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Vom 8. bis 10. Mai 2008 fand die alljährliche ordentliche Jahressitzung der Zentraldirektion (ZD) des Deutschen Archäologischen Instituts im Wiegand-Haus der Zentrale in Berlin statt. Die Mitglieder der ZD erörterten wissenschaftliche wie auch haushaltstechnisch anstehende Fragen für das kommende Jahr.
Einen Schwerpunkt der diesjährigen Sitzung stellte die Wahl des neuen Ersten Direktors der Abteilung Kairo (Nachfolge Günter Dreyer) dar. Nachdem sich die Kandidaten der engeren Wahl am 8. Mai dem Gremium vorgestellt hatten, fiel die Wahl der ZD-Mitglieder am Nachmittag des 9. Mai auf
Prof. Dr. Stephan J. Seidlmayer
Stephan Seidlmayer studierte von 1975 bis 1986 Ägyptologie, Klassische Archäologie und Alte Geschichte an den Universitäten Würzburg und Heidelberg und promovierte 1986 in Heidelberg mit dem Dissertationsthema "Gräberfelder aus dem Übergang vom Alten zum Mittleren Reich, Studien zur Archäologie der Ersten Zwischenzeit". Nach Beschäftigungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent an der Universität Bonn arbeitete er von 1989 bis 1993 als wissenschaftlicher Assistent am Ägyptologischen Seminar der Freien Universität Berlin, wo er sich 1994 mit dem Thema "Ausgrabungen in der Nordweststadt von Elephantine" habilitierte. Dem schloss sich ein dreijähriges Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft an. Seit 1998 leitet er die Arbeitsstelle "Altägyptisches Wörterbuch" an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahr 2003 folgte die Ernennung zum Universitätsprofessor (C4) an der Freien Universität Berlin (Akademieprofessur der BBAW), womit die Leitung des Projekts und der Arbeitsstelle "Altägyptisches Wörterbuch" in Verbindung steht.
Zudem koordiniert Stephan Seidlmayer seit 2007 die Research Area C "Perception and Representation" im Exzellenzcluster "TOPOI - The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations" und übt seit Jahren Mitgliedsfunktionen in diversen Gremien wie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Vorstand der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aus.
Von seinen vielfältigen Grabungsaktivitäten sind vor allem die langjährige Mitarbeit an der DAI-Grabung in Elephantine und seine laufenden Projekte in der Residenznekropole von Dahschur sowie Untersuchungen zu den Felsinschriften im Gebiet von Aswan zu nennen.
Einen weiteren wesentlichen Punkt stellte die Wahl neuer Mitglieder des Instituts dar.
Im Rahmen der Nachwuchsförderung durch das Deutsche Archäologische Institut konnten auf der diesjährigen Sitzung wieder mehrere Stipendien vergeben werden:
Ein halb- bzw. ganzjähriges Reisestipendium erhielten Vibeke Charlotte Kottsieper, Luc Moreau, Roland Karl Müller, Katja Piesker, Verena Stappmanns und Christine Wilkening. Die Römisch-Germanische Kommission verlieh bereits auf ihrer diesjährigen Jahressitzung ein Reisestipendium an Anja Hellmuth und Silviane Scharl. Des weiteren wurde ein Auslandsstipendium an der Abteilung Istanbul an Ralf Becks vergeben.
Auf der wissenschaftlichen Sitzung der Zentraldirektion am 10. Mai werden sich die Mitglieder der Zentraldirektion dem Forschungscluster 1 des Instituts "Von der Sesshaftigkeit zur komplexen Gesellschaft: Siedlung, Wirtschaft, Umwelt" widmen und über die Weiterentwicklung des Gesamtprogramms der Forschungscluster beraten.
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