Geschichte
Blei war in römischer Zeit wichtiges Handels- und Gebrauchsgut, das in großem Umfang in den Bergbauzentren verschiedener Provinzen abgebaut und in Form massiver Barren - von denen heute schätzungsweise etwa 3000 Stück erhalten sind - in alle Provinzen des römischen Reiches verbracht wurde.
In den Altertumswissenschaften und der Archäometallurgie ist der Rolle des Bleis bislang nur selten und meist punktuell in Zusammenhang mit Neufunden begrenzte Aufmerksamkeit entgegengebracht worden. Das liegt unter anderem daran, dass Blei bereits in den prähistorischen Metallzeiten keine so große Rolle in der Kulturgeschichte spielte wie Gold, Silber, Kupfer und Zinn, vor allem wohl deshalb, weil zum einen die Patinierung der Oberfläche die Menschen weitgehend abhielt, daraus Schmuckobjekte anzufertigen, zum anderen eignete sich Blei aufgrund seiner leichten Verformbarkeit auch nicht zur Herstellung von Waffen. Erst im Römischen Reich änderte sich das Nutzungsverhalten grundlegend. Von da an müssen Gewinnung, Verbreitung und Verarbeitung dieses Metalls zu den wichtigen Wirtschaftszweigen gerechnet werden.
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