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Italische Kulturen vom 7. bis 3. Jh. v.Chr.

Timmari

Eine indigene Siedlung am Übergang vom japygischen zum lukanischen Kulturraum

Location

Der nach dem in der Nähe gelegenen modernen Dorf benannte Siedlungsplatz liegt auf einem weiträumigen, etwa 12 km westlich von Matera in der Basilicata gelegenen Hochplateau am Mittellauf des Bradano, 10 km nordwestlich der Gravina-Einmündung.

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History

Der antike Siedlungsname ist unbekannt. Seit vorgeschichtlicher Zeit frequentiert erlebt der Platz im 11. und 10. Jh. v. Chr. einen ersten Höhepunkt in seiner Besiedlung, deren Intensität auch im 9. und 8. Jh. nicht nachläßt. Zu einem weiteren Aufschwung kommt es durch den Kontakt mit den griechischen Kolonien im 7. und 6. Jh., ihre höchste Dichte erreicht die Besiedlung freilich erst in der Zeit des allgemeinen Aufschwungs im 4. und 3. Jh. 

Results

Die etwa 9 ha große Siedlung wurde auf zwei durch die lange Nutzung abgeflachten, nebeneinander liegenden, länglichen Hügeln errichtet, die nur im Norden durch einen schmalen Sattel miteinander verbunden sind. Die Siedlungshügel fallen nach allen Seiten steil ab, was ihnen ein hohes natürliches Defensivpotential verleiht. In welcher Weise die ebenfalls besiedelten kleineren Kuppen im südwestlichen und nordöstlichen Vorfeld mit der Hauptsiedlung verbunden waren, ist bislang unklar.
Die erste, im August 2007 durchgeführte Feldforschungskampagne diente vor allem der Erstellung eines topographischen Gesamtplans, in den auch die Ergebnisse früherer Ausgrabungen integriert werden sollen. Dieser bildet die Grundlage für den im kommenden Jahr vorgesehenen intensiven Keramiksurvey und eine geomagnetische Prospektion, mit deren Hilfe die Siedlungsgeschichte und -struktur des Ortes ergründet werden soll. Der zugleich mit der topographischen Aufnahme durchgeführte extensive Survey erbrachte bereits erste Hinweise in dieser Richtung. Am Beispiel von Timmari sollen exemplarisch die Entwicklungsparameter einer in größerer Entfernung von den griechischen Kolonien gelegenen indigenen Siedlung untersucht werden. 

Cooperation

Scuola di Spezializzatione di Matera
Soprintendenza dei Beni Archeologici della Basilicata
FH Karlsruhe 


 
 

updated: 12/21/07

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