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Geologie |
(österreichische und portugiesische Mitarbeiter)
In den Gräbern von Vale de Rodrigo sind jeweils mehrere verschiedene Gesteinsarten verbaut, die in der unmittelbaren Umgebung nicht natürlich vorkommen. Deren Lokalisierung ist das Mittel, um den Mindesteinflussbereich ( das "Territorium") der Erbauer abzustecken und ihren Gepflogenheiten beim Grabbau auf die Spur zu kommen.
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Das kleine Grab von Almo de Baixo besteht nur aus Blöcken von Biotit-Hornblende-Tonalit, die hier den Untergrund bilden und an der Oberfläche anstehen.
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An den Gräbern von Vale de Rodrigo, wo der Untergrund aus Gneis besteht, sind vor allem verschiedene Granitarten (Biotit-Tonalit, Biotit-Hornblende-Tonalit, porphyrischer Granodiorit) verbaut. Sie müssen über mehrere Kilometer - der porphyrische Granodiorit kommt z.B in einer Entfernung von 6 bis 7 km vor - transportiert worden sein. Der so errechnete Mindestaktionsbereich umfasst eine Fläche von ca. 240 km2 . Innerhalb dieses Gebietes befinden oder befanden sich nach heutigem Kenntnisstand an die fünfzig Megalithmonumente. An vielen von ihnen wurden mehrere Gesteinsarten festgestellt, ohne dass es dafür technische oder andere praktische Gründe gibt; meist wurden sie aus verschiedenen Himmelsrichtungen geholt. Je größer die Gräber sind, desto weiter waren die Transportwege für das Baumaterial. Nur sehr kleine Gräber sind manchmal aus nur einem, und zwar meist aus dem in der unmittelbaren Umgebung anstehenden Gestein errichtet.
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An den Megalithen, hier an Casa Branca 1, arbeitet der Geologe nur mit Lupe und Nadel, keinesfalls mit dem Hammer!
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Die Lokalisierung der Herkunft der Gesteine wird auf der Grundlage der amtlichen geologischen Karte vorgenommen. Sie muss aber durch intensive Feldbegehung im Detail überprüft, an manchen Stellen korrigiert und für manche der uns interessierenden Gesteinsvarianten differenziert werden. Für die Bestimmung der möglichen Herkunft von einzelnen Blöcken werden außer der Petrographie vor allem auch Verwitterungsgrad der Oberflächen sowie die Klüftungseigenschaften des Gesteins beachtet.
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Aus solchen natürlich geklüfteten Felsen entnahmen die Megalithiker die geeigneten Platten für ihre Gräber.
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Die Gesteinsbestimmungen werden von Prof. Dr. Walter Vortisch vom Lehrstuhl für Prospektion und Angewandte Sedimentologie der Montan-Universität Leoben, Österreich, durchgeführt. Seine Mitarbeiter, eine Geologin von der Universität Lissabon und eine Geotechnikerin von der Universität Covilhã, wurden von ihm in seine zerstörungsfreie Methode eingewiesen.
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