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Speicherstadt

Im Bereich der Nordumgehung konnte das Grabungsteam erstmals eine Bebauungsabfolge für das 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. erarbeiten.

F. Maier (rechts) mit S. Sievers und H.-J. Köhler (von links).



Im Südteil der Nordumgehung sind ein Gewirr von bereits untersuchten (geschnittenen) Pfostengruben sowie mehrere Vorratsgruben, Brunnen und Gräbchen zu erkennen. Die dunklen Verfärbungen der keltischen Befunde zeichnen sich deutlich im hellen Kiesboden ab.

Drei aufeinander folgende Bauphasen, im Modell abgebildet, zeigen die Entwicklung des Südteils der Nordumgehung: Auf ein landwirtschaftliches Gehöft mit einer lockeren Anordnung von außergewöhnlich zahlreichen Speichern folgt eine Anlage, deren Bauten im rechten Winkel aufeinander bezogen sind. Kleinere, eher vereinzelte Einheiten deuten auf den Rückgang der Bevölkerungszahl und den gleichzeitigen Niedergang des Oppidums.

Der Nordrand der Siedlung war von großen Gräbcheneinheiten geprägt, die wohl Feldbegrenzungen oder Drainagen darstellen. Demnach ist innerhalb des Oppidums auch Ackerbau betrieben worden. Allerdings reichte dieser zur Versorgung der in die Tausende gehenden Bevölkerung nicht aus.


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