Luftaufnahme der Principia von Iatrus.
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In dem von Säulen umgebenen Vorhof und der großen Querhalle fanden offizielle Empfänge und Ehrungen statt. Das Gebäude, von dem nur wenig mehr als die Grundmauern erhalten ist, war ursprünglich das repräsentativste Bauwerk in Iatrus. Seine Mauern waren aus sorgfältig zugerichteten Kalksteinquadern in Mörtelbindung errichtet und verputzt, teilweise sogar bemalt. Die großen hölzernen Türflügel waren mit blinkenden Bronzebeschlägen und Schnitzwerk verziert. Die Apsis war durch eine hohe Stufe und ein kunstvoll geschmiedetes Metallgitter vom übrigen Raum der Principia abgetrennt. Hier befand sich das Fahnenheiligtum der Truppe. Im Zerstörungsschutt lag ein umgestürzter Steinaltar, auf dem den Schutzgöttern geopfert worden war. Rechts vor dem Allerheiligsten stand ein fast mannshoher Steinsockel, auf dem das jeweils aktuelle Kaiserporträt aufgestellt war. Bei einem Machtwechsel in Rom oder Konstantinopel konnte es leicht ausgetauscht werden. Über dem Haupteingang zu den Principia könnte ursprünglich eine Adlerfigur aus Kalkstein angebracht gewesen sein. Der Adler diente auch in römischer Zeit als Symbol für Macht und Stärke.
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