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Das Umfeld der Gräber von Vale de Rodrigo |
Anhand der Lokalisierung der Herkunft der Gesteine, die bei der Errichtung der vier Gräber von Vale de Rodrigo Verwendung fanden, wird der Mindestaktionsradius der Erbauer bestimmt. Die damit umschriebene Fläche von ca. 14 x 17 km bezeichnen wir als "Territorium". In der Tatsache,
dass sich dieses Gebiet mit einer geographischen Einheit deckt, nämlich dem Einzugsgebiet vom Oberlauf der Ribeira de Alcáçovas, sehen wir eine Bestätigung für unsere Deutung.
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Karte des Territoriums rund um Vale de Rodrigo.
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In diesem "Territorium", in dessen Zentrum die großen Gräber von Vale de Rodrigo liegen, gibt es mehrere Dutzend Megalithgräber, mindestens zehn Menhire (aufrecht stehende Monolithe) (drei bei oder in der Nachbarschaft von Gräbern, die anderen auf den das Gebiet umgebenden Höhenrücken) und den Cromlech dos Almendres, eine große Steinsetzung aus fast hundert Menhiren.
Spätestens in der Kupferzeit entsteht, wenige Kilometer südlich von den namengebenden Gräbern eine mehrere Hektar große befestigte Siedlung, der Monte da Ponte. Zwischen Gräbern und Siedlung befindet sich ein vermutlich prähistorisches Kupferminengebiet. Die Wege nach Norden durch die Serra de Monfurado werden durch zwei Höhensiedlungen bewacht, die Befestigung von Escoural und das Castelo do Giraldo.
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Malachitgestein mit mehr als 30 % Kupfergehalt.
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Minen
In der Serra de Monfurado ist kupferzeitlicher Kupferbergbau wahrscheinlich, für die römische Zeit ist er durch Funde sicher bezeugt. Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde hier noch Eisen abgebaut. Auch der Höhenrücken, der den Horizont der Gräber von Vale de Rodrigo nach Westen begrenzt, zeichnet sich durch auffallend hochprozentig malachitführendes Gestein aus. Hier wurde noch zu Beginn des vorigen Jahrhunderts im Tagebau Kupfer gewonnen.
Es könnten also sehr wohl diese günstigen wirtschaftlichen Bedingungen sein, die es den Bauherren von Vale de Rodrigo gestatteten, ihr tonnenschweres Baumaterial über weite Strecken herschleppen zu lassen und beim Bau der Monumente technische und architektonische Experimente zu wagen.
Die Steine kommen aus verschiedenen Richtungen. Die nächstgelegenen natürlichen Vorkommen liegen sowohl im Norden als auch im Westen jeweils hinter dem von Vale de Rodrigo aus sichtbaren Horizont; im Osten liegen sie jenseits des Bachlaufes.
Bezeugen diese Steintransporte, die geologisches und technisches Spezialwissen voraussetzen, nur den Willen zur Machtdemonstration oder haben sie auch religiöse Hintergründe? Beides ist wahrscheinlich.
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