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Περιεχόμενο
και
Περίληψεις
Inhalt
und Zusammenfassungen
(in
chronologischer Reihenfolge)
Inhalt
I.
Pini Die Siegel und die Siegelabdrücke auf
Gefäßhenkeln aus dem Heiligtum von Symi
>>
J.
Zurbach Les vases
inscrits en linéaire B: tentative
d'interprétation globale >>
G.
Hölbl Die Aegyptiaca vom Aphroditetempel auf Thera
>>
K.
İren Ein
neuer nordionischer Maler >>
U.
Knigge Ein Grabmonument der Alkmeoniden im Kerameikos
>>
M.
Weber Die
Kultbilder der Aphrodite Urania der zweiten
Hälfte des 5. Jhs. v. Chr. in Athen/Attika und das
Bürgerrechtsgesetz von 451/0 v. Chr.
>>
K.
Hallof Pfandhoroi aus
dem Kerameikos >>
B.
Freyer-Schauenburg Gladiatoren auf Samos
>>
A.
Avram – O. Bounegru Inschriften
von Nikaia und Nikomedia
aus dem Reisebericht von Botho Graef (1889) >>
L.
K. Bournias »Serpens amplexus…«.
Disentangling the meaning of some Late Roman terracotta plaque
fragments from Athens >>
K.
F. Krösser Ein profaner Hauskomplex im Heraion von
Samos
und seine Geschichte >>
Zusammenfassungen
I.
Pini, Die Siegel und die Siegelabdrücke auf
Gefässhenkeln aus dem Heiligtum von Symi Siegel und
Siegelabdrücke auf
Tongefäßen stellen innerhalb eines minoischen
Heiligtums ungewöhnliche Funde dar. Die Exemplare aus dem im
Südosten Kretas gelegenen Kato Symi, die von MM I–SM
IIIA1 datiert werden, sagen relativ wenig über ihre Verwendung
aus. Vermutlich sind einige dieser Siegel als Votive zu verstehen. Die
Abdrücke auf Gefäßhenkeln dienten hier wie
an anderen Orten eher zur Kennzeichnung als zu administrativen Zwecken.
Schlagwörter:
Kreta • Symi •
Siegel
• Gefäßhenkel
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J. Zurbach, Les vases inscrits en
linéaire B: tentative
d'interprétation globale Es sind heute
ca. 190 Vasen mit Linear B-Inschriften
bekannt. Ihre Verbreitungszone reicht von Thessalien bis Kreta
über Böotien, Attika und die Argolis. Die meisten
sind große Bügelkannen, deren Funktion als
Transportamphoren für Öl und Wein kaum in Frage
gestellt werden kann. Es ist heute auch nicht mehr umstritten,
daß der größte Anteil der in
Böotien oder in der Argolis gefundenen Vasen aus Kreta,
besonders aus Westkreta, importiert wurde. Ob die Inschriften selbst
eine Rolle bei dem Export spielten, ist aber eine andere Frage. Es wird
hier versucht, die Funktion dieser Vasen durch archäologische
Kontexte zu definieren. Im zweiten Teil werden einige Inschriften
näher diskutiert, bei denen es sich um schlechte Kopien von
Linear B handelt, die sicher nicht von Palastschreibern erstellt worden
sind. Es zeigt sich, daß die meisten dieser Inschriften ihre
eigentliche Rolle innerhalb der regionalen administrativen und
wirtschaftlichen Struktur, also innerhalb eines Palastes und seines
Territoriums, gespielt haben. Man kann sich vorstellen, daß
die Inschriften dazu dienten, landwirtschaftliche Produkte, die aus dem
Umland in Form von Abgaben o. ä. in den Palast gelangten, zu
inventarisieren. Wie alle anderen mykenische Texte, sind die
Inschriften wohl innerhalb des Palastes entstanden und können
nicht als Beweis für die Existenz eines
‘freien’ Handels oder ‘freier’
Städte auf Kreta benutzt werden. Daß die Amphoren
danach wiederbenutzt und exportiert worden sind, ist klar. In diesem
Zuge sind wohl auch einige falsche Inschriften entstanden, die
eindeutig zeigen, welche Beliebtheit die kretischen Produkte auf dem
Festland genossen. Zusammen mit den wenigen Inschriften auf
Trinkgefäßen ist die hier beschriebene Gruppe eine
wichtige Quelle für unsere Kenntnis der Schrift in der
spätmykenischen Gesellschaft. Offensichtlich war sie auch bei
Leuten bekannt, die selber nicht schreiben konnten, sondern nur das
allgemeine Aussehen der Zeichen erkennen konnten, was eine
unerläßliche Bedingung für die Existenz
solcher Pseudoinschriften bildet.
Schlagwörter: Linear B
• Bügelkannen
• Wirtschaft,
mykenische • Handel
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G. Hölbl, Die Aegyptiaca
vom Aphroditetempel auf Thera In dem Beitrag
werden die 1998 bis 2002 im
Aphroditetempel von Altthera (Sellada-Sattel) gefundenen Aegyptiaca
publiziert, die zum Votivmaterial der Frühphase des Heiligtums
(8./7. Jh. v. Chr.) gehören. Die Fundgruppe von 18 Objekten
läßt sich in drei Gruppen gliedern:
Fayencefigürchen in Gestalt des Nefertem, Harpokrates, Bes und
des Ptah-Patäken, die wohl insgesamt ägyptische
Originale darstellen, ferner Amulettsiegel vermischter Herkunft (ein
sicher ägyptischer Steatitskarabäus, ein
palästinensischer Steatitskarabäus, ein syrischer
Skarabäus aus Ägyptisch Blau und ein
phönikischer Glasskaraboid) sowie einige Fragmente von
Fayencegefäßen; von diesen gehört eines
vermutlich zu einem ägyptischen Aryballos mit Tropfenkragen
der 25. Dynastie, während die anderen Produkte der rhodischen
Fayenceindustrie des 7. Jhs. darstellen. Die amuletthaften Aegyptiaca
zeigen auffällige Beziehungen zum
ägyptisch-orientalischen Fundgut von Eretria (Euböa),
welches aus spätgeometrischen Kontexten stammt. Für
die Vermittlung der hier bekanntgemachten Aegyptiaca kommen daher nicht
nur phönikische sondern auch euböische
Handelsunternehmungen in Frage. Die Objekte selbst sind wie in anderen
Votivdepots von Heiligtümern für weibliche Gottheiten
Zeugnisse des ägyptischen Kulturelementes im geometrischen und
archaischen Griechenland.
Schlagwörter:
Thera • Aegyptiaca •
8./7. Jh. v. Chr.
• Skarabäen
• Amulette •
Fayence ▲
K. İren, Ein neuer
nordionischer Maler Anders als bei der
Erforschung der Vasenmalerei des
griechischen Mutterlandes konnte man bisher sehr wenige ostgriechische
Maler aus der archaischen Zeit fassen. Der
Verfasser möchte im
vorliegenden Beitrag die Leser auf einige Grabbeigaben aus alten
Ausgrabungen in der Nekropole von Pitane aufmerksam machen. Mit einiger
Sichheit kann man postulieren, daß diese Tierfriesstilvasen
von derselben Hand bemalt worden sind. Aufgrund einiger
charakteristischer Eigenschaften der von ihm gemalten Figuren
möchte man diesen neuen Maler, der wahrscheinlich um 580 v. u.
Z. in Nordionien aktiv war, Fischaugen-Maler nennen. Ein Lebes, der aus
demselben Grabkontext wie einer der vom Fischaugen-Maler verzierten
Teller stammt, verdient wegen seiner Einzigartigkeit eine besondere
Berücksichtigung. Er ist separat in einem Addendum untersucht
worden. Das geritzte Symbol und die kleine Figurine auf diesem Lebes
sind vermutlich Hinweise, die auf den Gott Apollon zu beziehen sind.
Schlagwörter:
Nordionien • Pitane •
Keramik, orientalisierende
• Tierfriesstilkeramik
• Fischaugen-Maler ▲
U. Knigge, Ein Grabmonument der
Alkmeoniden im Kerameikos Die Interpretation des
singulären Bildes
eines Mannes mit Stab und Schwert auf der sog. Porosstele im
Kerameikos, führt zu einer neuen Benennung des Dargestellten,
den der Ausgräber Karl Kübler für Solon
gehalten hat.
Wichtige Argumente sprechen gegen Küblers Deutung, darunter
die Attribute des athletisch gebauten, eher jugendlichen Mannes, wobei
der Wanderstab als Sinnbild von Wanderschaft und Heimatlosigkeit eines
Verbannten verstanden wird. Die Zusammenstellung der Stele mit einer im
Kerameikos gefundenen Basis, auf der wahrscheinlich zwei Alkmeoniden
genannt sind, könnte den Namen des Mannes auf der Stele
klären: er dürfte der Olympiasieger Alkmeon sein, dem
zusammen mit seinem Sohn Megakles ein Grabmonument errichtet wurde, das
aus einer von zwei Siegeszeichen flankierten Stele besteht.
Weiterhin werden zwei bedeutende Gräber den beiden auf der
Basis genannten Toten, dem Vater Alkmeon und dem Sohn Megakles,
gehören. Über ihnen erhebt sich ein Tumulus, der als
Grabdenkmal der Alkmeoniden angesehen werden kann. Das auf dem Osthang
des Tumulus gelegene Heiligtum der Tritopatreis dürfte diesem
Geschlecht als Stätte des Ahnenkultes gedient haben.
Schlagwörter:
Kerameikos • Grabreliefs, archaisch
• sog.
Porosstele • Alkmeoniden
• Tritopatreion ▲
M. Weber, Die Kultbilder der
Aphrodite Urania der zweiten
Hälfte des 5. Jhs. v. Chr. in Athen/Attika und das
Bürgerrechtsgesetz von 451/0 v. Chr. Der
Aufsatz behandelt bekannte überlieferte
Fassungen von drei Statuen der Aphrodite Urania als Kultbilder unter
Berücksichtigung ihrer Demenheiligtümer in
Athen/Attika und fragt nach deren staatsbürgerlichen Funktion
seit der zweiten Hälfte des 5. Jhs. v. Chr. Es ist
möglich, die Kultbilder dreier Demenheiligtümer zu
erschließen: 1.) der Typus der Aphrodite Brazzá
für das Demenheiligtum in Melite am Nordabhang des Kolonos
Agoraios, 2.) der Aphroditetypus Doria-Pamfili für den Demos
Eleusis in Daphni und 3.) der Typus der Aphrodite Gortyn für
das topographisch nicht identifizierte Demenheiligtum einer unbekannten
Deme am Ilissos. Unbekannt ist ein Kultbild für das
Aphroditeheiligtum am Nordabhang der Akropolis, das hier
vorschlagsweise der Deme Kydathenion zugeordnet wurde. Nur schriftlich
überliefert von Pausanias ist das Demenheiligtum von
Athmonon/Maroussi. Die Einrichtung dieser Aphroditeheiligtümer
durch die Demen im Zusammenhang mit dem Bürgerrechtsgesetz
wurde hier aus der Kombination von schriftlicher Überlieferung
mit archäologischen Denkmälern erschlossen. Der
historische Hintergrund hat die verbindliche Ikonographie dieser
Kultbilder der Aphrodite Urania bestimmt, die in geringen originalen
Fragmenten in Daphni und am Ilissos und in unvollständigen
römischen Kopien für die Demen Eleusis und Melite und
dem unbekannten Demos am Ilissos erhalten sind.
Schlagwörter:
Athen • Rundplastik, klassische
• Kultbild, Aphrodite
Urania • Demenheiligtümer
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K. Hallof. Pfandhoroi aus dem
Kerameikos
Es
werden sieben sog. Pfandhoroi
(termini fundorum pigneratorum) aus dem Kerameikos
in Athen publiziert
und die mit den Inschriften verbundenen rechtshistorischen Probleme
besprochen.
Schlagwörter:
Kerameikos • Inschriften, griechische
• Horoi
• Pfandhoroi ▲
B.
Freyer-Schauenburg,
Gladiatoren auf Samos Zu den Zeugnissen
bildhauerischer Tätigkeit
auf Samos im 2. und 3. Jh. n. Chr. gehören die Reliefs mit
Darstellungen von Gladiatorenkämpfen und venationes, die bis
auf zwei Neufunde der griechischen Ephorie vorgelegt werden
können. Zwei Platten sowie drei Relieffragmente stammen von
einem Fries aus dem mittleren 2. Jh. n. Chr., auf dem beide Bildthemen
vertreten sind. Über die ursprünglicher Lokalisierung
der z. T. zweitverwendeten Reliefs lassen sich nur Vermutungen
anstellen; eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht für ihre
Verbindung mit dem Grab- oder Erinnerungsmal eines Spielgebers im
weiteren Umkreis der antiken Hauptstadt bis hin zum Bereich von Chora.
Von dort stammt (allerdings auch aus sekundärer Verbauung) ein
weiteres Gladiatorenrelief aus der 2. Hälfte des 2. Jhs. n.
Chr. mit Resten zweier Kampfpaare in der geläufigen
Gruppierung von einem retiarius
und einem Schwerbewaffneten. Die vor
allem in Kleinasien sehr verbreiteten Reliefpfeiler mit der Darstellung
jeweils eines Gladiators sind auf Samos in zwei Exemplaren vertreten,
das eine davon nur als Fragment erhalten. Sie sind nach dem Material
(einem minderwertigen Kalkstein), nach Format und Darstellung
wahrscheinlich Gegenstücke.
Die Gattung der Grabreliefs wird von einem stattlichen, wenngleich
stark beschädigten Exemplar mit Bild und Grabgedicht aus
Potokaki vertreten sowie von einem sehr kleinformatigen Relief ohne
Fundort, das einen retiarius in Vorderansicht wiedergibt.
Schlagwörter:
Reliefs • Samos
• Gladiatorenkämpfe
• venationes ▲
A.
Avram – O. Bounegru,
Inschriften von Nikaia
und
Nikomedia
aus dem Reisebericht von Botho Graef (1889) Gegenstand
des Beitrages sind 24 Inschriften von Nikomedia, Nikaia und
deren Umgebung, die Botho Graef einst gezeichnet und kurz beschrieben
hatte. 11 Inschriften waren zwar schon bekannt, 13 aber (alle
kaiserzeitlich) werden hier auf Grund der nachgelassenen Zeichnungen
zum ersten Mal veröffentlicht. Einige davon erlauben manche
Präzisierungen topographischer Natur.
Schlagwörter:
Inschriften • Bithynien
• Nikaia •
Nikomedia ▲
L. K. Bournias, »Serpens
amplexus…«.
Disentangling the meaning of some Late Roman terracotta plaque
fragments from Athens This article resulted from
the study of a number of new or hitherto
unpublished terracotta fragments from Athens. They have been attributed
to two relief clay plaques (two versions of the same subject), showing
the strangulation of a naked couple by two snakes. Aspects of their
form, function and date are discussed alongside their association with
some published finds – lamps, amulets, mosaics –
that made possible
their correlation with the figure of personified Envy (Phthonos). In
the superstitious milieu of the late 4th and early 5th c. A.D. the clay
plaques, demonstrating the suffering of the envious, were implemented
as a popular means of defence against the deep-rooted fear of the evil
eye. In that respect they rank among the most intriguing artifacts in a
large heterogeneous group of talismanic objects.
Keywords:
terracotta plaque • late-roman
• phthonos
• snake ▲
K.
F. Krösser, Ein
profaner Hauskomplex im
Heraion von Samos
und seine Geschichte Die hier vorgelegten
Ergebnisse sind Teilresultat
einer Ausgrabung, die in den Jahren 1964/65 unter der Leitung von E.
Homann-Wedeking durchgeführt wurde. Hier wird postum sein
Kurzmanuskript veröffentlicht und einige
anschließende Überlegungen zur aufgehenden
Architektur dieser späten Häuser
präsentiert. Der hier vorgstellte Komplex liegt im Geviert
I/K/L – 5/6 des Heraion von und kann in mehrere Bauphasen
gegliedert werden. Der erste Bau dürfte bereits im ausgehenden
1. Jh. n. Chr. entstanden sein, der zweite rund 100 Jahre
später. Ob der kaiserzeitliche Komplex zu einem
zusammengehörenden Haus oder zu zwei parallel nebeneinander
stehenden Häusern zu rekonstruieren ist, lässt sich
nicht mit letzter Sicherheit entscheiden. Favorisiert wird hier die
Lösung mit zwei separaten Bauten. Nach der Zerstörung
werden die beiden Bauten erneuert und offensichtlich zu einem
zusammengehörenden Komplex vereint. Der dann um 500 n. Chr.
errichtete frühbyzantinische Bau zeigt, so wie er aus den
geringen Resten rekonstruiert werden kann, sich als ein kleines
Landgehöft, das sowohl als Wohn- als auch als
Wirtschaftsgebäude genutzt wurde.
Schlagwörter: Samos
• Heraion •
Wohnbebauung, kaiserzeitliche
• Wohnbebauung, byzantinische
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