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Der Artikel basiert auf unzutreffenden Behauptungen und Aussagen, die aus dem Zusammenhang gerissen sind.
1. Prof. Dr. Hans-Georg Hüttel hat nie behauptet, den Palast des Ögedei Khans freizulegen, sondern er hat in einem Areal gegraben, das seit den Ausgrabungen des russischen Archäologen Sergej Kiselev 1949 als Palastbezirk angesprochen worden ist. Er war keinesfalls damit befasst, eine von ihm nicht zutreffend gedeutete Anlage freizulegen. Ziel seiner Unternehmung war vielmehr, eine Hypothese des russischen Archäologen zu prüfen, die Funktion des Areals zu klären sowie bau- und kulturgeschichtlich einzuordnen. Herr Gründler ist von Herrn Hüttel und seinen Mitarbeitern in zwei Gesprächen hierüber ausführlich unterrichtet worden. Dazu finden sich jedoch keine Belege in dem vorliegenden Artikel.
2. Über die Zielsetzung war die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die das Unternehmen seit 2002 fördert, unterrichtet. Von den Gutachtern, die das Projekt insgesamt dreimal befürwortet haben, ist niemals Kritik an der wissenschaftlichen Zielsetzung geäußert worden. Insofern ist der implizit in dem Artikel geäußerte Vorwurf, hier seien Fördermittel, d. h. mit anderen Worten öffentliche Steuermittel, wider besseren Wissens in Anspruch genommen worden, nicht haltbar.
3. Abgesehen davon, dass das Projekt von Herrn Hüttel sehr wesentliche Ergebnisse gezeitigt hat hinsichtlich der buddhistischen Kunstgeschichte der Mongolei, wird hier auf unsachliche Art und Weise verallgemeinert. Damit wird zugleich das Votum des Wissenschaftsrates, der die gesamte Arbeit des Institutes im vergangenen Jahr evaluiert hat, diskreditiert.
Artikel von Karl F. Gründler, Dumm gegraben. Deutsche Archäologen suchten jahrelang nach dem Palast von Dschingis Khans Sohn - an der falschen Stelle. Die ZEIT Nr. 7 vom 7. Februar 2008, S. 30
Eine Stellungnahme des DAI vom 8. Februar 2008 finden Sie an dieser Stelle.
Zu unserem großen Bedauern war DIE ZEIT auch nach der dritten schriftlichen Aufforderung nicht bereit, unsere Gegendarstellung (PDF, 48KB) abzudrucken. (Pressestelle des DAI, 13.03.2008)
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