Ergebnisse
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Kamiltepe. Quadrat O11: Westkante der Plattform und anschließende Bebauung |
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Kamiltepe. Bemalte Keramik der Milsteppe |
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Kamiltepe. Perlen aus Türkis und anderen Schmucksteinen |
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Kamiltepe. Knochenahlen |
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Die Arbeiten der ersten Kampagne konzentrierten sich in vier verschiedenen Bereichen.
1. Zum einen sollte durch das Reinigen der Profilwände im Baggerschnitt ein erster Aufschluss über die Besiedlungsabfolge gewonnen werden, damit die anschließenden Grabungsarbeiten gezielt angelegt werden konnten. Die Reinigung des Westprofils im Baggerschnitt ergab, dass der Kern des Hügels offenbar aus einer massiven Plattform aus handgeformten Lehmziegeln bestand. Die Kantenlänge dieser Struktur beträgt mindestens 15 m.
2. Ein 4 x 4 m großer Schnitt nördlich des Baggergrabens ermöglichte es, die Außenkontur der Lehmziegelplattform in diesem Bereich zu erfassen. Offenbar war die Plattform an dieser Stelle einmal zusammengestürzt, denn es wurde eine dicke Packung Lehmziegelversturz freigelegt. Über diesem Versturz liegt eine vielschichtige Brand- und Ascheschicht.
3. Ein weiterer Schnitt setzte westlich des Baggerschnitts an der Oberkante des Westprofils an und erlaubte die Freilegung der obersten erhaltenen Schicht der Lehmziegelplattform und eine Definition ihrer Westkante. An dieser westlichen Kante sind mehrere Mauern so angesetzt, dass eine Kette von Räumen entlang der Plattform wahrscheinlich ist. Diese Außenbebauung erlaubt eine Unterscheidung von mindestens zwei, allerdings dicht aufeinander folgender Phasen.
4. Zwanzig Meter südwestlich des Baggerschnitts wurden unter einer 60 cm starken Schwemmschicht die Reste eines Wohnhauses gefunden, das allerdings nur bis in eine Höhe von maximal zwei Lehmziegellagen erhalten ist. Der erfasste Mauerabschnitt ist aus Lehmziegeln gleichen Formats wie die Plattform gebaut, die Mauern des Gebäudes waren gerade.
Das Fundmaterial umfasst handgemachte Keramik, darunter eine ganze Anzahl bemalter Beispiele, wie sie bisher als typisch für das Äneolithikum der Milsteppe gelten. Zudem gibt es Schleuderkugeln aus ungebranntem Ton, Nadeln und Ahlen aus Knochen, und Perlen aus Türkis und Karneol. Die Fundsituation des Materials, am Rand der Plattform in Schichten mit erheblichen Brandspuren und großen Mengen Tierknochen, deutet auf eine mögliche Funktion der Plattform als Mittelpunkt gemeinschaftlicher Feste oder Zeremonien hin, bei denen die Zubereitung und der Verzehr von Fleisch eine wichtige Rolle spielte.
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