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Langhäuser und Tempel

Vor allem die Befunde im Norden der Südumgehung sind eingehend analysiert worden. Zwei durch eine Straße getrennte Baueinheiten erwiesen sich als ein Gehöft und ein sich südlich daran anschließendes Heiligtum bzw. ein von Sonderbauten geprägtes Areal.

Ein von einem Grabengeviert umfasstes Rund- oder Polygonaltempelchen war von mehreren Sonderbauten und nur wenigen Häusern umgeben, die zu den üblichen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden zählen. Die Anlage bestand im 2. Jahrhundert v. Chr., also gleichzeitig mit dem zentralen Tempelchen und vergleichbaren Einrichtungen in der Zentralfläche und im Altenfeld.

Der so genannte Baukomplex B wird von Langhäusern, Speichern und weiteren Wohn- / Wirtschaftsgebäuden beherrscht. Dadurch entsteht der Eindruck einer landwirtschaftlich geprägten Anlage. In den Langbauten waren Tiere (Pferde?) aufgestallt, oder sie dienten zur Aufbewahrung größerer Gerätschaften (Wagen?) und Vorräte.

Für die in Rosenheim 1993 gezeigte Ausstellung "Das keltische Jahrtausend" wurde in einem Modell der Baukomplex B rekonstruiert. Das Gehöft war von einem überdachten Umgang (porticus) umgeben, wie man ihn aus dem Mittelmeerraum kennt.


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