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Vale de Rodrigo - ein international-interdisziplinäres Projekt |
Von Anfang an waren die neuen Forschungen in Vale de Rodrigo darauf ausgerichtet, möglichst zerstörungsfreie Methoden anzuwenden. Wesentliche Neuerkenntnisse wurden in erster Linie durch archäologische und geologische Feldbegehung, durch detaillierte topographische und geophysikalische Messungen, durch petrographische und botanische Bestimmungen, durch Luftbildphotographie, Archäometrie, Geoarchäologie und erst in zweiter Linie durch Ausgrabungen gewonnen. Daraus erklärt sich eine interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit, die brasilianische, deutsche, italienische, österreichische, portugiesische, schwedische und spanische Mitarbeiter an gemeinsamer Sache arbeiten lässt. |
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Topographische Aufmessungen
(portugiesische, spanische und deutsche Mitarbeiter)
Wesentliche Aussagen zum Aufbau der Grabhügel und zum Verlauf der Befestigungsringe vom Monte da Ponte wurden durch detaillierte topographische Aufmessungen gewonnen.
Diese Arbeiten werden von Martin Höck, Professor am Departamento de Engenharia Civil der Universidade da Beira Interior, Covilhã, betreut und unter der Mitarbeit von Assistenten und Studierenden dieser Universität sowie anderen deutschen, portugiesischen und spanischen Mitarbeitern durchgeführt. Zum Einsatz kommen dabei Kippregel und Theodolith bzw. Totalstation.
Topographische Vermessung von Casa Branca 1 mit Hilfe von Kippregel und Theodolith WILD T2.
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Die kreisförmige Anordnung der Steine am Hügel von Vale de Rodrigo 2 wurde im Rahmen der topographischen Aufmessung bemerkt. Die gezielt angelegte Grabung bestätigte den Steinkreis!
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Die Steinumfassung von Vale de Rodrigo 3 wurde bei der topographischen Aufmessung erkannt, ihre Achteckform zeichnete sich aber erst im geophysikalischen Messbild ab.
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Geophysik
(deutsche und portugiesische Mitarbeiter)
Der Hügel von Vale de Rodrigo 3 weist eine Asymmetrie auf, deren Ursache noch vor einer Grabung geklärt werden sollte. So nahm Helmut Becker vom Landesdenkmalamt München geophysikalische Untersuchungen erstmalig an Megalithgräbern vor. Mit Elektrowiderstands- und magnetischen Messungen hat er inzwischen sämtliche Grabhügel von Vale de Rodrigo untersucht und deren verschiedenartige Steinumfassungen, den Verlauf ihrer Gänge und andere Details im Messbild sichtbar gemacht.
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Der achteckige Grundriss von Vale de Rodrigo 3 wurde durch die Grabung bestätigt. (Bildnachweis: DAI-Lx. 2931, 1993).
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Von besonderem wissenschaftlichen Interesse sind gleichfalls seine Ergebnisse vom Siedlungsplatz Monte da Ponte. Die Zeitstellung dieser mehrfach umwehrten Siedlungsanlage blieb lange unklar. Die an der vierten Befestigungslinie im Messbild deutlich erkennbaren halbrunden Bastionen ließen auf Kupferzeit schließen, was durch Funde eines kleinen Schnittes voll bestätigt wurde.
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