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Übernahme römischer Kulte im Westen der Iberischen Halbinsel

Die Übernahme römischer Kulte und Kultformen im Westen der Iberischen Halbinsel

Unterschungen zu den religiösen Austausch- und Veränderungsprozessen in der römischen Provinz Lusitanien

Abteilungen:
Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik München

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

 

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Geschichte

Antike Religionen und speziell religiöse Austauschprozesse sind in den letzten Jahren verstärkt in das Blickfeld der altertumswissenschaftlichen Forschung gelangt. Für die Iberische Halbinsel mit ihren kulturell und ethnisch sehr unterschiedlich geprägten Regionen fehlt es bislang aber weitgehend an zusammenfassenden religionswissenschaftlichen Studien, obwohl eine Fülle von Quellen literarischer, archäologischer und vor allem epigraphischer Natur Informationen über römische und indigene Gottheiten und Kulte bereithält. Das Projekt konzentriert sich auf die religiösen Verhältnisse in Lusitanien, da sich dort sehr unterschiedliche Austausch- und Diffusionsprozesse vollzogen. Während sich der Süden Lusitaniens (conventus Pacensis) im Spiegel der Quellen als weitgehend romanisiert präsentiert, ist das Bild in den beiden nördlichen Konventsbezirken Emeritensis und Scallabitanus weitaus heterogener: Weihinschriften lassen im ländlichen Raum eine Bevölkerung erkennen, die zum Teil sehr stark indigenen Traditionen und Glaubensvorstellungen verhaftet war, wohingegen in urbanen Siedlungen wie Augusta Emerita (Mérida) oder Olisippo (Lissabon) römische Kulte dominierten.  

Ziele

Erforschung insbesondere der religiösen Austausch- und Veränderungsprozesse in der römischen Provinz Lusitanien als Beitrag zur Religionsgeschichte der Iberischen Halbinsel. Die bisherige Forschung erschöpft sich weitgehend in der Vorlage des Materials zu einzelnen Kulten. Mit dem Ziel einer Überblicksdarstellung bietet das Projekt die Chance, neue Einsichten nicht nur zur regionalen Religionsgeschichte zu gewinnen, sondern auch einen Beitrag zum Verständnis des Prozesses der Romanisation in diesem Teil des Imperium Romanum zu leisten. 

Kooperationen

Das Projekt steht in engem Austausch mit den Forschungen von Th. Schattner, DAI Madrid, zur Romanisierung einheimischer Heiligtümer im Westen der Iberischen Halbinsel. Eingebettet ist das Projekt in das Forschungscluster 4 Heiligtümer: Gestalt und Ritual. Kontinuität und Veränderung. 

Ansprechpartner

Dr. phil. Peter Rothenhöfer

Lateinische Epigraphik
Telefon: +49-(0)89 286767-60
Telefax: +49-(0)89-286767-80
Email: rothenhoefer@aek.dainst.de


 
 

Aktualisiert: 12.09.2008

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