Von dem Kastell Iatrus sind seit 1958 Gebäudereste aus drei Jahrhunderten (310/20 - 600 n. Chr.) freigelegt und untersucht worden.
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Im Zuge der Völkerwanderung versuchten immer wieder Germanen, Hunnen, Slawen und andere Fremdvölker, sich auf römischem Territorium anzusiedeln. Dabei kam es häufig zu kriegerischen Auseinandersetzungen in der Grenzzone. Iatrus wurde mehrfach verlassen, zerstört und wiederaufgebaut. Um das Jahr 600 n. Chr. mußten die Römer das Gebiet zwischen Donau und Balkangebirge endgültig räumen. Hier ließen sich seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. Slawen und Protobulgaren nieder, die auch in den Kastellruinen von Iatrus eine neue Siedlung aufbauten.
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Seit 1958 finden in Iatrus bei dem Dorf Krivina, Bez. Ruse, deutsch-bulgarische Gemeinschaftsgrabungen statt. Daran sind derzeit Archäologen der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Frankfurt a. M., des Archäologischen Instituts der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, Sofia, und des Historischen Regionalmuseums Ruse sowie Fachstudenten aus beiden Ländern beteiligt.
Untersucht wurde bis heute mehr als die Hälfte des erhaltenen Kastellareals von ca. 2,5 ha. Die etwa 300 Jahre währende Existenz des Kastells läßt sich in vier Hauptperioden mit jeweils mehreren Phasen unterteilen.
Durch die seit über 40 Jahren laufenden Grabungen sind die Festungswerke sowie große Bereiche des Kastellzentrums untersucht worden. Das nördliche Drittel des ursprünglichen Kastellareals ist durch Hochwässer im Laufe der Zeit weggerissen worden.
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Die bis zu 4 m mächtige Kulturschicht in Iatrus enthält neben zerstörten Steingebäuden auch viele Fundgegenstände. Jeder Spatenstich muß deshalb genau beobachtet und sorgfältig dokumentiert werden.
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