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Deutschland, Niederbayern und Franken

Siedlungsgeschichtliche Untersuchungen zum Frühen Mittelalter (6.-8. Jahrhundert n. Chr.) in Niederbayern und im Taubertal

Analysen zur Siedlungsweise, zu Handel und Verkehr sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Frühen Mittelalters (6.-8. Jahrhundert n. Chr.) anhand ausgewählter Gräberfelder.

Lage

Vier der Gräberfelder befinden in Niederbayern an Isar und Donau und das fünfte in Franken an der Tauber bei Tauberbischofsheim.

Abteilungen:
Römisch-Germanische Kommission (RGK) Frankfurt a.M.

Weitere Informationen zur Abteilung/Kommission, die das Projekt betreut

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Ziele

    
  Kammer des Frauengrabes 405  

Auswertung, Publikation und Gesamtschau der fünf Gräberfelder Peigen (262 Gräber) und Mamming (23 Gräber), Kr. Landau-Dingolfing, Moos-Burgstall (44 Gräber), Kr. Deggendorf, und Straubing (4 Gräber) sowie Dittigheim (563 Gräber), Stadt Tauberbischofsheim, die aufgrund des sozialen Spektrums der dort Bestatteten weitreichende Aussagen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Frühmittelalters erlauben, in Zusammenarbeit mit Anthropologie, Botanik und Zoologie sowie Textilkunde. 

Aktuelle Arbeiten

    
  Waffen und tauschierte Beschläge des Männergrabes 239  
    
  Trinkhorn und Gläser  

Ein Großteil der Gräber ist restauriert und gezeichnet; für Moos-Burgstall liegt die Publikation bereits vor (s. u.). Derzeit werden fortlaufende Restaurierungs- und Zeichenarbeiten zum Gräberfeld Dittigheim durchgeführt; Ausgrabungen an gefährdeten Gräberfeldern im niederbayerischen Arbeitsgebiet sind mit der Kreisarchäologie Dingolfing-Landau vorgesehen. 

Ergebnisse

    
  Solidus und Schmuckstücke  

Die fünf Gräberfelder unterscheiden sich in Größe, Zeitstellung, Ausstattung und topographischer Lage grundsätzlich voneinander: dörfliche Siedlung mit mehreren Hofstellen (Dittigheim), Siedlung von Händlern und Handwerkern an überregionalem Verkehrsweg (Peigen), Bauernhof auf der Hochterasse (Mamming), Hof eines adeligen Herren mit Gefolge an strategisch wichtigem Isarübergang (Moos-Burgstall), Bestattung einer adeligen Familie an einer Eigenkirche (Straubing). 

Kooperationen

Kreisarchäologie Dingolfing-Landau; Archäologische Staatssammlung München; Gäubodenmusem Straubing; Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, Archäologische Denkmalpflege; Württembergisches Landesmuseum Stuttgart. 

Ansprechpartner

Dr. phil. Uta von Freeden

Frühgeschichte
Telefon: 069-975818-29
Telefax: 069-975818-38
Email: vonfreeden@rgk.dainst.de

Literatur

U. v. Freeden, Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Moss-Burgstall, Ldkr. Deggendorf, in Niederbayern. Ber. RGK 68, 1987, 493-637 Taf. 45-68 Beilage 1.
U. v. Freeden, Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Peigen, Markt Pilsting, im Rahmen zeitgleichen Fundmaterials aus dem Isarmündungsgebiet. In: Vorträge 11. Niederbayer. Archäologentag (Deggendorf 1993) 159-180.
U. v. Freeden, Frühmittelalterliche Adelsgräber bei St. Peter in Straubing. Jahresber. Hist. Ver, Straubing 100, 1998, 311-323.
I. Stork, Der fränkische Friedhof von Dittigheim. In: E. Weiß, Dittigheim. Geschichte einer alten Siedlung im Taubertal (Tauberbischofsheim 1987) 43-60.  

 


 
 

Aktualisiert: 20.03.2008

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