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Columbarium des Scribonius Menophilus (Rom, via Aurelia Antica) (italiano)

Monographische Aufarbeitung eines frühkaiserzeitlichen Grabbaus im Suburbium Roms

Vorlage des Gesamtkontextes von Architektur, Epigraphik sowie beweglicher und unbeweglicher Ausstattung

Lage

Der Grabbau liegt in Rom an der via Aurelia Antica im Garten vor der Villa Doria Pamphilj

Abteilungen:
Abteilung Rom

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

 

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Geschichte

Das bei Bauarbeiten im Jahre 1984 entdeckte Columbarium, von dem ein großer und zwei kleine unterirdische Räume sowie ein Treppenhaus erhalten sind, weist rund 500 Nischen für Urnenbestattungen auf. Es gehört somit in die Gruppe der großen Columbarien, die mehrere Hundert Bestattungen aufnehmen konnten und bislang nur für die frühe Kaiserzeit nachgewiesen sind. Die Anlage wurde weitgehend ungestört aufgefunden und ihre Malerei- und Mosaikdekoration ist zu weiten Teilen erhalten. 

Ziele

    
   

Im Unterschied zu den anderen Vertretern der Gruppe, die alle bereits im 18. oder 19. Jh. ausgegraben worden sind, erlaubt das rezente Auffindungsdatum des Baus die Untersuchung des gesamten Grabkontextes von der Architektur über die feste Ausstattung und die beweglichen Funde bis hin zu den epigraphischen Zeugnissen. Aus der Untersuchung sind wichtige Ergebnisse für die Sozial- und Religionsgeschichte des frühen Prinzipats zu erwarten. Insbesondere die Interpretation der epigraphischen und ikonographischen Zeugnisse geben Einblick in die Vorstellungen von Tod und Leben der hier bestatteten Angehörigen der Unter- und Mittelschicht sowie in deren soziale Organisation. 

Bisherige Arbeiten

Nach der Auffindung im Jahre 1984 ist eine Bauaufnahme des Gebäudes erfolgt, welches unmittelbar danach restauriert worden ist. Die zeichnerische und vor allem fotografische Aufnahme der Mosaiken, Malereien, Inschriften, Graffiti und Dipinti ist ebenso abgeschlossen wie die Klassifizierung der Kleinfunde. 

Aktuelle Arbeiten

Interpretation der Wandmalereien und Auswertung des epigraphischen Materials. 

Ergebnisse

Das Columbarium stammt aus frühaugusteischer Zeit und ist bis in das mittlere 2. Jh. n.Chr. hinein benutzt worden. Die unbewegliche Ausstattung sowie der Großteil der Inschriften stammen aus der Anfangszeit des Baus. Die hier Bestatteten sind vor allem Freigelassene sowie einige Sklaven und wenige frei Geborene. Die Mosaiken und Malereien stehen stilistisch und ikonographisch den gleichzeitigen Ausstattungen der Wohnhäuser und Villen nahe und erlauben so konkrete Aussagen zur Datierung. Gleichzeitig ermöglicht die Auswertung des Bildprogramms Rückschlüsse auf die Vorstellungen der hier Bestatteten zu Tod und Jenseits. 

Kooperationen

Soprintendenza Archeologica di Roma - Università di Siena. 

Ansprechpartner

Dr. Thomas Fröhlich

Klassische Archäologie
Telefon: + 39-06-48881480
Telefax: + 39-06-4884973
Email: froehlich@rom.dainst.org

Literatur

Catalli, Fiorenzo: Villa Pamphili : una nuova scoperta archeologica, in: Archeologia laziale VIII : ottavo incontro di studio del Comitato per l'archeologia laziale. - Roma, CNR, 1987. - (Quaderni del Centro di studio per l'archeologia etrusco-italica ; 14), S. 147-151. - Catalli, Fiorenzo: La riva destra del Tevere in area urbana, in: Benocci, Carla: Villa Doria Pamphilj. - Roma : Editalia 1996, S. 8-50. - Calci, Carmelo ; Catalli, Fiorenzo: Pavimenti degli ultimi sepolcri scoperti nella necropoli di Villa Doria Pamphilj, in: Atti del VII colloquio dell'Associazione Italiana per lo Studio e la Conservazione del Mosaico : (Pompei, 22-25 marzo 2000). - Ravenna : Edizioni del Girasole, 2001, S. 293-310.  

 


 
 

Aktualisiert: 19.02.2008

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