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Im August und September diesen Jahres fand unter der Leitung von Joseph Maran (Universität Heidelberg) die dritte Kampagne einer vom DAI und dem Institute for Aegean Prehistory (Philadelphia) geförderten Ausgrabung in der westlichen Unterstadt von Tiryns (Argolis, Griechenland) statt. Dieser Ort war in der mykenischen Palastzeit (ca. 1400-1200 v. Chr.) eines der wichtigsten politischen Zentren im Ostmittelmeerraum. Die Ausgrabungen haben deutlich gemacht, dass die Besiedlung des untersuchten Bereichs der westlichen Unterstadt kurz nach 1300 v. Chr. aufgegeben und nach langer Unterbrechung erst ab ca. 1000 v. Chr. in der frühen Eisenzeit wiederaufgenommen wurde. In der Ausgrabung wurde ein Teil eines im späten 14. Jh. v. Chr. errichteten großen Gebäudes mit massiven und sorgfältig gebauten Mauern freigelegt. In Abfallschichten, die sich über dem Fußboden in der Freifläche außerhalb des Gebäudes akkumuliert haben, fand sich zusammen mit vielen Scherben mykenischer Gefäße das ca. 3,7 cm hohe Fragment einer aus Ton gefertigten Tafel.
Pressemitteilung (PDF, 84.4 KB)
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