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Die schwedischen Grabungen von Vale de Rodrigo 2

An der Untersuchung von Vale de Rodrigo 2 arbeiten im Rahmen unseres Forschungsprojektes Prof. Lars Larsson von der Universität Lund und seine Mitarbeiter.

Die Grabung der schwedischen Kollegen in Vale de Rodrigo 2.

Die Grabkammer von Grab 2 war von ähnlicher Größe wie Grab 1 und wohl ebenfalls rund 4 m hoch, aber vermutlich mit einem - heute fehlenden - Deckstein abgedeckt. Sie weist zwei Stirnsteine auf, und der Zugang erfolgte vom Hügel aus über eine steile Rampe, wie die Grabung erwiesen hat. Die neolithische Belegungsschicht ist ca. 20 cm mächtig und zementartig komprimiert.

Mit senkrecht gestellten Hornfelsplatten wurde der Zugang zur Grabkammer von Vale de Rodrigo 2 schließlich verstellt.

Zu Beginn der Kupferzeit hat man den Zugang zur Kammer mit senkrechten Platten verstellt und davor im Hügel weiter bestattet. Dies geht aus den dort niedergelegten Funden hervor, bei denen sich die Reste von menschlichem Zahnschmelz fanden. Sie sind das Einzige, was in dem kalkarmen Untergrund von den Skeletten übrig geblieben ist; nur durch sorgfältiges Ausschlämmen der Erde konnte dieser Nachweis geführt werden.

Die letzte Bestattung in der Grabkammer von Vale de Rodrigo 2 war nur als Leichenschatten wahrnehmbar. Allein das Schädelinnere, mit Lehm und Sand ausgefüllt, hat sich als Abformung erhalten. Die Knochen haben sich alle aufgelöst.

Auf der alten Oberfläche unter dem Hügel des Grabes fand man Spuren einer früheren Besiedlung. Eine C14-Probe von einer möglichen Feuerstelle, die aus der Zeit der Errichtung der Grabkammer oder davor stammen muss, ergab ein Datum aus der ersten Hälfte des 4. Jahrtausends v. Chr. Als wichtige Entdeckung ist noch ein mit Gravuren versehenes Bruchstück eines Megalithblockes zu erwähnen, das in der Kammerfüllung lag. Es handelt sich möglicherweise um einen Rest des Decksteins oder ein Bruchstück vom Verschlussstein der Kammer. Solche "Kunst" war bis dahin in der Region zwar an Menhiren, nicht aber an Megalithgräbern bekannt.


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