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Wie die allermeisten Militärstationen in der Grenzregion von Moesia secunda und den Nachbarprovinzen wurde auch Iatrus vollständig vernichtet. Die Bewohner hatten das Kastell aber noch in aller Eile verlassen können, ehe es in Flammen aufging. Dabei hatten sie den größten Teil ihres Besitzes noch zusammenraffen und mitnehmen können, so daß überwiegend beschädigte, unbrauchbare oder wertlose Gegenstände übriggeblieben sind.
Von den schweren Verwüstungen erholte sich die Region nur sehr langsam. Erst unter Kaiser Anastasius (491–518) wurden in größerem Umfang Limesfestungen wie Iatrus wieder instandgesetzt und neu besiedelt. Nach den heute noch erkennbaren Resten scheint es sich hierbei jedoch, verglichen mit dem Zustand in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts, um eine ärmliche Siedlung mit geringer Bevölkerungszahl gehandelt zu haben.
Aber die Barbareneinfälle hörten nicht auf, sondern nahmen an Zahl und Intensität immer mehr zu. Kaum 30 Jahre nach dem Wiederaufbau mußten die Bewohner wieder aus Iatrus fliehen, und das Kastell wurde erneut zerstört.
Unter Kaiser Iustinian (527–565) wurde die Festungsmauer von Iatrus repariert, und im Inneren errichtete man einfache Unterkünfte für eine kleine Besatzung. Nach der endgültigen Zerstörung des Kastells um das Jahr 600 hinterließ nur die massiv aus Bruchsteinen und Ziegeln gebaute Kirche noch sichtbare Ruinen.
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Durch den Zerstörungsbrand in der Mitte des 5. Jahrhunderts n.Chr. wurden die luftgetrockneten Lehmsteine verziegelt. Bei der Freilegung ließ sich dadurch der Versturz der durchgeglühten Hauswände rekonstruieren.
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Am Anfang des 6. Jahrhunderts n. Chr. war das ummauerte Areal von Iatrus nur dünn besiedelt. Die kleine Besatzung und ihre Familien hatten sich notdürftig in den stehengebliebenen Hausruinen eingerichtet.
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Kaiser Iustinian (527–565) ließ im Zuge eines allgemeinen Erneuerungsprogramms für den Limes auch Iatrus wiederaufbauen. Nur wenige Reste von unsolide ausgeführten Steingebäuden und Spuren von etlichen Hütten aus Holz und Lehm innerhalb des Festungsringes sind von diesen Anstrengungen übriggeblieben. In den Jahren 600/602 wurde der Limes an der unteren Donau von Awaren, Slawen und anderen Fremdvölkern überrannt, die Römer mußten alle Stützpunkte zwischen der Donau und dem Balkangebirge räumen und sich bis ins heutige Südbulgarien zurückziehen. In den aufgegebenen Grenzprovinzen wurden sämtliche Orte in Schutt und Asche gelegt, darunter auch das Kastell Iatrus.
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