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Städtische Wirtschaftspolitik im römischen Ägypten

Städtische Wirtschaftspolitik im römischen Ägypten

Dissertationsvorhaben

Abteilungen:
Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik München

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

 

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Ziele

Das Dissertationsvorhaben, das von Prof. Drexhage und Dr. Ruffing (Marburg) betreut wird, hat die "Städtische Wirtschaftspolitik im römischen Ägypten" zum Gegenstand und umfaßt als zeitlichen Rahmen das 1. bis 3. Jh. n. Chr. Angestrebt werden eine Darstellung der Wirtschaftslage der Gemeinwesen im kaiserzeitlichen Ägypten und die Eruierung der Frage nach deren Fähigkeit zur Betreibung einer aktiven Wirtschaftspolitik unter römischer Herrschaft. 

Methoden

Bei der Verwendung des neuzeitlich geprägten Terminus "Stadt" gilt es selbstredend zu berücksichtigen, dass die ägyptische Provinz nur drei, bzw. vier poleis im administrativ-rechtlichen Sinne kannte (m. E. Alexandria, Naukratis, Ptolemais Hermiu und Antinoopolis). Doch zeichnen sich gerade diese Gemeinwesen durch einen stark fragmentarischen Befund papyrologischer Quellen aus, so dass sich ihr Wert für die zu untersuchende Fragestellung erheblich schmälert. Vor diesem Hintergrund sollen die weit besser dokumentierten Gaumetropolen Ägyptens in den Mittelpunkt der Betrachtung rücken, die vor allem im Hinblick auf ihre funktionale Stellung in der Provinz als Paradigma städtischen Lebens gelten dürfen.
Die Darlegung der Dimension städtischen Wirtschaftsgebarens in Ägypten soll neue Erkenntnisse für die Diskussion um die munizipale Wirtschaftsautonomie im Kaiserreich erbringen und auch Licht auf bislang ungeklärte Fragen zur sogenannten reichsweiten "Wirtschaftskrise" des 3. Jhs. n. Chr. werfen. Das Promotionsvorhaben soll einen Beitrag leisten, antike Wirtschaftspolitik aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Die Stadt soll nicht primär als ausführendes Organ einer Subhierarchie, sondern als agierendes Wirtschaftssubjekt verstanden werden, das idealiter in der Lage ist, eine dynamische Wirtschaftspolitik zu betreiben. 

Ansprechpartner

 Stefanie Schmidt, MA

Telefon: +49-(0)89 286767-60
Telefax: +49-(0)89 28 67 67-80
Email: schmidt@aek.dainst.de


 
 

Aktualisiert: 09.05.2008

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