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Im Rahmen der zweiten Fortsetzung des EMAGINES-Projekts werden in Kooperation mit CoDArchLab weitere 40.000 historische Aufnahmen aus den Beständen des DAI digitalisiert und für die wissenschaftliche Recherche in ARACHNE aufbereitet.
Das DAI verfügt aufgrund seiner Forschungstradition weltweit über die größten und ältesten Bildbestände im Bereich der Archäologie der Mittelmeerländer. Sie werden unter dem Projekttitel EMAGINES in einer strategischen Langzeitplanung digitalisiert und über die vom Deutschen Archäologischen Institut und dem Cologne Digital Archaeology Laboratory (CoDArchLab) betriebene Webdatenbank Arachne weltweit zugänglich gemacht.
Bisher waren die Bestände auch der ältesten und historisch wertvollsten Aufnahmen für heutige Benutzer nur durch persönliche Recherchen in den jeweiligen Fotoarchiven der DAI-Auslandsabteilungen in Athen, Istanbul und Kairo zugänglich. Das Originalmaterial wird durch die manuelle Nutzung fortlaufend belastet, so dass in ihm enthaltene Informationen allmählich unwiderruflich verloren gehen. Insbesondere aber droht durch gravierende Umwelteinflüsse und Naturkatastrophen, in erster Linie Erdbeben eine umfassende Zerstörung. Neben diesen drängenden konservatorischen Problemen sind die Erschließungsdefizite der in den Negativbeständen enthaltenen Informationen offensichtlich. Die Gliederungsschemata der Fototheken können eine inhaltlich strukturierte Sacherschließung nicht ersetzen. Das in den Glasnegativen des DAI enthaltene Potential muss im gegenwärtigen Benutzungsmodus also nicht nur als gefährdet, sondern auch weitgehend brachliegend angesehen werden.
Das Hauptziel des hier beschriebenen Projektes ist die webgestützte Erschließung eines bedrohten Bestandes an Glasnegativen und Diapositiven, der aufgrund seines Informationsgehaltes von außerordentlich hoher wissenschaftlicher Bedeutung ist. Als Teilziele sind zu nennen:
Ende 2009 waren im Rahmen des Emagines-Projekts in den Auslandsabteilungen des DAI und der Zentrale über 80.000 Glasnegative gescannt. Insgesamt entfallen auf Athen 29.000 Scans, auf Istanbul 16.000 Scans, auf Kairo 4000 Scans, auf Madrid 8500 Scans, auf Rom 10.000 Scans sowie auf die Zentrale in Berlin und die Eurasienabteilung mit der Außenstelle in Teheran 11500 Scans. Das von dem Projekt angestrebte Ergebnis wurde dabei noch deutlich übertroffen. Die meisten Scans wurden bereits digitalphotographisch aufbereitet und die bearbeiteten Bilder archäologisch bestimmt und für die archäologische Informationsrecherche in die Arachne-Datenbank eingestellt. Sämtliche bisher angefertigten Bilddateien und Datenbankdaten sind über das Rechenzentrum der Universität Köln mehrfach und langfristig gesichert.
Die Scans der Glasnegative sind über Arachne abfragbar. Eine unscharfe Metasuche nach 'Emagines' ermöglicht eine Gesamtübersicht über mehr als 40.000 Objektdatensätze verschiedener Kategorien, denen die Bilddateien der Glasnegative in Arachne zugeordnet sind. In der sog. Bildernavigation können (Anfang 2010) insgesamt 82.084 Bilddatensätze abgefragt werden, die das Glasnegativ als solches adressieren.
Mit Bewilligung des dritten Teilprojekts werden weitere 40.000 historische Aufnahmen digitalisiert, die sich in den Fototheken und Bildarchiven der Abteilungen Rom und Athen sowie der Orient-Abteilung und der Zentrale befinden. Die Bilder werden wie gehabt inhaltlich erschlossen und in ARACHNE integriert. An der Orient-Abteilung etwa werden mit rd. 6.500 Glasnegativen etwa 50 % des Uruk-Archivs im Emagines-Workflow erfasst. Es handelt sich vorwiegend um topografische Aufnahmen sowie Grabungsbefunddokumentationen im Feld. Hinzu kommen ca. 1000 Glasplatten und Positive aus dem teilweise aufgearbeiteten Nachlass des Dresdner Architekturhistorikers Walter Bachmann (1883-1958). Aus den Beständen der Zentrale werden rd. 5.500 Glasnegative und vergilbende Abzüge bearbeitet, darunter Glasnegative aus dem Archiv Georg Loeschke (1852-1915), die einen bedeutenden zusammenhängenden fotografischen Dokumentationskomplex zu römischen Öllampen bilden, einer ansonsten im Bereich von Glasnegativen eher vernachlässigten Materialgattung. Aus dem Nachlass Bernhard Schweitzer (1892-1966), einem weiteren bedeutenden Archäologennachlass, sollen ca. 1.500 Glasnegative erfasst werden, die römische Sarkophage, Münzen, Obelisken, Vasen u. a. umfassen. Mit Fertigstellung der Arbeiten in der dritten Runde wird das EMAGINES-Projekt abgeschlossen.
Das Projekt ist eine gemeinsame Unternehmung der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts und dem CoDArchLab an der Universität Köln.
Cologne Digital Archaeology Laboratory (CoDArchLab)
Universität zu Köln
Prof. Dr. Reinhard Förtsch
Albertus Magnus Platz
D - 50923 Köln
Fon: 0049/221/470-2946
Fax: 0049/221/470-5099
http://www.arachne.uni-koeln.de
E-Mail: foertsch@uni-koeln.de
Das Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
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Grafik und Visualisierung
Bauforschung in Ägypten
Projekt Domus Flavia
Bauforschung
: Projekt Baalbek
: Reisestipendiat 2011/12
Grafik und Visualisierung
Bauforschung
Fotografie
wissenschaftlicher Referent
Visualisierung Palatin (Cluster)
The German Archaeological Institute (DAI) is a »scientific corporation« of the Federal Institution under the auspices of the Foreign Office. The staff of the Institute carries out research in the area of archaeology and in related fields and maintains relations with international scholars.
Furthermore, it organizes congresses, colloquia and tours, and informs the public through the media about its work.