Eigenschaften
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Abb.1 Übersicht der Module
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Abb.2 Benutzeroberfläche (Projekt Pergamon)
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Abb.3 Erweiterbarkeit
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iDAI.field führt Daten aus unterschiedlichen Projekten mit unterschiedlichen Methoden (Grabung, Survey, Bauaufnahme, Restaurierung, Geophysik, naturwissenschaftliche Untersuchungen, etc.) zusammen, d.h. es versucht die Feldforschung in ihrer gesamten Komplexität abzubilden. Die heterogenen Einzelinformationen werden dabei möglichst effizient verwaltet, damit sie nur einmal eingegeben und gespeichert werden müssen, aber in unterschiedlichen Formularen und in unterschiedlichen Kontexten abrufbar sind. Zu diesem Ansatz gehört, dass auch alte analoge Grabungsunterlagen in die Dokumentation einer aktuellen Unternehmung integriert werden können.
In dem System wird zwischen Basis-, Methoden- und Fund-Modulen unterschieden, die alle stark miteinander vernetzt sind. Unter Basismodulen werden solche Elemente verstanden, die für alle Methoden- und Fundmodule relevant sind: die Verwaltung von Fotos, Zeichnungen und Archivmaterial sowie die Eingabe von Koordinaten, Datierungen und Literaturangaben. Die unterschiedlichen Arbeitsweisen werden durch die Methodenmodule realisiert: Survey, Ausgrabung, Bohrkern, Bauforschung. Und schließlich gibt es die Fundmodule zur Erfassung verschiedener Objektgattungen und Proben. Geplant, aber bislang noch nicht realisiert sind Module zur Geophysik, zu Restaurierungen und zu naturwissenschaftlichen Untersuchungen (Abb.1).
Dadurch, dass bei der Entwicklung von iDAI.field von Anfang an unterschiedliche Feldforschungen beteiligt waren, sind Anforderungen und Wünsche sowohl von Großprojekten wie Pergamon oder Hattuscha als auch von kleineren, befristeten Projekten eingeflossen. In diesem Sinne lebt die inhaltliche und technische Konzeption von den Rückmeldungen der derzeitigen Interessenten/Nutzer aus verschiedenen DAI-Abteilungen (u.a. Pergamon, Taganrog, Hattuscha, Kalapodi, Milet, Aizanoi, Marib, Munigua, Olympia, Selinunt, Istanbul) und den Forschergruppen innerhalb des Berliner Exzellenz-Clusters TOPOI.
Realisierung
Aus rein praktischen Gründen wurde iDAI.field bislang mit der kommerziellen Software FileMaker Pro entwickelt. Der Umfang des Systems beläuft sich auf ca. 60 Tabellen, ca. 2500 Felder, ca. 250 Index-/Wertelisten und ca. 110 Layouts/Formulare (Abb.2). iDAI.field kann entweder als lokale sog. Standalone-Version eingesetzt werden, so dass keine eigene FileMaker-Lizenz erworben werden muss. Sofern Interessenten FileMaker Pro (Version 8 oder höher) besitzen bzw. auf eigene Kosten erwerben, kann die Datenbank auch in einem kleinen Netzwerk oder mit FileMaker Server über einen zentralen Rechner betrieben werden. Seit Januar 2009 gibt es einen ersten mehrsprachigen Prototyp, der in bestimmten Modulen die Sprachen englisch, türkisch und russisch unterstützt.
Weitere Entwicklung
Momentan wird daran gearbeitet, iDAI.field auf OpenSource-Technologien
(PostGreeSQL/PostGIS) zu überführen, eine webbasierte Nutzeroberfläche
(PHP, AJAX) zu erstellen und offene Schnittstellen (XML, CIDOC-CRM) zu
implementieren. Unterstützt werden diese Arbeiten durch Mitarbeiter am
Frauenhofer-Institut für Software- und Systemtechnik in Berlin und
Dortmund. Auf diese Weise soll nicht nur eine flexible Lösung
unabhängig von kommerziellen Produkten entstehen, sondern auch eine
bessere Anbindung an unterschiedliche Ressourcen innerhalb des DAI (z.
B. den Bibliothekskatalog ZENON oder die Objektdatenbank ARACHNE) als
auch außerhalb sowie lokale Anwendungen (z.B. GIS, Statistikprogramme,
Harris-Matrix-Genetaroren, etc.) geschaffen werden (Abb.3). Diese
Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Web-Datenbankprojekt
CISAR.
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