Zeustempel von Aizanoi, ein Großbau flavischer Zeit

Stephan WESTPHALEN, Studien zur frühbyzantinischen Bauornamentik im Rauhen Kilikien: Diokaisareia/Uzuncaburç

Derya YALÇIKLI, Zwei Bronzeschwerter aus Westanatolien

Turgut Hacı ZEYREK - İlksen ÖZBAY, Statuen und Reliefs aus Nikomedeia

...:

IstMitt 55, 2005

Inhalt:

In Memoriam Tahsin Özgüç von Harald Hauptmann

In Memoriam Manfred Osman Korfmann von Jürgen Seeher

Michael BLÖMER - Engelbert WINTER, Doliche und das Heiligtum des Iupiter Dolichenus auf dem Dülük Baba Tepesi. 1. Vorbericht (2001-2003)

Renate BOL, Der 'Torso von Milet' und das Kultbild des Apollon Termintheus in Myus

Eva CHRISTOF - Gabriele ERATH-KOINER, Antike Architekturfragmente aus Tavium. Erste Ergebnisse

Christian GLIWITZKY, Die Kirche im sog. Bischofspalast zu Side

Winfried HELD, Kult auf dem Dach. Eine Deutung der Tempel mit Treppenhäusern und Giebeltüren als Zeugnis seleukidischer Sakralarchitektur

Musa KADIOĞLU, Die Opus Sectile-Wandverkleidung der Latrine in Magnesia a. M.

Semra MÄGELE, Ein besonderer Ort für Votive: Anmerkungen zu einem ungewöhnlichen Befund an drei Statuen aus einem Nymphäum von Sagalassos

Wolfgang RADT, Eine antike Wasseruhr im Gymnasion von Pergamon

Jürgen SEEHER, Bohren wie die Hethiter: Rekonstruktion von Bohrmaschinen der Spätbronzezeit und Beispiele ihrer Verwendung

Bilal SÖĞÜT, Ein hellenistisches Kapitell aus dem Rauhen Kilikien: Das korinthische Kapitell von Efrenk

Mustafa ŞAHİN, Terrakotten aus Knidos: Erste Ergebnisse. Die Kulte auf der Rundtempelterrasse

Mustafa ŞAHİN, Kinderstatuetten aus Ton auf der Rundtempelterrasse in Knidos

Martin ZIMMERMANN, Eine Stadt und ihr kulturelles Erbe. Vorbericht über Feldforschungen im zentrallykischen Phellos 2002-2004 mit einem Beitrag von Christof Schuler


IstMitt 54, 2004, Festschrift Wolfgang Radt


Wulf RAECK, Das hellenistische Pergamon als Residenzstadt und Polis. Kenntnisstand und offene Fragen

Klaus NOHLEN, Anastilosis und Entwurf

Martin BACHMANN, Antike als Resource. Archäologie und Tourismus in Bergama

Klaus FITTSCHEN, Pergamon, Herbst 1878 - Habbo G. Lolling zum Gedächtnis

Gerhild HÜBNER, Zu den Anfängen der Photographie und ihrer Anwendung in der Klassischen Archäologie: die ersten zwei Jahrzehnte der Pergamongrabung

Ulrike WULF, »Die erfreulichsten Spuren hatten hinterlassen die beiden Maler Kips und Koch ...«. Das Pergamonpanorama der Jubiläumsausstellung 1886

Volker KÄSTNER, Vorhellenistische Architekturstücke aus Pergamon

Manfred KLINKOTT, Die eumenische Befestigung von Pergamon

Michael PFROMMER, Die Basileia von Pergamon und Alexandria und das Haus des Augustus in Rom

Holger SCHWARZER, Der sog. Bau H. Zum mutmaßlichen Prytaneion von Pergamon

Günther GARBRECHT - Henning FAHLBUSCH, Die Wasserversorgung von Pergamon

Felix PIRSON, Elaia, der maritime Satellit Pergamons

Helmut MÜLLER, Allianoi

Ahmet YARAŞ, Die »Koca Koru Tepe«-Nekropole bei Bergama

Michael SCHULTZ - Tyede H. SCHMIDT-SCHULTZ, »Der Bogenschütze von Pergamon« - Die paläopathologisch-biographische Rekonstruktion einer interessanten spätbyzantinischen Bestattung

Sarah JAPP, Zeugnisse jüdischen Lebens im antiken Pergamon und im neuzeitlichen Bergama

Anton BAMMER, Das Lyzäum von Bergama

Nikolaus HIMMELMANN, Zwei pergamenische Ornamentplatten in Istanbul

Gioia DE LUCA, Homer in Pergamon

Ursula MANDEL - Berthild GOSSEL-RAECK, Votivterrakotten von der pergamenischen Oberburg

Ömer ÖZYİĞİT, On the Dating of the Poyracık (Gambrion) Tomb Finds

Şehrazat KARAGÖZ, Die Kybele-Statuetten von Kestel bei Pergamon

Thomas OTTEN, Die frühbyzantinischen Bronzelampen aus Pergamon

Neşe ATİK - Klaus RHEIDT, Pergamenisches in Anatolien. Aizanoi und seine Beziehungen zur Hauptstadt der Attaliden

Veli KÖSE, Ein neuer Gigantenfries aus Melli in Pisidien

Poul PEDERSEN, Pergamon and the Ionian Renaissance

Marc WAELKENS, Ein Blick von der Ferne. Seleukiden und Attaliden in Pisidien

Jürgen BORCHHARDT, »thoracatus cum equo incedens«

Orhan BİNGÖL, Pergamon und Magnesia

Sven KIELAU, Das Taubenmosaik aus der Villa Hadriana und seine Beziehungen zu Pergamon. Neue Beobachtungen

Fahri IŞIK, Zur anatolischen Athena im Lichte der Athena Ergane von Ilion und der Athena Nikephoros von Pergamon

Helmut HALFMANN, Pergamener im römischen Senat

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FAHRI IŞIK, Die Vergöttlichung der phrygischen Dynasten im Lichte ihrer Gräber

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Veli SEVİN - Aynur ÖZFIRAT, Die Stelen aus Hakkari: Steppennomaden in Vorderasien

Aynur ÖZFIRAT, Erste Betrachtungen zum ostanatolischen Hochland im 2. Jt. v. Chr.

Engin ÖZGEN - Barbara HELWING, Ausgrabungen auf dem Oylum Höyük, 1997-2000. Zweiter vorläufiger Bericht

Recep MERİÇ - P. A. MOUNTJOY, Three Mycenaean vases from Ionia

Serap YAYLALI, An engraved pithos from the Erzurum Museum

Nurettin ARSLAN, Die Funde des Kıcıkışla Höyük

Gabriele NICK, Apollon als Löwenbändiger im östlichen Mittelmeergebiet

Barbara HIRSCH, Orte des Dionysos - Kultplätze und ihre Funktion

Jutta MEISCHNER, Ein Porträt Antiochos' VI. Epiphanes Dionysos in Mersin

Kai JES, Türgrabsteine in Aizanoi II: Fassadenmonumente mit Scheintür

Christoph B. KONRAD, Beobachtungen zur Architektur und Stellung des Säulenmonumentes in Istanbul-Cerrahpaşa - 'Arkadiossäule'

Alexander ZÄH, Das spätantike und byzantinische Kaunos

M. Sacit PEKAK, Die kreuzförmige Kirche von Güzelöz (Mavrucan)

Neslihan ASUTAY, Überlegungen zum Christos-Evergetis-Kloster und zur Theodosia-Kirche am Goldenen Horn

Rudolf H. W. STICHEL, Das Coliseo de Spiriti in Konstantinopel: ein Phantom. Ein Beitrag zur Erklärung der Stadtansicht vom Vavassore-Typus

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Aktualisiert: 23.04.2008

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