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Steinsetzungen (Cromlechs)

Cromlech dos Almendres.

Die Serra de Monfurado grenzt das Gebiet von Vale de Rodrigo nach Norden ab. Sie bildet die Wasserscheide zwischen Tejo, Sado und Guadiana. Hier gibt es einige bedeutende Steinsetzungen, darunter den Cromlech von Almendres, den größten Portugals. Dieser liegt in Luftlinie nur 4 km von Vale de Rodrigo entfernt. Die fast hundert unterschiedlich großen Menhiren bestehen aus verschiedenen Gesteinen (Granite, Tonalite, Gneise). Der Cromlech liegt am Osthang einer Kuppe, ähnlich wie z.B. die Portela de Mogos oder Vale de Maria do Meio. Die höchsten Steine stehen im Westen und werfen im Abendsonnenschein lange Schatten. Manche von ihnen tragen Ritz- oder Reliefverzierung.

Verzierter Menhir vom Cromlech Portela de Mogos.

Große Gräber
Auffallend ist die Häufung von sehr großen Gräbern in Vale de Rodrigo. Ihre Hügeldurchmesser liegen zwischen 40 und 50 m, und ihre Abstände betragen jeweils 900, 450 und 250 m. Das ist in Portugal sonst ungewöhnlich.
Auch liegt das bislang größte bekannte portugiesische Megalithgrab, die Anta Grande do Zambujeiro, nur 4 km in Luftlinie von Vale de Rodrigo entfernt, an der Ribeira de Valverde. Diese ist dem Grundriss nach ein typisches portugiesisches Ganggrab, bei dem ein breiter Stirnstein und daran anschließend je drei Wandsteine eine im Grundriss polygonale Grabkammer bilden. Nach oben schließt sie ein monumentaler Deckstein ab. Ein schmälerer, meist niedrigerer Gang führt in die Kammer hinein. Die Gräber von Vale de Rodrigo weichen von diesem Schema ab. Jedes der drei erhaltenen Gräber dort hat einen anderen Grundriss. Was mag der Grund für diese Besonderheiten sein?

Grund- und Aufriss der Anta Grande do Zambujeiro.

Die vier Gräber von Vale de Rodrigo liegen westlich eines von Norden nach Süden fließenden Bachlaufes, der nicht immer Wasser führt. Aber die Gegend zeichnet sich durch reichlich Grundwasser aus, denn der Untergrund besteht aus Gneis, dessen Verwitterungslehm undurchlässige Schichten bildet, über denen sich Wasser sammelt. Selbst in sehr heißen Sommern trocknen bis heute die zahlreichen Brunnen nicht aus.


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