Natur und Kult in Anatolien
4. Wissenschaftliches Netzwerk an der Abteilung Istanbul 2014/2015

Wissenschaftliches Netzwerk "Natur und Kult in Anatolien"

Mit den wissenschaftlichen Netzwerken der Abteilung Istanbul des DAI soll der wissenschaftliche Austausch zwischen der Abteilung und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus deutschen, türkischen und internationalen Hochschulen und Forschungsinstituten gestärkt werden. Die Netzwerke finden seit 2007 kontinuierlich statt und richten sich vor allem – aber nicht ausschließlich – an Nachwuchswissenschaftler.

Die Netzwerke widmen sich einer archäologisch-kulturhistorischen übergeordneten Thematik oder Fragestellung, die in der Regel über zwei Jahre verteilt in verschiedenen Formaten (Seminare, Workshops, Herbstschulen) mit unterschiedlichen Fokussierungen diskutiert wird.

Koordinator des Netzwerkes ist Bernhard Ludwig (bernhard.ludwig@dainst.de), der auch für organisatorische Fragen zur Verfügung steht. Inhaltliche Fragen richten Sie bitte an die Sprecher des Netzwerkes Prof. Dr. Felix Pirson (felix.pirson@dainst.de) und PD Dr. Andreas Schachner (andreas.schachner@dainst.de).

Research Questions

Das aktuelle Netzwerk 2014-2015 zum Thema „Natur und Kult in Anatolien“, reagiert einerseits auf zahlreiche Neufunde zu Naturheiligtümern in den letzten Jahren, anderseits trägt es dem verstärkten Interesse an der Erforschung des Umgangs mit der Natur in der Alten Welt Rechnung. Allein schon die Projekte der Abteilung Istanbul liefern vom Neolithikum (Göbekli Tepe) über die Bronzezeit (Hattuša) bis zum klassischen Altertum (Didyma, Milet, Priene und Pergamon) zahlreiche Beispiele für sog. Natur- oder Felsheiligtümer bzw. nicht monumentalisierte Kultplätze. Die dort verehrten Gottheiten wie z.B. Meter-Kybele suggerieren eine lange 'anatolische' Tradition der Kulte, die es während des Netzwerks zu diskutieren gilt. Weitere Fragestellungen betreffen die Zuschreibung an bestimmte Gottheiten oder die Verehrung nicht näher bestimmter göttlicher Mächte, damit verbunden das wesenhafte Verständnis von "unbelebter" Natur im allgemeinen und die saisonale Nutzung der Kultplätze mit jeweils zu leistender Reinigung bzw. Erneuerung des Heiligtums. Des Weiteren den Gegensatz zwischen architektonisch gefassten Heiligtümern und Naturmalen (sowohl formal als auch inhaltlich), die Einbindung von Natur in städtische Kontexte sowie die Erschließung der Heiligtümer und ihre Rolle bei der Definition von Territorien. Dank der Zusammenarbeit mit dem Orientinstitut in Istanbul kann das Thema bis in moderne Kulturkreise hinein betrachtet werden.

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Bernhard Ludwig
Wissenschaftliche Hilfskraft
İnönü Caddesi 10
34437 İstanbul
Türkei
 
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