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Als Teil eines Gesamtprojektes, das der Leverhulme Trust jüngst mit einer Gesamtsumme von £ 1 729 180 gefördert hat, wird Dr. Ann Brysbaert (Department of Museum Studies, University of Leicester) in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Joseph Maran (Universität Heidelberg) und Dr. Alkestis Papadimitriou (Vierte Ephorie, Nafplion, Argolis, Griechenland) ein auf fünf Jahre angelegtes und sich auf das spätmykenische Tiryns konzentrierendes Vorhaben durchführen.. Das Projekt ist interdisziplinär ausgerichtet und untersucht antike Handwerkszweige unter gleichzeitiger Berücksichtigung sowohl der Abfolge von Arbeitsschritten innerhalb eines Produktionsprozesses (chaîne opératoire) als auch der Vernetzung zwischen verschiedenen handwerklichen Bereichen (Cross-Craft Interaction [CCI]), womit eine neuartige methodische Herangehensweise gewählt wird. Dr. A. Brysbaert beschäftigt sich seit 2002 mit beiden Ansätzen und versucht, diese nun zu kombinieren. Das Forschungsprojekt beinhaltet die intensive Studie einer Reihe von Funden des Zeitraums von der (späten) Bronzezeit bis in die submykenische Zeit, die in den archäologischen Ausgrabungen von Tiryns in der Argolis zu Tage gefördert wurden. Zusammen mit einem noch im Laufe des Jahres einzustellenden wissenschaftlichen Mitarbeiter wird Ann Brysbaert die handwerklichen Zusammenhänge erforschen, die sich aus der Untersuchung der mittels pyrotechnologischer Verfahren produzierten Objekte ergeben. Darüber hinaus sollen alle für solche Produktionsverfahren in Frage kommenden Werkzeuge/Einrichtungen in die Untersuchung einbezogen werden.
Das Projekt zielt darauf ab, nicht nur die komplexen Wechselbeziehungen zwischen verschiedenen Handwerkszweigen besser zu verstehen, sondern auch einen Einblick in diejenigen sozialen Faktoren zu gewährleisten, die diese technologischen Zusammenhänge ermöglichten oder sogar verursachten.
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